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Donnerstag, Mai 9

Zwist - Gesammelte Werke



Kurzinfo:

Na wenn das mal nicht nach anstrengender Prosa im musikalischen Mantel klingt. Da schießen mir doch glatt die einstigen Poesie-Coreler JTZT durch den Kopf. Auch Zwist schlagen ihr Zelt auf dem vielbeackerten Feld des 90er-Screamos auf. Und obwohl sich die Songs ihrer Debüt-EP "Gesammelte Werke" überwiegend durch monoton-mäandernde und lose Strukturen schlängeln und dadurch einen avantgardistischen Anstrich erhalten, bleiben sie stets innerhalb ihrer Genre-Grenzen. So fällt der Opener "Idolsgefrase" nocht recht ungestüm mit der Tür ins Haus, ändert aber schon bald und, angesichts der vom EP-Titel heraufbeschwörten Erwartungshaltung, nicht ganz unerwartet seine Richtung hin zu einer Art dezent umrahmten Poetry-Slam-Post-Punk. Das folgende "Teilnehmerurkunde" hingegen gleitet auf einer eingängigen Melodie, die vom heiseren Schreigesang ordentlich aufgerauht wird. Und während das mathig-vertrackte "Gut liegt's sich im Stempelkissen" und der schrammelige Closer "Wilhelmstein/Hör bloß nicht auf zu rauchen" nochmal für etwas Fahrtwind sorgen, zergeht "Sonderbonbon" fast schon anmutig in jazzigem Geplänkel.
Das Berliner Schlagzeug-Gitarre-Duo reizt seine Möglichkeiten voll aus und kreiert auf seinem Debüt zweifelsohne einen interessanten Sound, der auf Gesamtlänge aber auch anstrengend sein kann und an einigen Stellen vielleicht etwas zu provoziert wirkt.

Band: Zwist

Titel/Release: Gesammelte Werke/EP (Tape; Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2019

Genre: Screamo, Emo, (Post-)Punk

FFO: JTZT, Kaywinnet, Lilith

Links: Facebook\\//Instagram\\//Bandcamp




DL "Gesammelte Werke"

Buy Tape via PM on FB or Mail to: zwistpunk@gmx.de



Montag, März 25

Platte des Monats 03/2019: .leaves - Was erzählen wir jetzt unseren Kindern?



Kurzinfo:

Nach dem Label-Ausflug mit ihrem Debüt-Album "...bleibt das jetzt für immer?" (Subzine Records), sind .leaves mit ihrem zweiten "Was erzählen wir jetzt unseren Kindern?" nun wieder komplett im D.I.Y. zurückgekehrt. Ein für die Sammler glücklicher Schritt der Band, denn neben der dunkel-rot, weiß und schwarz marmorierten Vinyl-Auflage, bastelten die Jungs auch eine schick aufgemachte CD in Vinyl-Optik mit Poster-Inlay und ein im Cardboard beheimatetes Tape, dass ebenfalls mit Mini-Poster kommt und mit weißem Schleifchen verschnürt ist. Das Alles zum Spottpreis im Band-eigenen Shop auf Bandcamp, wo ihr den Preis für das digitale Album auch noch selbst bestimmen könnt.
Ob sich bei einem erneuten Label-Release auch musikalisch etwas geändert hätte, weiß ich nicht. Ich wage es aber trotzdem mal zu bezweifeln, denn auch hinsichtlich "Was erzählen wir jetzt unseren Kindern" haben die drei Jenaer nichts dem Zufall überlassen. Aufgenommen wurde abermals im Tautendorfer Hörsturz Studio, den Mix und Master übernahm wieder Die Tonmeisterei. Gesamtergebnis: brachial-krachiger Sound an den Stellen, wo es weh tun soll und kristall-klare, düster-melancholische Atmosphäre in den Momenten, in denen sich jede_r mal selbstkritisch hinterfragen sollte.
.leaves haben ihren streng antifaschistischen und links gerichteten Blick beibehalten, für die holprige Fahrt durch ihre dystopischen Landschaften aber mindestens einen Gang hoch geschalten. Und so beginnt die Tour de Post-Hardcore im Jenaer Stadtteil "Laasan" zwar noch recht unbeständig, erreicht im folgenden "Das letzte Hemd" aber so langsam Betriebstemperatur. .leaves türmen bewährte Bausteine des post-modernen Hardcores zu einer soliden Wand auf, die für a-puristische Einflüsse unüberwindbar ist. Hier geht es nicht darum, etwas vollkommen Neues zu erschaffen. Vielmehr verschafft das Trio seinem Ärger reichlich Luft, was nicht nur mit dem durchweg kehligem Geschreie des Frontmannes zum Ausdruck kommt. Richtig gut ab geht es dann in einem Song wie "Konzept//Gescheitert", in dem sich die Band plötzlich im Mathcore wiederfindet oder auch im Closer "Bekenntnisse", der sich im Zuge des stetig anwachsenden Gefühlsrausches fast schon überschlägt und ein paar Pirouetten im Noise-Rock hinlegt.
In Anbetracht dessen, dass auf "Was erzählen wir jetzt unseren Kindern?" lediglich drei Musiker agieren - von der schwedischen Amtshilfe in "Sista Gången" durch Shirokuma-Sänger Jonathan Lemberg mal abgesehen - , kann man hier durchaus von einem handwerklichem Glanzwerk sprechen, dass vor allem fernab des üblichen Laut-Leise-Spiels für reichlich Abwechslung sorgt. "Fuchs & Hase" und "Hallo Winter" zum Beispiel, lassen immer wieder melodische Momente und einprägsame Hooks unter den verzerrten Saitenschlägen durchblitzen, setzen aber ohne an Dynamik einbüßen zu müssen gezielte Breaks und Rhythmuswechsel, ehe die Songs in zu berechenbarer Eingängigkeit abdriften könnten. Somit verzetteln sich .leaves auf ihrem Zweit-Werk nicht unnötig bei der penetranten Suche nach einem eigenem Konzept und schicken stattdessen eine instinktive Reaktion in Richtung einer fundamentlosen Gesellschaft.
 

Band: .leaves

Titel/Release: Was erzählen wir jetzt unseren Kindern?/Album (300x Dark-Red MarbledVinyl; CD; Red & Gold Splatter Tape; Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2019

Genre: Post-Hardcore, Screamo

FFO: We Had A Deal, Shizune, Fjørt, Calculator

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Bandpage\\//Youtube




DL & Buy "Was erzählen wir jetzt unseren Kindern?"


Montag, März 18

Lypurá - b́



Kurzinfo:

Nach einem kurzen Winterschlaf melden sich Lypurá mit zwei neuen Songs zurück. Mit dem Titel "b́" schmiegt sich die bislang nur digital erschienene EP nicht nur namentlich an das vorangegangene Debüt-Album "á" an. Das äußerst bedächtig einklingende "Behind All These Walls And Above My Head" und das schwerelos vor sich hin treibende "...There Is Nothing But Torment", hätten ebenso ihren Platz im atmosphärischen Mittelteil des Longplayers einnehmen können. Das Karlsruher Trio vereint diese beiden Songs stattdessen lieber zu einem eigenen gefühlvollen, wengleich lyrisch-tristen und schier emotional-klaustrophobischen Soundtrack, der sich sowohl mit den Songtiteln als auch musikalisch zu einem konzeptionellen Kleinod formt.
Fährt der Opener zumindest über kurze Phasen aus seiner melancholischen Haut und verliert sich mit schwelgerischen Delay-Gitarren schlussendlich im Post-Rock, gestaltet sich das abschließende Stück mit sanften Pianoklängen und minimalistischer Instrumentierung zu einem plätscherndem Outro.

Aufgenommen wurde jeweils im Januar 2018 und '19, in Form gebracht hat es diesmal komplett allein David Saia (Maskros).
Über der bandeigenen Bandcamp-Seite, gibt's die knapp 6 ½-kurze Konzept-EP gegen Spende. Für die Streaming-Vielfalt (Spotify & Co.) sorgt das benachbarte Label Twisted Chords.
 

Band: Lypurá

Titel/Release: b́ / EP (Digital)

Label: Twisted Cords

Erscheinungsjahr: 2019

Genre: Screamo, Emo, Punk, Post-Hardcore, Post-Rock

FFO: Yaphet Kotto, ...Who Calls So Loud, ...And Its Name Was Epyon

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Soundcloud\\//Youtube




DL"b́" EP



Samstag, März 9

Yellnikow - Am tiefsten Punkt der Erde EP



Kurzinfo:

So recht kann ich es immer noch nicht ganz nachvollziehen, warum wir als simpler Blog mehr als doppelt so viele Follower auf Facebook haben, als die Band Yellnikow. Während wir unsere Finger in die Tastatur hauen und damit lediglich die Polsterung unserer Gesäße fördern, besetzt das nordrhein-westfälische Quintett nun schon über sechs Jahre hinweg eine schier undefinierbare, musikalische Nische. Auch ihr drittes Release "Am tiefsten Punkt der Erde" weckt wieder viele nostalgische Reminiszenzen an vergangene Indie-, Emo- und Screamo-Größen, die jedoch abermals auf eine dermaßen eigenwillige Art verschwurbelt werden, dass sie jeglichen Direktvergleich scheuen.
Yellnikow sind Geschichtenerzähler, die ihre triste Poesie mit düster-melancholischen Tönen ummanteln. Wer sich darauf nicht einlassen kann, wird ihre Musik auch nur schwer greifen können. Die fünf Songs treiben sphärisch und subtil durch einen dichten Nebel aus sanften Melodien, die in ihren minimalistischen Momenten fast komplett zum Erliegen kommen, sich an anderer Stelle wiederum zu tosenden Orkanen aufbäumen können. Der Opener "Tiefster Punkt der Erde" oder auch der Closer "Session IV" erinnern mich mit ihrer hauchzarten Fragilität unweigerlich an Rue Des Cascades' kammerspielartiges Glanzwerk "Odes To Love, Flames To Paris", nur, dass Yellnikow ihre episch-mäandernden Songs in einem überschaubareren Rahmen halten. Ausgesetzt in der Dunkelheit, geblendet vom grellen, kreisrunden Scheinwerferkegel. Von allen Seiten der schier unendlichen, allgegenwärtigen Finsternis sauselt, flüstert, kreucht und fleucht die unerträgliche Ungewissheit. Den Lichtkegel zu verlassen kostet zuviel Überwindung, doch Stehenbleiben scheint auch keine wirkliche Option zu sein. Bis mittendrin und unerwartet das Paperbite-Rap-Feature "Schlaflied" die morbide Grundstimmung zumindest für einen kurzen Moment aufreißt und den verunsicherten Protagonisten erstmals mit einer klaren Struktur an die Hand nimmt. Und so hoffnungsvoll die elektronischen Teilchen im folgenden "Session IV" auch den vermeintlichen Weg aus der Dunkelheit weisen, so sicher ist man sich am Ende von "Der tiefste Punkt der Erde", dass alles nur traurige Illusion ist.


Band: Yellnikow

Titel/Release: Am tiefsten Punkt der Erde/EP (Digital; DIY-CD's in Planung)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Alternative, Emo, Indie, Post-Hardcore, Post-Rock

FFO: Fljora, Alkali Lake, The Scarabeusdream

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Youtube I\\//Youtube II\\//Soundcloud




DL "Der tiefste Punkt der Erde"


Donnerstag, Februar 7

Agador Spartacus - Agastonishing



Kurzinfo:

Agador Spartacus beschreiten auch auf ihrer dritten EP "Agastonishing" ihren Weg konsequent und entwickeln sich dabei stets weiter. Wie auch schon beim Vorgänger "Agadawesome" und entgegen dem Debüt "Agadorable", haben sich die vier Ruhrpottler/Hamburger im Kaputtmacher Studio eingenistet und die Aufnahme und den Feinschliff in die Hände von Jochen Stummbillig gelegt, was abermals in einem sehr druckvollen Soundgewand mündet.
Die EP startet mit einem Intro, das nahtlos in den folgenden Song "Living Slow/Dying Hard" hineinfließt und mit einem düsteren Schwarm auf die schwermütige Atmosphäre niederdrückt. Natürlich verliert sich auch dieser Song wieder in einer eingängigen Melodie, auch wenn sich die eigentlichen sechs Songs nie so ganz an einer manifestierten Songstruktur festklammern. Generell wird man den Eindruck nicht los, als hätten die Donots bei ihrem letzten Studiobesuch einen nachhaltigen Eindruck beim o. g. Tontechniker hinterlassen. Agador Spartacus schaffen einen beeindruckenden Spagat aus alternativer Hymnenhaftigkeit und post-hardcoriger Sperrigkeit, aus sozialkritischen Texten aus persönlichem Blickwinkel. Das ist vielleicht etwas zu viel Willkür für die große Stadionbühne, allerdings auch überqualifiziert für die kleinen Kellerspelunken.


Band: Agador Spartacus

Titel/Release: Agastonishing/EP (ca. 100x DIY-CD; Digital)

Label: DIY (Boketto Records)/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2019

Genre: Alternative, Post-Hardcore, Punk, Emo

FFO: Paraquat, Passed Me By, Ashes Of Pompeii, We Will Fly

Links: Bandpage\\//Facebook\\//Bandcamp\\//Soundcloud\\//Instagram\\//Youtube




Stream & Buy Digitally "Agastonishing"

Buy CD-r via Mail to: contact@agageddon.com


Dienstag, November 20

Knarre - Eiscafé Venezia



Kurzinfo:

Berlin hat in der musikalischen Historie schon so manche kuriose Band zum Vorschein gebracht und wird es wahrscheinlich auch in Zukunft sicherlich noch das eine oder andere Mal tun. Das musikalische Kontrukt hinter Knarre ist sicherlich nicht neu. Emo-Punk, der in seiner rauhen Art etwas am Screamo entlang schabt und zusammen mit dem post-punkigen Gesang ein paar übrig gebliebene Turbostaatler einsammelt, trifft auf melodische Indie-Punk-Gitarren á la Love A und Duesenjaeger, trifft auf die Reibeisenstimme und Pop-Affinität von Jupiter Jones. Wer das Hauptstadt-Quartett nach dem Opener "Umfallende Bierflaschen" allein aufgrund dieser Oberflächlichkeiten voreilig abschreibt, droht in den nächsten sechs Songs ihrer Debüt-EP "Eiscafé Venezia" viele überraschende Wendungen und einige klever ineinander verflochtene Reminiszenzen zu verpassen. Andersrum: wem genau diese Eingängigkeit und dieses Hitpotential zusagt, wird spätestens nach dem dritten Song genervt kapitulieren. Knarre spielen auf ihrem Debüt mit Gegensätzen und wollen es keiner Seite so richtig recht machen - Skramz-Pop eben, wie die Band ihren Stil selbst beschreibt. Vielleicht ist das ja die ursprüngliche, sogenannte Punk-Willkür, vielleicht auch bloß Hipstertum. Vielleicht einfach bloß Spaß am Experimentieren, wie es die Hälfte von Knarre bereits in der Rap-Screamo-Band Être? auslebte, was uns wieder zum Einstiegssatz zurückwirft. Das ist weder Pop noch Punk, kein bedingungsloser Schönklang und erst recht kein heilloses Durcheinander. Knarre setzen altbewährte Bausteine neu zusammen, begraben den Mainstream unter einer ordentlichen Schippe Rotzigkeit - und haben dann noch die Eier, zum Ende hin eine zart-schmelzende Trompete unterzubringen. Fast so schön, wie die leicht deformierte Eiskugelkreation auf dem Cover.


Band: Knarre

Titel/Release: Eiscafé Venezia/EP (500x Light Green Vinyl; Digital)

Label: Amöben Mit Sozialen Ambitionen

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Emo-Punk, Screamo, Post-Punk

FFO: Edgar R., Tiger Magic, Postford, Canine

Links: Bandpage\\//Facebook\\//Instagram




DL "Eiscafé Venezia"

Buy Here


Freitag, November 16

Bria Tharen - Axolotl



Kurzinfo:

Ein Star Wars-Fan mit Faible für Schwanzlurche? Mitnichten, denn schon früh wird klar, dass Bria Tharen ein sehr ernstes, tief-emotionales und vielleicht sogar notwendiges Band-Projekt ist. 
Mit Torpedo Holiday gewährte er erste Einblicke in seine Gedankenwelt, in Moro brachte er unangenehme Themen zur Sprache und mit Kaywinnet fing er erstmalig an, sich mental zu entblößen. Bria Tharen ist die logische Konsequenz seiner chaotischen und einengenden Gefühle, ein Zugeständnis und Ventil zugleich. Keine Katharsis, aber eine Offenlegung, in der die titelgebende Rebellin eben nicht nur die triviale Statistin in einem epochalen Weltraumspetakel ist, sondern eine emotional-erstarrte Seele, die ihren Mitmenschen mehr Schein als Sein vorlebte; der Axolotl keine ulkig aussehende Amphibie, sondern ein geheimnisvolles Individuum, das bis zum Lebensende in seinem jungen Körper gefangen ist.
Torsten kämpft offen mit seinen Gefühlen, muss diese schier aussichtslose Schlacht aber nicht alleine bestreiten. Für seine Liedtexte und sein musikalisches Konzept erhält er vielerseits Hilfe von befreundeten Musikern, Grafikern und Tontechnikern, wie Anaïs (thefish.and.thepearl, ALLE), Fabian (Sunsetter Recording Studio), Benny (Druckwelle, Interceptor Editions), Haukel Henkel (Songwriting 1. Song) oder FARCE (Songwriting 2. Song), weshalb Bria Tharen auch mehr als kollaboratives Projekt anzusehen ist. Der Sound hingegen ist recht minimalistisch gehalten. Schlängelt sich der Opener "Die Treppe von Flakturm IV" noch bedächtig durch mehrere Etappen und transportiert mit den programmierten Drums etwas mehr Vielfalt, kommt der zweite Song "Heute Abend klingt besser als irgendwann" fast ausschließlich mit e-orgelnden Tönen und Torsten's Schrei-Sprech-Sang aus, was die ohnehin schon düstere Thematik wie ein Abgesang ausklingen lässt.


Band: Bria Tharen

Titel/Release:Axolotl/EP (Digital; Tapes in Planung)

Label: DIY/Bandcamp, Interceptor Editions (Tapes)

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Singer/Songwriter-Emo, Screamo, Sadcore

FFO: Skinrise, Angel's Eyes, The Scarabeusdream

Links: Facebook\\//Instagram






DL "Axolotl"

Freitag, November 2

Schelm - Ein bisschen mehr...



Kurzinfo:

Mensch könnte auch meinen, dass eine Platte, die es bereits in den Vertrieb von Saturn, Mediamarkt, Weltbild & Co. geschafft hat, normaler Weise schon zwei Ligen zu hoch spielt für unsere kleinen Blogseiten. Dabei läuft bei der schweizer Band Schelm noch vieles in Eigenverantwortung ab. Nach der Split-EP mit Die Braunen Raketen im Jahr 2016 und einer Deutschland-Tour, veröffentlichte das Baseler Quartett nun auch sein Debüt-Album "Ein bisschen mehr..." in Eigenregie. Die Aufnahme und Produktion lief abermals im heimischen Proberaum ab, den Mix und Master übernahm Nico Vetter (prettylivesessions, Lygo, uvm.), der sich ja Gerüchten zufolge mit solch einen D.I.Y.-Kram ganz gut auskennen soll.
Mit ihrem Clip zur Vorab-Single "Schallalala" hatten wir die Band bereits auf dem Schirm und sie vor allem Fans ehemaliger Muff Potter nahegelegt. Daran hat sich im Grunde auch auf Albumlänge nichts geändert. Angeführt vom stark eintrudelnden "Mühlen", knallen uns die Schweizer zehn emotionale und eingängige Songs vor den Latz, die sich strikt im Spannungsfeld zwischen Emo- und Indie-Punk bewegen. Naja, ausgenommen der Song "Nein sagt schon sollen wir", der mit viel Wohlwollen auch im Deutschpunk verortet werden könnte, wenn mensch die Band dort unbedingt sehen möchte. Das aber nur als Randnotiz, denn insgesamt besticht das Album vor allem durch seine intensiven bis erschöpfenden Gefühlsschwankungen, die fast im Alleingang von Sänger Fabian's wechselnden melancholischen Gesang und Reibeisengedresche hervorgerufen werden. Erstgenantes kann bisweilen bekanntlich auch ziemlich unangenehm werden, etwaige Beispiele kann sich jede/r selbst aus dem deutschsprachige Mainstreamsektor heraussuchen. So ist das nunmal: wo persönliche Texte, da eben auch Melancholie. Doch zum Glück versickern Schelm selbst mit ihrer Quasi-Ballade "Wofür du brennst" nicht all zu tief im seichten Pop. Das ist gut. Es wäre ja auch ein Jammer, dieses tolle Kehlchen für belanglosen Mainstreamkitsch zu verschwenden, wie es die Fronttypen von AnnenMayKantereit oder Jupiter Jones ja gerne machen.


Band: Schelm

Titel/Release: Ein bisschen mehr.../Album (50x Ltd. Numbered Black Vinyl Edition w/ Screenprint from Dani Mahrer; Regular Black Vinyl Edition; Digital)

Label: Sportklub Rotter Damm (Digital)

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Emo-Punk, Emo-Pop, Indie-Punk

FFO: Muff Potter, Jupiter Jones, Matula

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Stream via Spotify

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Samstag, Oktober 27

Heart Circle Part III - Sampler



Kurzinfo:

Einen Sampler zu gestalten ist mit einem enormen Aufwand verbunden, zumindest wenn man das Ganze halbwegs legal aufziehen möchte. Das liegt weniger an die Bereitschaft der jeweiligen Bands und Künstler, als vielmehr an den etwaigen Label-Ansprüchen und mafiösen Machenschaften der GEMA. Da schreiben wir aus eigener Erfahrung. Hat man diese Hürde erst geschafft, gilt es auch noch, die Songs in einer halbwegs homogenen und schlüssigen Reihenfolge zu setzen...
Die Facebook-Gruppe The 90s Screamo/HC/Emo/Indie-Rock Friends war mir bislang zwar ein Begriff, nur hatte ich mich weniger mit deren Inhalt auseinandergesetzt. Umso bitterer ist der Nachgeschmack, denn die Erlöse der Sampler-Reihe "Heart Circle" kamen dem an Herzinsuffizienz erkrankten Admin, Blogger, Outspoken Forum- und Pretty-In-Noise-Rezensenten Marc Köhler zu Gute, der seine letzten Gedanken und Wünsche auf dem Blog "Herzgeschichten" festhielt. Marc hat schlussendlich den Kampf gegen die Krankheit verloren. Und auch, wenn die Tränen der Trauer seiner Mitmenschen noch nicht vollkommen getrocknet sind, können sie inzwischen vielleicht auch mit einem Lächeln zurückblicken - oder eben nach vorne.
Kürzlich veröffentlichte die Gruppe den 84-Song (!!!) umfassenden Sampler "Heart Circle Part III", deren Spenden-Erlös ganz im Geiste des Verstorbenen zu 100% den gemeinnützigen Organisationen "Safe Gigs For Women" und "Agisra" zukommt. Eine große Geste, die sicherlich mit viel Kraft verbunden war und deren Resultat sich durchaus hören lassen kann. Neben zahlreichen mehr oder weniger bekannten, unabhängigen und internationalen Bands, hat sich abermals das Label Midsummer Records als äußerst "spendabel" erwiesen, das mit einigen Sprösslingen am häufigsten vertreten ist. Ansonsten gilt es hier eine Vielzahl an talentierten Gruppen oben genannter Genres zu entdecken. 
Meine Tipps: Boneflower, Ashes Of Pompeii, CATCATCAT, Cortarmao, Erai, Finte, Rivers & Tides, Varan - und natürlich alle anderen auch.


Band: V.A.

Titel/Release: Heart Circle Part III/Sampler (Digital)

Label: D.I.Y/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Emocore, Emo, Alternative, Screamo, Post-Hardcore, Punk

FFO: siehe Genre

Links: Facebook

 



DL "Heart Circle Part III"


Mittwoch, Oktober 17

Peppone - Ohne Grund



Kurzinfo:

Mensch kann sich natürlich auch ein Leben lang an alte Helden klammern, halbgare Reunions abwarten, alles Neue als einen billigen Abklatsch abtun und sich vehement einreden, dass früher ja doch alles irgendwie besser war. Mensch könnte dabei aber eben auch die Gefahr laufen, dass ihm die eigens verpassten Scheuklappen die Sicht auf wirklich gute Vertreter der Gegenwart trüben. Peppone aus Magdeburg, die sich zu 3/4-tel aus ehemaligen Braying Boredom zusammensetzen, wollen ihre Einflüsse erst gar nicht verleugnen. Ihren Indie-/Emo-Punk müssten sie eigentlich um vier Anführungsstriche ergänzen, so nah bewegt sich das Trio an seinen Vorbildern. Allein dem leicht schrägen Gesang, der sowohl von den mitreißenden Melodien dynamisch vorangetrieben wird als auch mit schroffer Antihaltung gegen den Mainstream wettert, wohnt eine dermaßen wohlig-vetraute Melancholie und gleichzeitig rebellische Rotzigkeit inne, als hätten Coburger und Junge Sänger Jens Freimark höchstpersönlich dafür Gesangsunterricht spendiert.  Dass die Band auf einen Drum-Computer zurückgreift, fällt nicht weiter ins Gewicht, da das Hauptaugenmerk der Rhythmussektion eindeutig auf den hochinfektiösen Gitarren liegt, wobei auch der Bass gerne mal aus seiner Linienform ausbricht und sich herrlich-egozentrisch in den Vordergrund drängt, wie im von weiblichen Gaststimmen begleiteten "Schweigen". In "Das Urteil" gibt's gar prominenten Duett-Gesang mit Budde von Die Strafe.
Wahnsinns-Album, das mit seinen dezent-orgelnden Key-Einlagen sympathisch aus der Zeit gefallen klingt, ohne Schicki-Micki-Allüren und digitalen Bombast. Und da hier auch noch ein Ohrwurm den nächsten jagt, will ich mal dreist behaupten: besser als das Original. Word!


Band: Peppone

Titel/Release: Ohne Grund/Album (300x White Vinyl; 200x Digipak-CD; Digital)

Label: Bördebehörde Tonträger

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Punk, Indie-Punk, Emo

FFO: EA80, Boxhamsters, Kazimir

Links: Bandpage\\//Facebook\\//Bandcamp




Stream & Buy "Ohne Grund"

Buy Here, Here & Here


Freitag, August 31

Farrokh Bulsara - Nieder mit den Thujahecken



Kurzinfo:

Keine Sorge: weder ist Freddie Mercury von den Toten auferstanden, noch ist das hier eines seiner verschollenen Homerecording-Demos und erst recht kein glamouröser Avant-Stadionrock.
Farrokh Bulsara kommen aus Zürich und haben sich Anfang 2014 gegründet. Einige von ihnen kannten sich bereits aus diversen Vorbands, was nicht weiter überrascht, mischen die fünf Schweizer_innen immerhin schon seit Ende der 80er-Jahre die heimische Hardcore-Underground-Szene auf. Never Built Ruins, Dying In Motion, Morgen, Profax, Mr. Willis Of Ohio, Ferguson, Sundowner, Ghettohund und The Rabbit Theory, konnte ich auf die schnelle in Erfahrung bringen, aber da gibt/gab es bestimmt noch einige hundert andere. Letztgenannte Band musste 2013 den tragischen Tod ihres Sängers Nino Kühnis verkraften, was sich auch in Form einer Widmung im Inneren des Tape-Releases von Farrokh Bulsara's erstem Album "Nieder mit den Thujahecken" wiederfindet und sicherlich auch im Song "Am Ende lacht der Geist" verarbeitet wird:

"was bleibt ist so viel grösser als der abschied / der war zwar kurz und schmerzhaft, doch vorbei / was sind schon 28 tonnen / gegen einen geist von deiner dimension? / ich halt mich fest an dem, was überlebt hat".

Der Albumtitel bereitet aber auch schon angriffslustig darauf vor, dass es in den acht übrigen Songs ebenso ungemütlich zugehen wird. Arm und reich, Gleichgültigkeit, Ober- und Unterschicht vs. Punk, Liebe und Menschlichkeit. "Nieder mit den Thujahecken" bietet eine Menge Zündstoff, der in teils zynischen aber nie ganz hoffnungslosen Texten zur Explosion gebracht wird.
Musikalisch bewegt sich das Quintett recht homogen und zugänglich zwischen den Hauptpfeilern Punk, Post-Hardcore und Screamo. Plänkelnde Passagen mit aufgeregtem Gesang treffen auf stürmische Hardcoreeruptionen mit noch wesentlich mehr aufgeregterem Gesang, die im Zusammenspiel den musikalischen Kern der Band freilegen - das altbewährte Laut-Leise-Spiel.
Wie anfangs erwähnt, verbergen sich hinter Farrokh Bulsara aber alte Hasen, die der mutmaßlichen Routine mit viel Feingefühl wie auch Herzblut und vor allem treibenden Melodien trotzen.

Neben dem Spendendownload, erscheint "Nieder mit den Thujahecken" als schwarzes Tape im schwarzen Case mit zusätzlichem Slipcase und enthält ein Textblatt sowie einen DLC. Ebenso wie die in bester und liebevoller DIY-Manier aufgemachte Debüt-EP "Aussterben", erscheint das Album über die bandinternen Labels Ape Must Not Kill Ape und Markus Records.


Band: Farrokh Bulsara

Titel/Release: Nieder mit den Thujahecken/Album (100x Tape; Digital)

Label: Ape Must Not Kill Ape, Markus Records

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Post-Hardcore, Screamo, Emo, Punk

FFO: Kepler, Karina Kvist, Masada

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DL "Nieder mit den Thujahecken"

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Samstag, August 4

Kaffkönig - Das Große Kotzen



Kurzinfo:

Ich muss zugeben, dass mich die Vorab-Single "Gaffer & Beton" schon ziemlich beeindruckt hat. Frischer Wind im eintönigen Mainstream-Sektor, so wie einst Madsen mit ihrer "Perfektion". Dass die beiden Soundwerk Musikschule-Betreiber Julian Seßler (TOS) und Marcel Melucci zweifelsohne ein feines Händchen für eingängie Melodien haben, zeigen Songs wie "Panzer-Quartett", "Drecksvieh", "Narbenfresse" oder der Titeltrack. Als ich das Album innerhalb meines Freundeskreises laufen ließ, war die Meinung einstimmig: wird ein Selbstläufer! Und vielleicht liegt genau da auch das Problem. Vor allem in den melancholischen Momenten wirken Kaffkönig eher x- beliebig, womit es zukünftig ziemlich schwer werden wird, langfristig auf Augenhöhe mit unten stehenden Bands und vor allem den Königen des Alternative-Pops, Beatsteaks, zu bleiben. Die Stärke von Kaffkönig liegt ohnehin mehr in der Härte. Da gilt es vielleicht auch für Album #2 neu anzusetzen.


Band: Kaffkönig

Titel/Release: Das Große Kotzen/Album (CD; Digital)

Label: Starwatch Entertainment

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Alternative, Emo(-core)

FFO: Madsen, Heisskalt, Van Holzen, Kind Kaputt

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Stream "Das Große Kotzen"

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Dienstag, Juli 31

Cetacea - Cetacea



Kurzinfo:

Und wieder ein Produkt aus dem näheren mum says; be polite rec.-Umfeld. Mit Manku Kapak hat Nico Beqović ja bekanntlich schon vor einer ganzen Weile abgeschlossen. Seitdem probierte er sich im Düster-Screamo (Fljora), Emocore (Mira) und mit Cetacea nun eben auch im Emoviolence aus. All das waren und sind aber nur grobe Genre-Klassifizierungen, denn unlängst brechen die Songs von ihm und seinen wechselnden Mitstreitern aus ein zu eng angelegtes Struktur-Korsett aus.
Auch auf "Cetacea" (= Wale) werden die wüsten Screams, die aufgewühlten Gitarren und die hektischen Schlagattacken immer wieder durch bedächtige bis atmosphärische Parts ausgebremst, die im Einklang das Gesamtkonzept des Debüt-Albums bilden. Da die Handschrift trotz vieler Referenzen recht deutlich zum Vorschein kommt, würde ich  mal sagen, ein typisches Release und somit Kaufpflicht für Fans des o. g. Labels.


Band: Cetacea

Titel/Release: Cetacea/Album (Tape; Digital)

Label: Adorno Records

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Emoviolence, Screamo, Punk

FFO: Piri Reis, Rêche, Øjne

Links: Facebook\\//Bandcamp




DL "Cetacea"

Buy via PM on Facebook or Mail to: cetacea02@gmail.com

Mittwoch, Juni 27

The Sons Of Faow Verny - A Thunderous Light To Beckon Me



Kurzinfo:

Nicht erst seit der Kooperation der Labels Crapoulet Records und Spastic Fantastic wissen wir, dass der französiche Musiksektor über eine enorme freigeistliche Vielfalt verfügt. Was uns bisher aber eher im Hardcore zu begeistern wusste, breiten The Sons Of Faow Verny nun auf der Spielwiese des Emo- und Indierocks aus. Dabei öffnet das Quintett mit ehemaliger Never Again-, Who Needs Maps?-, The "Tan" Case-, Kazan- und After Taste-Beteiligung ihre ausladend-plänkelnden Songs immer wieder für Einflüsse aus dem Singer/Songwritertum, Post- und Folkrocks und sogar Emocores. Alles verstrickt in einer wohligen DIY-Ästhetik, der auch sympathische wie kratzige und nicht immer ganz eingängige Ohrwürmer wie "Each Night", "Naked Snake" und "Lost In This World" entspringen.


Band: The Sons Of Faow Verny

Titel/Release: A Thunderous Light To Beckon Me/EP (Digipak-CD; Digital)

Label: No Way Asso, Orchidscent Records, Bad Wolf Records

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Emo, Indie(-Folk), Punk

FFO: Cap' Jazz, Sister City, Young Philosophers

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DL & Buy "A Thunderous Ligh To Beckon Me"


Freitag, Juni 22

Heart Ovt - We're Not Supposed To Be Lovers



Kurzinfo:

Das Debüt "We're Not Supposed To Be Lovers" der Leipziger Band Heart Ovt liegt nun schon über ein Jahr zurück und ist trotzdem als Tape und CD noch nicht ausverkauft. Dabei besticht das sächsische Trio vor allem durch eine emotional-tiefgründige wie auch poppige Melange aus Emo- und Indierock, wie sie zur Blütezeit dieser Genres Gang und Gebe war. Viel ehrliche Melancholie, weitab des Mainstream-Kitches, inklusive Piano-Ballade ("Home Is Where Your Heart Is"), CHVRCHES-Cover ("Recover"), typischen Midwest-Emo-Chor ("Wasted Time") und emotionalen Ausbruch ("29"). Alles in Allem, was das Emo-Heart begehrt.


Band: Heart Ovt

Titel/Release: We're Not Supposed To Be Lovers/EP (Digipak-CD; 50x Tape; Digital)

Label: Homebound Records

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Emo, Indie, Emocore

FFO: Thursday, Rollergirls, Rowan Oak, Rivers & Tides

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Stream & Buy Digitally "We're Not Supposed To Be Lovers"

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Donnerstag, Juni 14

Stay Focused - Contrasts



Kurzinfo:

Was für ein Flashback aus der Jahrtausendwende: mensch musz schon etwas genauer hinter die Fassade aus theatralischen Pop-Melodien und kalkulierter Härte schauen, um all die kleinen Genreausreißer und vor allem die tiefgründigen Gedanken ausfindig machen zu können. Letztere lassen sich übrigens auch für jeden Song auf der Facebook-Seite der Limburger Band nachlesen.
Im Song "Running On Empty" ist auch Gitarrist und Sänger Fabio's Partnerin aus Johanna und Fabio zu hören.
Erinnert mich alles ganz stark an From Autumn To Ashes, die 2003 mit "The Fiction We Live" in meinen Ohren einen Meilenstein des Genres ablieferten.


Band: Stay Focused

Titel/Release: Contrasts/Album (CD ??, Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Alternative, Metal, Hardcore, Pop-Punk, Emo

FFO: Funeral For A Friend, Days In Grief, From Autumn To Ashes

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DL "Contrasts"



Freitag, Juni 8

I Feel Fine - Long Distance Celebration



Kurzinfo:

Die Reminiszenzen, die das britische Quartett I Feel Fine auf ihrem Debüt "Long Distance Celebration" versprühen, sind eindeutig: emotional erschöpfender Screamo und plänkelnder Emo, eingewickelt in einer nostalgischen und kratzigen Wolldecke aus den 90ern, der aber vor allem durch eine satte Produktion (The Ranch Production House) seine Daseinsberechtigung im Hier und Jetzt behauptet.


Band: I Feel Fine

Titel/Release: Long Distance Celebration/EP (50x CD; Digital)

Label: Failure By Design Records

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Screamo, Emo, Punk

FFO: This Too Will Pass, Crash Of Rhinos, Sport, La Petite Mort / Little Death

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Stream & Buy "Long Distance Celebration"


Donnerstag, Mai 31

NŌSIYAH - Zenith



Kurzinfo:

Die 2016 neu gegründete Band (3x ehemalige A Tired Day's Night + 1x A Second Glance-Beteiligung) wusste uns schon mit ihrer Debüt-EP "Schemes" zu begeistern. Mit "Zenith", das abermals auf CD erscheint, knüpft das Berliner Quartett nun nahtlos am Vorgänger an und überzeugt mit einer soliden Mischung aus Post- und Melodic Hardcore, die auch unbemerkt auf der Welle zwischen den Größen Touché Amoré, La Dispute und Pianos Become The Teeth surfen könnte.


Band: NŌSIYAH

Titel/Release: Zenith/EP (Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Melodic Hardcore, Post-Hardcore, Emocore

FFO: Loose Suspense, Goodbye Fairground, Being As An Ocean

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Stream & Buy "Zenith"

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Dienstag, Mai 29

Kaczka - Keiner Da



Kurzinfo:

Hinter Kaczka verbergen sich drei Kölner Jungs und ein Mädel. Warum sie sich also ausgerechnet Kaczka und naheliegender Weise nicht Eend genannt haben, weiß ich nicht. Spielt aber auch keine Rolle, denn musikalisch schielt ihr clever arangierter und bissiger Punk-Post-Punk sowieso Richtung Hamburg. Abgesehen von den überwiegend weiblichen Vocals, eignet sich die Debüt-EP "Keiner Da" des Quartetts hervorragend als Ergänzung zum mitreißenden Punk der aufstrebenden Cold Kids.


Band: Kaczka

Titel/Release: Keiner Da/EP (Tape; Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Punk, Post-Punk, Emo

FFO: Havarii, Static Means, Cold Kids, Paraquat

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DL & BUY "Keiner Da"

Dienstag, Mai 15

Chalk Hands - Burrows & Other Hideouts



Kurzinfo:

Manchmal ist weniger mehr, haben sich wohl diese vier Herren aus dem englischen Brighton gedacht, die ihre Debüt-EP "Burrows & Other Hideouts" gerade mal mit zwei Songs bestückten. Dabei fängt ihr emotional mitreißender Screamo mit melancholisch ausladenden Post-Rock-Ausflügen nach dem finalen Ausbruch in "Arms" erst richtig an Spaß zu machen.
Solide Genre-Kost, wie sie im Ranch Production House gut und gerne serviert wird.


Band: Chalk Hands

Titel/Release: Burrows & Other Hideouts/EP (50x Grey Tape; 50x Green Tape; 50x CD; Digital)

Label: Future Void Records, Dekaden

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Screamo, Post-Rock, Post-Hardcore

FFO: Chiefland, Terrible Love, Kalkavé

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DL & BUY "Burrows & Other Hideouts"

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