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Samstag, August 13

Goldzilla - Goldzilla vs Dortmund



Neuer Deutschpunk ist ab heute:

inklusiv,
antirassistisch,
feministisch und
queer!


Kurzinfo:
Goldzilla, das sind Kotze, Köter und Motte (Gott, diese Namen. Da weißte gleich, dass es um Punk geht!) aus Berlin. Die drei spielen schon länger miteinander, seit 2017, aber erst jetzt hat es nach ihrer auch schon sehr starken EP Goldzilla vs Robohitler für einen Longplayer gereicht. Dieser Reifungsprozess hat sich aber sowas von gelohnt. Jetzt heißt es also Goldzilla vs Dortmund. Bei schnellen Gitarren und treibendem Schläger, motzen und schreien zwei Stimmen im Stile von Turbostaat oder Deutsche Laichen gegen Deutschland, Nazis oder sexistische Kackbands, die sich links nennen. Insbesondere letzteres ist mega sympathisch, ehrlich und reflektierend. Das spiegeln sie auch auf jedem Konzert wieder. Zuletzt durften sie als Ersatz für Kotzreiz (Jungs, ich hoffe es geht euch wieder besser!) beim Resist to Exist Festival antreten. Darauf hatten sie ja eigentlich nur bedingt Bock. Aber sie machten seit Sekunde 1 auf der Bühne deutlich: "Wir haben euch was zu sagen.". So lasen sie Texte von Festivalbesuchern vor und machten zu verstehen welche sexistische Kackscheiße andere Bands auf diesem Festival veranstalteten. Und dass genau diese Bands, allesamt alte prollige Männer, nun wieder eingeladen wurden. Dann verabschiedeten sie sich mit den Worten: "Das war unser letzter Auftritt auf diesem Festival. Wir kommen nur wieder wenn die Veranstalter die Augen aufmachen.". Sorry, dass ich mich wiederhole - Mega sympathische Band!
Jetzt habt ihr aber genug gelesen. Sowohl EP als auch Album gibt es in üblicher DIY-Manier zum selbstbestimmten Preis auf Bandcamp:



Band: Goldzilla

Titel/Release: Goldzilla vs Dortmund

Label: DIY

Erscheinungsjahr: 2022

Genre: Punk Punk Punk

FFO: Turbostaat, Lygo, Deutsche Laichen

Links: Linktree

Stream & Buy Bandcamp

Sonntag, März 3

magret. - Schiessen-Session



Kurzinfo:

Live hatten sich magret. in den letzten Monaten eher rar gemacht, dafür verbrachten die vier Trierer scheinbar mehr Zeit im Studio. Die digitale Tinte zu ihrer dritten EP "Surfen" war noch nicht ganz getrocknet, da veröffentlichte die Band mit "Driften" auch schon den zweiten Teil ihrer angekündigten Doppel-EP und keine drei Monate später gleich noch EP #4 hinterher.
Angesichts ihrer letzten Meldung, dem Aus der Gruppe nach sieben gemeinsamen Jahren, wohl eher ein letztes Aufbäumen und die finale, selbstgegebene Freiheit nochmal am eigenen Sound herum zu experimentieren. Auch die "Schiessen-Session" fällt weitestgehend unter dem eigenen Etikett "Rotzpop", denn im aufgewühlten Gesang schwingt immer noch genügend Unverständnis, Klage und Wut mit. Dennoch sind magret.'s (vorerst) letzten fünf Songs wesentlich eingängiger und vor allem melancholischer ausgefallen. "Sleepover", "Caput" und der tolle Closer "Sören" sind zeitlose Ohrwürmer in der Schnittmenge zwischen Indie(pop) und Indie-Punk, wie er um die Jahrtausendwende Hierzulande groß geworden ist und mittlerweile in den Kultstatus gehoben wurde. Nicht zuletzt deshalb finde ich es extrem schade, dass die Band während ihrer sieben-jährigen Schaffensphase nicht die Aufmerksamkeit erhielt, die sie verdient gehabt hätte und kein einziges Label-Release aufweisen kann. Zumal magret. mit den dumpfen Keyboardeinlagen und dem düster-bissigen, fast schon Cold-wavigen "Sichtbar" auf "Schiessen-Session" zu guter Letzt nochmal ihre Wandelbarkeit unterstreichen und ihrem Sound einen vollkommen anderen Anstrich verpassen.
Bye bye, liebe magret.s. Ich werde euch vermissen.


Band: magret.

Titel/Release: Schiessen-Session/EP (Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2019

Genre: Indie, Indie-Punk, Wave

FFO: Kazimir, 2nd Skin, Messer

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Soundcloud\\//Youtube




DL "Schiessen-Session"


Freitag, November 2

Schelm - Ein bisschen mehr...



Kurzinfo:

Mensch könnte auch meinen, dass eine Platte, die es bereits in den Vertrieb von Saturn, Mediamarkt, Weltbild & Co. geschafft hat, normaler Weise schon zwei Ligen zu hoch spielt für unsere kleinen Blogseiten. Dabei läuft bei der schweizer Band Schelm noch vieles in Eigenverantwortung ab. Nach der Split-EP mit Die Braunen Raketen im Jahr 2016 und einer Deutschland-Tour, veröffentlichte das Baseler Quartett nun auch sein Debüt-Album "Ein bisschen mehr..." in Eigenregie. Die Aufnahme und Produktion lief abermals im heimischen Proberaum ab, den Mix und Master übernahm Nico Vetter (prettylivesessions, Lygo, uvm.), der sich ja Gerüchten zufolge mit solch einen D.I.Y.-Kram ganz gut auskennen soll.
Mit ihrem Clip zur Vorab-Single "Schallalala" hatten wir die Band bereits auf dem Schirm und sie vor allem Fans ehemaliger Muff Potter nahegelegt. Daran hat sich im Grunde auch auf Albumlänge nichts geändert. Angeführt vom stark eintrudelnden "Mühlen", knallen uns die Schweizer zehn emotionale und eingängige Songs vor den Latz, die sich strikt im Spannungsfeld zwischen Emo- und Indie-Punk bewegen. Naja, ausgenommen der Song "Nein sagt schon sollen wir", der mit viel Wohlwollen auch im Deutschpunk verortet werden könnte, wenn mensch die Band dort unbedingt sehen möchte. Das aber nur als Randnotiz, denn insgesamt besticht das Album vor allem durch seine intensiven bis erschöpfenden Gefühlsschwankungen, die fast im Alleingang von Sänger Fabian's wechselnden melancholischen Gesang und Reibeisengedresche hervorgerufen werden. Erstgenantes kann bisweilen bekanntlich auch ziemlich unangenehm werden, etwaige Beispiele kann sich jede/r selbst aus dem deutschsprachige Mainstreamsektor heraussuchen. So ist das nunmal: wo persönliche Texte, da eben auch Melancholie. Doch zum Glück versickern Schelm selbst mit ihrer Quasi-Ballade "Wofür du brennst" nicht all zu tief im seichten Pop. Das ist gut. Es wäre ja auch ein Jammer, dieses tolle Kehlchen für belanglosen Mainstreamkitsch zu verschwenden, wie es die Fronttypen von AnnenMayKantereit oder Jupiter Jones ja gerne machen.


Band: Schelm

Titel/Release: Ein bisschen mehr.../Album (50x Ltd. Numbered Black Vinyl Edition w/ Screenprint from Dani Mahrer; Regular Black Vinyl Edition; Digital)

Label: Sportklub Rotter Damm (Digital)

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Emo-Punk, Emo-Pop, Indie-Punk

FFO: Muff Potter, Jupiter Jones, Matula

Links: Bandpage\\//Facebook\\//Bandcamp\\//Youtube\\//Soundcloud\\//Instagram


Stream via Spotify

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Mittwoch, Oktober 17

Peppone - Ohne Grund



Kurzinfo:

Mensch kann sich natürlich auch ein Leben lang an alte Helden klammern, halbgare Reunions abwarten, alles Neue als einen billigen Abklatsch abtun und sich vehement einreden, dass früher ja doch alles irgendwie besser war. Mensch könnte dabei aber eben auch die Gefahr laufen, dass ihm die eigens verpassten Scheuklappen die Sicht auf wirklich gute Vertreter der Gegenwart trüben. Peppone aus Magdeburg, die sich zu 3/4-tel aus ehemaligen Braying Boredom zusammensetzen, wollen ihre Einflüsse erst gar nicht verleugnen. Ihren Indie-/Emo-Punk müssten sie eigentlich um vier Anführungsstriche ergänzen, so nah bewegt sich das Trio an seinen Vorbildern. Allein dem leicht schrägen Gesang, der sowohl von den mitreißenden Melodien dynamisch vorangetrieben wird als auch mit schroffer Antihaltung gegen den Mainstream wettert, wohnt eine dermaßen wohlig-vetraute Melancholie und gleichzeitig rebellische Rotzigkeit inne, als hätten Coburger und Junge Sänger Jens Freimark höchstpersönlich dafür Gesangsunterricht spendiert.  Dass die Band auf einen Drum-Computer zurückgreift, fällt nicht weiter ins Gewicht, da das Hauptaugenmerk der Rhythmussektion eindeutig auf den hochinfektiösen Gitarren liegt, wobei auch der Bass gerne mal aus seiner Linienform ausbricht und sich herrlich-egozentrisch in den Vordergrund drängt, wie im von weiblichen Gaststimmen begleiteten "Schweigen". In "Das Urteil" gibt's gar prominenten Duett-Gesang mit Budde von Die Strafe.
Wahnsinns-Album, das mit seinen dezent-orgelnden Key-Einlagen sympathisch aus der Zeit gefallen klingt, ohne Schicki-Micki-Allüren und digitalen Bombast. Und da hier auch noch ein Ohrwurm den nächsten jagt, will ich mal dreist behaupten: besser als das Original. Word!


Band: Peppone

Titel/Release: Ohne Grund/Album (300x White Vinyl; 200x Digipak-CD; Digital)

Label: Bördebehörde Tonträger

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Punk, Indie-Punk, Emo

FFO: EA80, Boxhamsters, Kazimir

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Stream & Buy "Ohne Grund"

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Sonntag, September 16

Video Kills The Radio Star Vol. 7


Street Fighter



2017 gegründet und dann gleich mal so ein Brett wie "Hidden Knife" rausgehauen?! Ich denke, der Weg der Berliner Band Street Fighter ist vorprogrammiert. Von den knapp 1700 FB-Likes mal ganz abgesehen, die wir hier höchstens mal mit einem Gerdas-Farewell-Post abgreifen könnten. Alles aber wahrscheinlich zurecht, denn das Quartett liefert mit ihrer Debüt-EP "The Show" unpeinlichen Crossover - früher hätte mensch vielleicht auch NuMetal oder Rapcore gesagt - im internationalen Format ab.




Treptow



Entgegen dem Albummotto "Besser selbst als gar nicht", gehe ich den Weg des geringsten Widerstands und behaupte einfach mal, dass manchmal andere Worte so viel mehr sagen können als die eigenen:

"Deutschsprachiger Indie-Rock unter rauer Oberfläche, mit Sehnsucht im Kern, vorgetragen von drei schlagfertigen Kindsköpfen."


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And The Golden Choir


Als Tobias Siebert, ex-Delbo, Klez.e und Betreiber des Radiobuellebrueck Studios, 2015 mit seinem Solo-Projekt And The Golden Choir debütierte, war es vor allem die unkonventionelle Live-Performance (Siebert + Gitarre + Schallplattenspieler), die die gespannte Hörerschaft aufhorchen ließ. Trotz Anraten eines guten Freundes, mit "Breaking With Habits" genauso weiterzumachen, wie auf dem Vorgänger, geht Siebert nun einen Schritt weiter. Mit einer Armee aus verschiedensten Instrumenten und nunmehr auch digtitalen Spielereien, erlangt sein Indie-Pop eine enorme Vielschichtigkeit, ohne dabei zu überladen zu wirken.


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FESTEFESTE


In der tief-schwarzen Mitte zwischen BluNoise und Exile On Mainstream, schiebt sich allmählich das kleine Label Børwærk Records nach oben. Eine der ersten Bands des Vogtländer Labels ist das sächsische Trio FESTEFESTE, das nach zwei Alben jüngst eine 2-Track-Single nachlegte. "Faltscherfufftscher" ist ein grooviger Hardcore-Noise-Rocker, der sich reibungslos an seine Kollegen DŸSE, Tschaika 21/16, Rotor und HAIK anschmiegt.

>>>Facebook\\//Bandcamp<<<


Schelm


Nach einer gemeinsamen Split-EP mit Die Braunen Raketen im Jahr 2016 und einer anschließenden Deutschland-Tour, veröffentlicht die Baseler Band Schelm im September ihr Debüt-Album "ein bisschen mehr..." auf Vinyl im Eigenvertrieb und digital über das Label Sportklub Rotter Damm
Viel Eingewöhnungszeit verlangt die Vorab-Single "Schallalala" (lasst euch vom Titel nicht abschrecken) nicht ab, reicht ihr ungenierter Indie-Punk mit rauem Unterton doch verdammt nah an die wohl unpeinlichste Indie-Punk-Band, Muff Potter (da lehne ich mich mal weit aus dem Windows, is aber nunmal meime Meimung), heran und mogelt dem Ganzen noch eine nostalgische Hamburger Schulnote unter.



Donnerstag, August 31

Yellnikow - Beizeiten EP



Band: Yellnikow

Titel/Release: Beizeiten/EP (Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Alternative, Indie-Punk, Post-Rock, Post-Hardcore

FFO: Bängks, Fljora, Manku Kapak

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Soundcloud\\//Youtube



Kurzinfo:

Auch mit ihrem zweiten Release "Beizeiten" bleibt das nordrhein-westfälische Quintett Yellnikow weitgehend undefinierbar. Alternative, Indie, Post-Rock und -Hardcore bilden weniger den Hauptteil einer experimentellen Basis, als dass sie sich vielmehr zu einer dünnen Membran vereinen, durch die noch viele andere Einflüsse sickern. Vor allem aber die taktvollen wie holprigen, teils fragilen Piano-Keys und morbiden Cello-Klänge, heben die Band aus der Vielzahl an Genre-Vertretern hervor. Die ruhigen, eingängigen Parts im Opener "Felsenmäher" und der melancholische Closer "Djanet" wecken gar Erinnerungen an die Hamburger Schule à la Blumfeld.
Das Ganze ein Mal auf Vinyl zum Mitnehmen, bitte.

DL "Beizeiten"


Freitag, September 9

Minitimer Katzenposter - Bilder in Beton EP



Band: Minitimer Katzenposter

Titel/Release: Bilder in Beton/EP (CD, Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2012

Genre: Indie, Indie-Punk, Indie-Pop

FFO: We Were Promised Jetpacks, Mikrokosmos23, Kazimir, magret.

Links: Bandpage\\//Wordpress\\//Facebook\\//Bandcamp\\//Twitter\\//Soundcloud\\//Youtube\\//Last.fm



Kurzinfo:

1000 FB-Likes hin oder her, bei Minitimer Katzenposter spielt sich Vieles noch im Untergrund ab, was mich zugegebener Maßen doch etwas überrascht. Vor allem zu Zeiten, wo hymnischer und mitgröltauglicher Indie-Rock hierzulande scheinbar die großen Bühnen, TV-Shows und Radiosender für sich beansprucht, wäre es für das Rostocker Quintett doch ein Leichtes, sich klammheimlich unter die Masse zu mischen und ein paar Lorbeeren abzugreifen. Vielleicht spricht es aber auch für die Band, dass sie eben genau das nicht tut. Vielleicht sind ihre Texte etwas zu direkt aus dem Leben gegriffen oder einfach bloß zu nah an der Wahrheit, um damit die Massen bewegen zu können. Vielleicht liegt es aber auch an dem speziellen Bandnamen, der für die großen Booking-Agenturen und Labels nur schwer greifbar ist und während eines Saufgelages beschlossen wurde, wobei wir vielleicht auch schon auf die Antwort gestoßen sind - dem Image. Denn spätestens seit Jenny Elvers wissen wir ja, dass Alkoholiker in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben...ähm..., genau! Da können die fünf Songs ihrer zweiten in Eigenregie veröffentlichten EP "Bilder in Beton" noch so sehr versuchen, uns mit massentauglicher Ohrwurmqualität, Eingängig- und Leichtigkeit aus der Reserve zu locken. Und nur, weil ein Song wie "Stirb nicht Stadt" irgendwann einmal einen Schnupperkurs in der Hamburger Schule besucht hat, werden Minitimer Katzenposter nicht automatisch zu Absolventen. Das Schöne daran ist, dass das eigentlich auch scheißegal ist, was mensch der Band auch gut anhören kann. Minitimer Katzenposter haben mit Young Rebel Set und We Were Promised Jetpacks eh ganz andere Vorbilder und tanzen lieber zwischen den Stühlen, als drumherum. Ehrliche Texte, verpackt in poppige Melodien, ganz einfach. Und wenn dann auch noch Kurt Ebelhäuser seine magischen Alternative-Händchen im Spiel hat (Produktion + einige Gitarrenlicks), kann mensch sich ungefähr vorstellen, dass dieser Sound auch mal krachiger sein kann.
Bleibt nur zu wünschen, dass die Jungs mit dieser Band vielleicht etwas weiter herumkommen, als mit ihren gemeinschaftlichen Vorprojekten wie Subbotnik oder Sun of a Gun. Bassist Henri Seel war mit seiner tollen Stoner-Post-Rock-Nebenband Cosmonauts Train Trip übrigens auf unserem 2014er Sampler vertreten.

DL Bilder in Beton EP (3 Songs)

Complete EP-Stream

Buy Here

Dienstag, Juni 14

magret. - Spucken in den Wind EP



Band: magret.

Titel/Release: Spucken in den Wind/EP (Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Indie, Indie-Punk, Post-Punk

FFO: Muff Potter, Love A, Kazimir, Mr. Inman, Skeletor

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Soundcloud\\//Youtube



Kurzinfo:

Für asseligen Deutschpunk vielleicht zu indirekt, zu schnörkellos für den Post-Punk. Es gab eine Zeit, zu der Indie-Punk gekonnt ein Schlupfloch besetzte und von Bands wie Muff Potter & Co. Hierzulande salonfähig gemacht wurde.
Magret. liefern auf ihrer zweiten EP "Spucken in den Wind" (anscheinend gab es noch mehr Bandcamp-Veröffentlichungen, die mittlerweile aber heruntergenommen wurden??) vier eingängige Songs ab, von denen vor allem der echauffierte Opener "Gänsemarsch" und das zum Ende hin choral-explodierende "RIP" im Ohr hängen bleiben. Das Trierer Quartett will sich gar nicht allzu lange in der Post-Moderne aufhalten, schließlich war früher zwar nicht alles besser, aber zumindest anders und einiges auch unkomplizierter: "when we die bury us in the clothes of our youth". Magret. wollen uns nicht erzählen, was wir zu tun oder zu lassen haben. Vielmehr sind sie aufmerksame Beobachter mit einem Auge für die Schwarzmalerei und dem Herzen am linken Fleck. Und genau diese Bordsteinkantengeschichten sind es, die die Band nostalgisch in der Zeit zurückkatapultiert. Ein emotionaler Chor wie in "RIP" mit Verszeilen wie "weil Wahrheit eine Scheiß-Lüge ist" biedert sich der Theatralik regelrecht an. Magret. verpacken das Alles lieber in einer rotzigen Attitüde und wollen die Dinge unreflektiert für sich stehen lassen, weshalb sie auch keiner Übertreibungen oder Zielvorgaben bedürfen. Natürlich tragen sie auch etwas triste Schwermut im Herzen, was nicht ganz spurlos an einem melancholischen Song wie "2 Wale" oder dem schrammeligen Closer "Die grosze Freiheit" vorbeizieht.

DL Spucken in den Wind EP

Buy CDr via PM on Facebook or Mail to: miikarakete@googlemail.com


Samstag, Oktober 10

Yellnikow - S/T Album



Band: Yellnikow

Titel/Release: Yellnikow/Album (Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Post-Punk, Indie-Punk, Emo

FFO: magret., Skeletor, Pride And Ego Down, I Like Ambulance

Links: Facebook\\//Soundcloud



Kurzinfo:

Auf dem kleinen Bochumer Label Ruhiger Als Du Rec. ist nichts so beständig, wie das Bandhopping. Es kann also gut sein - beweisen kann ich es aber nicht -, dass sich hinter Yellnikow Mitglieder von Electro-, Hip Hop- und Indiecombos wie Sprachferne, Cooking With Liquor, Paperbite und A Palace For Pablo verstecken.
Yellnikow existieren bereits seit 2013. Aus der Intention heraus, etwas anderes ausprobieren zu wollen, war von Anfang an klar, dass es die fünf Nordrhein-Westfalen mit ihrem selbstbetitelten Debüt-Album nicht eilig haben würden. Und so zog sich die (vorerst nur) digitale Veröffentlichung von "Yellnikow" bis in die Gegenwart hinein. Am Ende stehen neun Songs (inkl. Bonussong), denen man diese lange Entstehungszeit durchaus anhören kann und nun auch den Hörern einiges an Aufmerksamkeit und Ausdauer abverlangen. "Yellnikow" ist kein Album, das man mal eben schnell nebenher laufen lässt. Das zeigen schon die Songlängen, bei denen die Band lediglich dreimal unter der 5-Minuten-Grenze bleibt. Generell lässt sich "Yellnikow" besser hören, als rezensieren. Ein Non-Schubladen-Album, das einen unterschwelligen Post-Rock-Gedanken inne trägt und eine konzeptionelle Atmosphäre streut, ohne sich daran fest zu beißen. Alles kann, nichts muss. Und dennoch haben Yellnikow ihre weit nach außen verlagerten Grenzen klar definiert, sicherlich auch, um nicht all zu sehr vom eindringlichen Sprechgesang abzulenken, der sich dank der poetischen Lyrics in bester Storytelling-Manier präsentiert. Und wenn sich dazu noch ein Piano gesellt, das im Untergrund nicht nur zuletzt durch Musiker oder Gruppen wie Hauke Henkel und BÄNGKS wieder salonfähig gemacht wurde, schwillt die Melancholie ohnehin ins Unermessliche an. Yellnikow können aber auch anders, etwa, wenn sich die klimpernden Klavierakkorde und sanften Gitarrenklänge zu massiven Wänden auftürmen, rauhe Basslinien und inbrünstiges Geschreie die Sentimentalität in pure Verzweiflung entgleiten lassen. Das ist mir in dieser Form tatsächlich noch nicht durch die Ohren gefahren. Daher: Hut ab vor diesem Debüt, dass hoffentlich noch den Weg auf ein physikalisches Release finden wird.

DL Yellnikow

Montag, Mai 4

Zucker aus Konvention - Helle statt Mitte



Band: Zucker aus Konvention

Titel/Release: Helle statt Mitte/Album (CD, Digital)

Label: DIY

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Indie, Indie-Punk, Post-Punk, Punk

FFO: Ton Steine Scherben, TempEau., Die Grätenkinder, Die Goldenen Zitronen

Links: Bandpage\\//Facebook\\//Soundcloud



Kurzinfo:

Ein Narr, wer im Albumtitel ein Gentrifizierungsproblem und hinter dem Bandnamen pseudo-intellektuelles Gewäsch vermutet, denn Zucker aus Konvention kehren dem klugscheißenden Post-Whatever den Rücken zu und schneiden dabei alberne Fratzen. Klar, um Assoziationen zu angesagten Genrevertretern wie Messer oder Vierkanttretlager kommen die fünf Berliner allein schon wegen ihres Bandnamens nicht drum herum. Schließlich muss jede Band irgendwo ihren Bezug finden, denn eine eigene Nische zu besetzen, lässt sich um einiges leichter behaupten, als es letztendlich auch in die musikalische Tat umzusetzen. ZAK schlagen dennoch einen großen Bogen um vorherrschende Konventionen, obwohl ihr selbstproduziertes Debüt-Album "Helle statt Mitte" mit den eingängigen und -prägsamen Songs "Ideologien" und "Karussell" zunächst durchaus den gemeinen Indietanzbären anfüttern könnte. Das widerspricht keineswegs dem ansonsten scheinbaren Anspruch der Band, eben genau das vermeiden zu wollen. "Helle statt Mitte" lebt von einer frivolen Spontanität, deren Ausmaß weder kalkulierbar noch zerfahren wirkt. So orgelt sich das balladeske "Verdammt" zum Ende hin in einen psychedelischen Rausch, während das folgende "Zeit steht still" mit ausgelassener Volkstümlichkeit fast schon zur Kirmes einlädt, das kurz gehaltene "Der Informant" mit der Leichtfüßigkeit des Skas und das trilinguale "C'est la Vie" mit sympathisch-französischem Chanson-Pop liebäugelt. Und wäre da nicht die markante Rio-Reiser-Gedächtnisstimme ihres Frontmannes Tobi, der der Band auch hin und wieder einige lyrische Auszüge seiner 1minutewahnsinn-Reihe zusteckt, könnte das Album auch leicht zu einem freigeistlichen Spießrutenlauf umschlagen. Doch allein diese Stimme ist es, die die dreizehn Songs auf "Helle statt Mitte" letztendlich zu einem homogenen Ganzen zusammen kittet und sie weniger zu innovativer Jugendkultur erklärt, als vielmehr zu einem anarchistischen 80er-Punk-Revival inmitten von Scherben und Zitronen.

P.S.: Als Background-Sänger und an der E-Gitarre ist übrigens der Berliner Singer/Songwriter Jan von Im Ich (u. A. bei Couchpoetos, Zizou und Die Diktatur der Herzen) zu hören, der vor geraumer Zeit schon einmal auf unserem Blog besprochen wurde (lese HIER).

Buy CD or Digitally


Freitag, Juni 27

Richtwert - Robin Hood EP



Richtwert aus Ahlen fanden bereits vor dreieinhalb Jahren zusammen und veröffentlichten, nach ihrem 2012er-Demo "Situationsautomatik" (vier Tracks auf CD), im letzten Jahr ihr offizielles Debüt "Robin Hood" (ebenfalls vier Songs, bislang nur digital). Leider ist das Quartett noch nicht über regionale Konzerte und Kleinstfestivals hinaus gekommen und gibt man Bandnamen zusammen mit Heimatstadt in die Suchmaschine seiner Wahl ein, so werden einem noch immer eher städtische Statistiken zu Grundstückspreisen, Stromverbrauch oder Sattelformen aufgezeigt, als die erhofften Bandinformationen. Dabei machen Richtwert auf ihrer "Robin Hood EP" doch so vieles richtig. Unbeschwertheit trifft auf studentische Freischnäuzigkeit, womit sich heutzutage zwar keine Jugendbewegung mehr anführen lässt, was aber immerhin nostalgisch zwischen frühe Tocotronic und Tomte gequetscht werden kann. Gleich der erste Song "Hamsterrad" ist ein eingängiger Ohrwurm zwischen forschem Indie, riffigen Alternativerock und dezenter Elektronik, der durch kühn-frechen Gesang frenetisch nach vorne gepeitscht wird. Das folgende "Halb so schlimm" lässt sich ähnlich leicht einprägen, zieht trotz Ausbruch zum Ende hin dennoch in die Melancholie hinab, während "Irgendein Zuhause" fast schon mit Trance-artigem Groove zum Indietronic rüberschielt.
Eine Menge Ideen also, die Richtwert auf ihrer EP zu beeindruckenden Songs ausformuliert haben. Oder um es in ihrer eigenen Hipstersprache zu sagen: "Musik für Alle und Keinen".

Nach dem Release ihrer "Robin Hood EP" und einigen anschließenden, sporadischen als auch spontanen Auftritten (zuletzt Ende Februar), wurde es um die Band zunehmendst ruhiger. Allerdings sollen uns bald Neuigkeiten von Rapkustik ereilen, einer Indie-Rap-Band, in der auch drei Richtwert-Mitglieder aktiv sind.

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DL Robin Hood EP

Samstag, Mai 31

Kitt Wolkenflitzer - Alltagsstürme EP + Ankündigung Album "Vom Aufstehen und Stehenbleiben"



Die Geschichte von vier Oldenburgern, die auszogen, um endlich gehört zu werden. Dass in den vier jungen Kerlen von Kitt Wolkenflitzer (nicht zu verwechseln mit Kid Wolkenkratzer!) wesentlich mehr Potential steckt, als lediglich für Aushilfsjobs bei Disco//Oslo auf die Bühne gezerrt zu werden oder mit Bands wie Fluchtweg 1. Stock und den Sci-Fi-Punks Max Headroom und Pon Farr nur regional für Aufsehen zu sorgen, bewiesen sie anfang des Jahres mit ihrer Online-Debüt-EP "Alltagsstürme". Drei Songs, die nach Angaben der Band in die Rubrik des "Möchtegernpunks" fallen und auf Schritt und Tritt ihren Vorbildern Pascow, Turbostaat und eben Disco//Oslo folgen. Wem genau das ein Dorn im Auge ist und wer im grandiosen Titeltrack, der mit lockerem Twang, ansteckender Melodie und kalkulierter Aggression gleich zum Einstieg ordentlich einheizt, und dem ähnlich hereinstürmenden "Wenn Köpfe gegen Wände rennen" lieber mit Referenzverweisen hadert, anstatt sich mitreißen zu lassen, der wird mit Kitt Wolkenflitzer ohnehin nicht viel anfangen können. Vielleicht liegt die Stärke der Band aber eben auch genau darin, nämlich treibende Melodien heraufzubeschwören, auf die andere nicht gekommen sind, um sie anschließend in benutzerfreundlichen Punk zu verpacken, der nebenher noch etwas Herzschmerz verschüttet. Das klingt relativ simpel, was es letztendlich sicherlich auch ist. Warum auch nicht?! Album kaufen, rein damit in die Anlage, laut aufdrehen und zwölfmal ab gehn. Mehr hat es für guten Punk ja eigentlich noch nie gebraucht.



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DL Alltagsstürme EP

Album-Stream Here & Here

Buy Here, Here, Here & Here



Samstag, März 22

Felias - Mein Bruder, das Meer EP



Was könnte die im Hardcore-Punk verwurzelten Mitglieder bloß dazu gebracht haben, plötzlich zum Indie-Pop überzulaufen? Wer böses denkt - und zu Beginn des ersten Songs "Beringmeer" können sich solche Gedanken schonmal schnell einschleichen - , sollte sich dennoch kein voreiliges Urteil über die jüngst in Erscheinung getretene, Leipziger/Hallenser Band Felias bilden. Dies gilt allerdings nicht nur für die Fraktion, die eingängigen, massentauglichen und klischeebehafteten Indie-Pop befürchtet, sondern vor allem auch für Diejenigen, die sich mit diesem durchaus zufrieden geben. Nach einem Durchlauf ihrer Drei-Song-Debüt-EP "Mein Bruder, das Meer" könnten sich beide Lager ausnahmsweise mal einig in den Armen liegen. Oder zumindest ohne gegenseitige Skepsis in die Augen schauen. Dabei sind Felias weder das Nonplusultra, noch der ultimative Kompromiss, als vielmehr ein schönes Beispiel dafür, dass seichter Indie-Pop nicht zwangsläufig in ein Radio kompatibles Format gepresst werden muss. Viel zu oft verlieren sich die Gitarren in plänkelnden Post-Rock und nehmen somit den sehnsüchtigen Gedanken der Texte auf, allen voran der Schlusssong "Löwenherz". Hier lässt sich vielleicht auch noch am ehersten eine Parallele zur Vorband Robert Paulsen ziehen, von der sich drei Mitglieder letztendlich bei Felias wiederfanden. Oder durch den letzten verzweifelten Ausbruch am Ende von "Beringmeer". Die romantischten Liebesgrüße verschicken Felias aber erst mit ihrem zweiten Song "Tessin", der zwar etwas morbide einsteigt, dem man aber durchaus den Ausbruch aus der regionalen Szene zutrauen könnte.

Wer jetzt schon für den nächstjährigen Valentinstag vorplant, der sollte sich lieber schnell die EP in CD-Format sichern, die zusätzlich mit einem Poster und Sticker ins Haus geliefert wird, und für nur drei Euro um einiges günstiger ist, als ein Strauß Rosen.
+++Facebook+++

Stream & Buy Digitally "Mein Bruder, das Meer"



Dienstag, August 6

Haus Friedensbruch Solisampler

Das Haus Friedensbruch ist ein besetztes Haus in Oldenburg. Zum ersten Mal wurde das Haus Friesenbruch im April 2011 besetzt und nach 2 Tagen wieder geräumt. Im Mai folgte eine zweite Besetzung. Seitdem blieben die Besetzer*innen weitgehend unbehelligt. Das größte Ärgernis (abgesehen davon, dass der Strom abgestellt wurde) war der Abriss des Daches Anfang 2013 trotz Denkmalschutzes. Dafür glänzt das Haus jetzt mit einer hübschen Plane - D.I.Y. oder Papagei!
Außerdem hat das Haus auch schon einen Eigentümerwechsel und eine Drohung durch das Bauordnungsamt wegen unzulässiger Nutzung als Vereinsheim bekommen. Einen Räumungstitel oder ähnliche Geschichten gibt es aber noch nicht. Drum wird am Theaterwall 24a erst mal weitergemacht wie bisher. Und das heißt unter anderem auch, dass dort Konzerte stattfinden.
Auf dem Solisampler, den die Besetzer*innen jetzt haben pressen lassen gibt es einen kleinen Überblick über Bands die im Haus Friedensbruch gespielt haben oder sich solidarisch zeigen möchten. Auf die Ohren gibt dir der Silberling das hier:

Exilent - The End Of Patience
M.O.R.A. - Feikki
Cholera Tarantula - Werte Und Normen
Left For Dead - What The Fuck Is Normal
Crutches - Shitstorm
Abgesagt! - Schlaflied (Ab Heute Schlaf Ich Aus)
Scattered Hopes - Reclaim The Streets
Per Definition Zur Traumfigur - Die Stadt Muss Bunt Bleiben
Mayak - Another Day Will Rise
Anteater - Solutions, Decisions
Achilles - All For Hell
PestFest - Im Kreis
Next War Ends - Resignation
Shudder And Spit - Shudder And Spit
Die Bilanz - Heut'
Kobayashi - Henna
Victims Of Classwar - System Failed
Cocktailbar Stammheim - Als Ich Versuchte Die Welt Zu Retten
Unrest - Pressure To Perform
Ruins - Papermade
Elende Bande - Der Erste Stein
Die Bandbreite reicht von hippiesker Liedermacherei à la Früchte des Zorns und anderer Gruppierungen aus der RAK (Elende Bande, Per Definition zur Traumfigur) über Indie-Punk, der in erfreulich hohem Maße an den Raketenhund, die beste Band der Welt, erinnert (Cocktailbar Stammheim), und neueren Hardcore/Emo-Schätzen (Anteater), brachialem Hardcore-Punk (M.O.R.A.) zu stabilem Deutschpunk (PestFest, Abgesagt!, Cholera Tarantula).
Die allergrößten Überraschungen hat die Compilation nicht zu bieten. Vieles ist einem nun doch schon mal begegnet. Nichtsdestotrotz weiß sie zu erfrischen mit zum Beispiel Per Definition zur Traumfigur oder Kobayashi und der Cocktailbar Stammheim.

Merkt euch die Webpräsenz, kommt zur Kneipe oder zu Konzerten!
Wenn ihr nicht nach Oldenburg kommen könnt, um das schicke Ding zu ergatttern, schaut z.B. bei Ruin Nation vorbei.

Mittwoch, Juli 10

Indiepocalypse Now


Eisenhauer

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Nein, hinter Eisenhauer verbirgt sich keine Vereinigung von Metallhandwerkern, sondern der kanadische Singer/Songwriter Jeremy Eisenhauer, der sich hier mit seiner selbig veranlagten Ehefrau Sheree Plett (Eisenhauer) zusammen tut. Und da sich beide hinsichtlich ihrer Qualitäten in nichts nach stehen, sind ihre Anteile auf "Time of Year" auch gleichmäßig verteilt. Während Jeremy mit seiner E-Gitarre für etwas Alternative-Einschlag sorgt, streut Sheree dezente Folk-Rock-Stückchen über den warmherzigen Indie. "Time of Year" liegt nun schon über fünf Jahre zurück und bis auf ihrer Facebook-Präsenz liegen sämtliche ihrer Bandseiten auf Eis. Entwarnung aber folgte Ende 2012, als es hieß, Eisenhauer haben mit "Out Under the Sky" (siehe HIER) ein Weihnachtsalbum aufgenommen, welches an nur einem Tag im heimischen Wohnzimmer eingespielt wurde. Im Dezember ging's mit diesem auf Tour.



Buy Here, Here & Here


Problems?

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Problems? wurde 2006 von Multi-Instrumentalist und Singer/Songwriter Judge Bean ins Leben gerufen. Seit 2007 bekleidet auch Ashley Mudra's sanfte Stimme die Problems?-Songs. Über Jahre hinweg probten sie als Duo, was 2010 schließlich ihre Debüt-EP "You Have to Hold On" zur Folge hatte. Der Bandname steht dabei äquivalent zu der Thematik der Songs, die sich rund um sämtliche Probleme drehen, die das Leben nun mal so mit sich bringt. Verpackt in sanften Electronicas, zart besaitet mit Orgel und Banjo. Bevor es jedoch zu sensibel wird, überrascht das Duo auch immer mal wieder mit kleinen Ausrastern. So wie in "Birds", dass sich erst zwei Minuten stoisch mit zugekniffenen Augen und auf Zehenspitzen durch die Grashalme zieht, ehe deletantische Retro-Synthies einen Möchte-Gern-Rap anfeuern. Highlight ist vielleicht das zig-fach geloopte "deathMachine", dass sich von anfänglicher Düsternis in Euphorie steigert, bis Mudra letztlich dann doch noch schreit: "Your Hands Feel so Good in My Hair". Im letzten Song "Photosynthesis" haut zusätzlich Cory McCulloch (XIU XIU, Ten in the Swear Jar) in die Basssaiten, der auch das Mastering von "You Have to Hold On" übernahm.



Slow Down Clown

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Mumbai, eine Stadt der Gegensätze, in der die stetig schrumpfende Mittelschicht schon unlängst aus dem Zentrum vertrieben wurde, um ihren Platz für die Reichen frei zu machen, die protzig ihre luxuriösen Sportwagen auf den aufgerissenen Straßen zur Schau stellen. In den Randbezirken der Stadt, teilt sich die Mittelschicht den engen Wohnraum mit den noch Ärmeren und somit auch die Abwasserprobleme und die damit verbundenen Krankheiten. Für den indischen Singer/Songwriter Vitek Goyel jedoch kein Grund, der größten parlamentarischen Demokratie der Erde den Rücken zu kehren. Der verlagerte 2001 sein in New York gegründetes Solo-Projekt Slow Down Clown nach Mumbai. Nicht, um auf Probleme aufmerksam zu machen, die sowieso jedem klar sind. Dafür hat jeder Mensch eigene Augen im Kopf, deren Lider nur aufgeschlagen werden müssen, will man sich nicht hinter der Realität verstecken. In seinen Texten geht es um Gefühle jeglicher Art, von glücklich sein (Liebe oder das, was man sich darunter vorstellen kann) bis hin zur Trauer (Verlust), Angst und das Wiederaufstehen nach dem Fall. Und natürlich allgemeine Probleme und Trends, die keineswegs nur noch auf Indien abgeleitet werden können, sondern mittlerweile überall auf der Welt zu beobachten sind. Für seine Debüt-EP "Say Nothing" tat er sich mit Gitarrist und Produzent Anurag Shanker zusammen, über dessen Label Meteorik Records "Say Nothing" 2010 schließlich erschien. Fünf Songs von freigelassener Unbekümmertheit und luftigen Melodien getragen, die sich ihren Weg durch Lo-Fi-Indie und Folk-Punk bahnen. 2012 folgte dann das erste Album "Forget the Night" (höre HIER), bei dem Meteorik-Mischling Wilson Kenneth als festes Bandmitglied am Bass vorgestellt wurde. Shanker und Kenneth spielten bereits einige Jahre zuvor gemeinsam in der Blues-Band Ceasar's Palace (Free-Downloads HIER). "Forget the Night" bewegt sich mit besserer Produktion mehr Richtung Alternative, was der Opener "Shoreline" mit seiner immer wieder einspringenden, treibenden Hook gleich zu Beginn klar stellt. Die Single "Keep You" wiederum erinnert stark an The Smiths (und nicht nur bei diesem Song), während Single #2 "Stupid Sea" akustisch vor sich hin leiert. Das Album ist digital über das indische Netlabel OK Listen! erschienen, was sich als Einstieg in die indische Indie-Szene (was für eine Wortkombination!!) geradezu anbietet (z. B. die Alternative-Rock-Band Spook ->Free-Download HIER).  



David Kyle kennt man gewöhnlich als ganz und gar nicht gewöhnlichen Singer/Songwriter David Kyle and the Invisibles, als Treasures, als Mariachi-Gitarrist bei seiner Folk-Band Y La Bamba oder als Krach-Experten für elektronische Experimentalmusik unter dem Namen The Shadow Grounds. Auch Secret Codes startete 2009 als eines von Kyle's Ein-Mann-Projekten, dessen (eigentliche) Debüt-EP "Notes on Paper" (eigentlich unter seinem Alter Ego DKATI eingespielt; höre HIER) noch wesentlich elektronischer ausfiel und über das kleine Label Gypsypop Records erschien. "The Sun is a Microscope" sollte somit Secret Codes' erstes Album werden, wo Kyle jedoch schon bald feststellen musste, dass die ersten Song-Skelette nach einer richtigen Band verlangten. Vom anfänglichem Album-Gedanken bis hin zum 3-Song-Demo, erschien "The Sun is a Microscope" 2011 schließlich als EP über Kyle's eigenem Label Suburban Campfire Media, welche letztlich sechs Songs umfasste. Es benötigt lediglich ein halbes Ohr um zu verstehen, warum Secret Codes zur Band werden mussten. Neben Kyle's Begeisterung für japanische Avantgardemusik (insbesondere für den Pianisten Ryuichi Sakamoto), wobei er sich selber u. A. mit einem Taishogoto einbringt, sorgen vor allem Jessicia Mardis und Ian Ferguson mit Trompete, Saxofon, Tambourin und Xylofon für eine gehörige Portion Jazz. Allerdings wirken die Songs nie zu überladen oder improvisiert, werden stattdessen über bedächtige Keys und Synthies in träumerische Indie-Pop-Welten geleitet. "Seconds Moving Faster" bekommt durch Mardis Flöte gar einen keltischen Anstrich verpasst.
Mit den Verlust von Drummer Jason Drost und Ian Ferguson kurz nach Fertigstellung ihrer EP und der gleichzeitigen Stellenausschreibung für Ersatz, wurde es um die Band ruhig. Schade, denn mit "The Sun is a Microscope" ist den Secret Codes nicht nur ein kreatives, sondern vor allem beeindruckendes Bandwerk gelungen.           

DL The Sun is a Microscope EP


Another Dead Clown

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Die Entstehungsgeschichte von Another Dead Clown aus Cambridge, MA unterscheidet sich im Grunde nicht all zu sehr von denen vieler anderer Bands. Vier Schulfreunde mit zu viel Freizeit und zu viel Alkohol im Blut, schlagen sich die Nächte mit Star Wars auf der Konsole und Curtis Mayfield um die Ohren. Und da jeder der vier zufällig ein oder mehrere Instrumente beherrscht oder von der Natur mit einer engelsgleichen Stimme gesegnet wurde, fehlte eigentlich nur noch ein Bandname. Der war nach Angaben der Band eine "dumme Idee". Dennoch veröffentlichten sie unter diesem Namen 2012 ihre erste EP "Everyone Went Home Alone.", die sich in erster Linie so gar nicht nach durchzechten Partynächten und erst recht nicht nach diesem Bandnamen anhört. ":27 Kiss" beginnt mit keckem Gesang, kommt über ein paar Handclaps und lang gezogenen "Aahs" und "Oohs" etwas in Fahrt, sodass man jeden Moment die herein springende Gitarre und die aufwirbelnden Drums erwartet. Darauf wartet man jedoch vergebens, da Another Dead Clown nunmal keine Fun-Punk, sondern eine Indie-Rock-Band sind, die größtenteils mit Akustik-Riffs auskommt. Da wiederum darf dann auch gerne mal etwas variiert werden, wie im Opener "Fuzzy, Analog", dass melancholisch von einer Ukulele getragen wird und von einem Akkordeon in selbiger Art unterstützt wird. Im darauffolgendem "A Penny Proposition" wird durch eine Percussion-Flut fast schon ins Indie-Poppige gezogen, wären da zum Ende nicht einige atonale Zupfer und Meagan Brus' arienhaftes Aufgestöhne. Ein Banjo und eine Mundharmonika verhelfen "Guns & Currency" dann zur namensgebenden Westernballade. Juni 2013 folgte ihr Debüt-Album "This May Not Work" (Stream HIER), welches erneut mit einer Vielzahl von Gastmusikern auftrumpft, u. A. Produzent Chris Abell, der nicht nur mit seinem Bass einigen Songs mächtig Feuer unter'm Hintern macht, und erneut Kevin Carranza am Banjo. Neben dem digitalen Album-Download wurde auch eine limitierte CD-Auflage gepresst, die allerdings nur zu Veranstaltungen (manchmal sogar kostenlos) an den Mann gebracht wird.      



Count Count


Zum Abschluss noch etwas aus unserem Lande, worüber es jedoch noch gar nicht so viel zu berichten, da nicht's zu erfahren gibt. Zwei Songs bietet die Berliner Indie-Pop-Band Count Count auf ihrer Bandcamp-Seite kostenlos an. Die werden jeweils von einer frischen Melodie und einer lieblichen Frauenstimme voran getragen, wobei im letzten Song "Julian (Drama King)" noch zusätzlich ein Piano und ein Glockenspiel dazwischen hüpft. Bleibt also vorerst nicht mehr als ein erster, positiver Eindruck von Felix-Florian Tödtloff's (Betreiber des Aufnahmestudios Aetherweight und u. A. bei der Post-Hardcore-Band Petethepitatesquid und den Black-Metallern Sun Worship aktiv) Nebenband und ihrem letztjährig erschienenem Demo-Debüt, zurück.

Donnerstag, März 14

Käfer K - Da war doch noch was...


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Ja genau, und zwar ihr Debüt-Album "Von scheiternden Mühen", welches zu aller Freude - wahrscheinlich bereits allen bekannt, aber der Vollständigkeit halber hier noch mal erwähnt - als kostenloser Download auf Käfer K's Bandpage bereit steht. Um das schlechte Gewissen zu entlasten kann natürlich auch jeder eine Spende hinterlassen. Dass diese nicht ins eigene Portemonnaie, sondern sinnvoll in neue Musik fließen, stellten die vier Münsteraner zuletzt mit ihrem zweiten Longplayer "Zu verwerfende Pläne" (Review vom Rocki siehe HIER) eindrucksvoll unter Beweis. Insofern spart mir das einige Zeilen, da Käfer K zwar von Beginn an auf gewöhnliche Pfade wie Indie, Punk und Emo wandelten, diese jedoch auf unkonventionelle Weise im Einklang brachten. Somit lautete auch auf ihrem Debüt die Devise - Mitfiebern und -fühlen, statt Tanzen und Springen, was sich in erster Linie durch den Verzicht auf Refrains und allgemeinen Songstrukturen äußerte und mit melancholischem Gitarrenspiel und Tempowechseln, das Hörbare ins Innere der Körperhülle leitete.  

DL Von scheiternden Mühen LP

Donnerstag, Februar 21

The Fight & Paperbird

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Im Juni 2010 setzten sich die vier Musiker Bradey Feil, Todd Andrews, Devin Fortier und Erik Grice in ihren 86' Dodge und fuhren zu einer Waldhütte am See, irgendwo in Kanada. Damals noch mit dabei war 40 Thieves-Gitarrist Caleb Neumeier. Dort entstanden die ersten Songs ihrer kurz zuvor gegründeten Band The Fight, die erst im Nachhinein mit Gesang versehen und später zum Teil auf der Debüt-EP "Birds" platziert wurden. Vom Nature- bzw. Homerecording ist allerdings nicht viel zu hören, da die gesamte Mannschaft ihre Instrumente fehlerfrei spielt und die Sänger mit naturgegebenen Talenten gesegnet sind, allen voran Bradley Daeland Feil, der allein mit seiner eindringlichen Stimme für den hohen Soul-Anteil in der Musik von The Fight sorgt. An anderer Stelle widerum könnte man denken, dass er seine Stimme Tom Waits auf dem Schwarzmarkt abgekauft hat. Im ähnlichen Verfahren wie die "Birds EP" entstand 2011 der erste Longplayer der Band "New Young Electric", ein beeindruckender Blues-Rocker, der von Robbie Josh Gwilliam (Michael Bernard Fitzgerald, George Canyon, uvm.) aufgenommen wurde. In Form einer 180gram-Black-Vinyl und CD gepresst, oder eben als Spenden-Download. Lohnen tut es sich in jedem Fall, da die Musik von The Fight selbst dunkelste Wolkendecken zu durchbrechen vermag und einfach nur Spaß macht. Veröffentlicht werden ihre Releases seit jeh her über das bandeigene Label Paperbird (siehe unten).






Buy Here & Here


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Seit 2007 veröffentlicht das kleine Independent-Label Paperbird, mit Sitz im nordkanadischen Edmonton, digitale und physikalische Alben verschiedenster Musiker und Gruppen. Auf eine bestimmte Stilrichtung zielt es dabei nicht ab. Von Soul, über Hip Hop, bis Indie und Folk-Punk ist eine Vielzahl unterschiedlicher Genres auf dem Label vertreten.

Ben Stevenson & The Wondertones:

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Wunderschöner Soul - mal verträumt, mal emotional explodierend -, der den Hörer unweigerlich an die Zeitmaschine fesselt und mit ihm Musikgeschichte der letzten 70 Jahre aufarbeitet. Wow!! 










Doobyis:

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Hinter Doobyis verbirgt sich der kanadische Rapper Brent Manning, der bereits seit mehr als zehn Jahren diversen Hip-Hop-Kollaborationen seine Stimme leiht. Seit seinem ersten regulärem Album ("D Day") im Jahr 2008 arbeitet er regelmaßig an eigenen Sachen, was bislang die drei Volumen der "Feeling Pretty Good" - Serie zur Folge hat. Um seinen Macho-Rap angemessen zu verpacken, sicherte er sich dafür die Dienste des DJ's MrB, der die passenden Beats beisteuert.


 40 Thieves:

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Wilder, kratziger Mix aus Indie, Orgel-Punk und Rock'n'Roll um Gitarrist Caleb Neumeier, der auch schon bei The Fight aushalf. Gegründet im Jahr 2006 und mittlerweile bereits wieder aufgelöst. Schade!








Lou Wreath:

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Lou Wreath nennt sich das Solo-Projekt von Kris K. Glabush, Frontmann der kanadischen Indierocker Pale Moon Lights, die ja dafür bekannt waren, ihre recht schwungvollen Melodien mit düsteren Texten rund um Schmerz, Verlust, Frust und Tod vollzustopfen. Mit Lou Wreath lebt er diese Thematik nun in Form von melancholischen Singer/Songwriter-Folk aus.






Lions For Sheep:

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Zeitlos schöner Indierock mit Rock'n'Roll-und Orgel-Einlagen. Aktiv in der Zeit von 2007 - 2010, u. A. mit den The-Fight-Mitgliedern Devin Fortier (Vocals, Gitarre), Erik Grice (Vocals, Gitarre) und Todd Andrews (Bass). 







The Rocky Fortune:

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Fast schon cineastischer, etwas Whiskey getränkter Rock, der mittels Banjo, Violine und Tamburin nicht selten Zuflucht im Folkrock sucht. Für den Bandnamen zeichnet sich Drummer Craig Florence verantwortlich, der eines Tages von einem Engel träumte, der sich zu ihm hinab auf die Erde begab, mit einer aus der Schulter herauswachsenden Boombox und ein Lied über einen Detektiv namens Rocky Fortunato vor sich hin trillerte. Alles klar!





Sailor's Blood:

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Holzig klingen sie nicht, aber wild, mit reichlich Bier und Wein in den Adern. Das mittlerweile aufgelöste Quartett Sailor's Blood aus Victoria, BC greift nach dem Piratenthema und verpackt es in folkigen Rotz-Punk.









The Wicks:

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Nach der Auflösung ihrer Mariachi-Country-Folk-Punk-Band Cheers in the Belfry im Jahr 2008, versammelten sich die Brüder Matt und Dustin McLean (beide Gitarre und Vox) und Keyboarder Jeff Gulka eine neue Musikantenschar um sich herum, mit der es nunmehr Richtung melodiösen Fidel-Folk-Rock gehen sollte. "Whiskey is my Favourite Thing" heißt es in "Whiskey". Nun, dieses Gefühl hat man nicht nur bei diesem Song.


Jahres-Sampler