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Sonntag, Oktober 7

Fashion Week - So Last Season



Kurzinfo:

Nach ihrem Demo "Applicator" und dem Debüt-Album "Prêt-Á-Porter", ist die amerikanische Underground-All-Star-Band Fashion Week nun also mit ihrem finalem Release "So Last Season" zum dritten Mal auf unseren Blog-Seiten vertreten. Zurecht, denn die Compilation, die neben der remasterten "Coextinction #11"-EP und die als Download beigefügte "Applicator"-Demo auch die Helmet- und Unsane-Coversongs "I Know" und "Only Pain" sowie zwei Live-Tracks und eine B-Side enthält, zeigt nochmal schonungslos die ganze Bandbreite der Band aus New York auf. Knirschender Grunge, kratziger Noise-Rock, zerrender Hardcore - und mittendrin immer wieder ein paar krachige Ohrwürmer wie "God Save McQueen" und "So Last Season".
"So Last Season" ist das Monument einer Band, die während ihrer relativ kurzen Schaffensphase viele Eindrücke sammelte und zu einem brachialen wie eigenständigen Soundtrack formte. Gastspieler wie Tom Tierney (Tidal Arms), Kurtis Lee Applegate (Family), David Castillo (Primitive Weapons) und Vinnie Signorelli (Unsane), ergänzen standesgemäß das vielseitige Haupt-Quintett um Mitglieder von Bands wie Godmaker, Queen Elephantine, The Cutest Babyhead Ever, Aberdeen Lizards, Ghost Robot Ninja Bear, Inswarm, Nakatomi Plaza, Jarboe, Victory At Sea und Lidia Stone.
Kaufen, ehe ihre Platten in 20 Jahren als gesuchte Sammlerstücke zum Fünffachen feilgeboten werden.


Band: Fashion Week

Titel/Release: So Last Season/Compilation (300x Seafoam Green Vinyl, Digital)

Label: Solar Flare Records

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Grunge, Hardcore, Noise

FFO: 

Links: Facebook\\//Bandpage\\//Last.fm\\//Bandcamp




Stream & Buy "So Last Season" Here & Here

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Mittwoch, Februar 25

Platte des Monats 02/2015: Fashion Week - Prêt-à-Porter LP



Band: Fashion Week

Titel/Release: Prêt-à-Porter/LP (300x Black Vinyl, CD, Digital)

Label: Solar Flare Records

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Noise Rock, Metal, Grunge, Hardcore

FFO: Von Nirvana, über Tool und Coalesce, bis hin zu Meshuggah, ist für Jeden etwas dabei. Außer für Weicheier!!!

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Last.fm



Kurzinfo:

Bereits mit ihrer Debüt-Demo "Applicator" (kostenlos über Bandcamp) konnte mich das amerikanische Trio Fashion Week für sich gewinnen. Was die Jungs nun aber auf ihrem ersten Longplayer "Prêt-à-Porter" abziehen, hat all meine Erwartungen und Vorstellungen nochmals übertroffen. Fashion Week entfachen auf ihrem Album ein Zusammen- und Gegenspiel, vor allem aber einen Kampf der Musikgenres, gleichermaßen genial und schlicht. Welches letztendlich die Oberhand behält, kann man gar nicht so genau sagen. Mal klingen sie progressiv-manisch nach Tool, an anderer Stelle nach dem verruchten Grunge einstiger Nirvana oder eben kompromisslos brachial wie Meshuggah. Namedropping der Extraklasse, wenn man so will. Was will man aber auch anderes erwarten, wenn die Beteiligten von und mit Bands wie Inswarm, Lidia Stone, Victory at Sea, Jarboe, Nakatomi Plaza, Ludlow Lions und Ghost Robot Ninja Bear gar nicht hätten unterschiedlicher sozialisiert werden können? Eben! Da muss dann halt so ein vollkommen unberechenbarer Hardcore-Hybrid bei herausspringen, der konsequenterweise nur den Namen Fashion Week tragen kann. Ein fettes Brett und unsere Platte des Monats.

Stream & Buy "Prêt-à-Porter"

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Dienstag, August 28

Der Bandcamp-Hardcore Vol. 2





Fashion Week:

Will ich mal gleich mit meinem Lieblingsstück dieses Beitrages hier anfangen. Wem Josh Lozano, Carl Eklof und Brett Zweiman nicht durch deren Nebenbands ein Begriff ist, der sollte als Hardcorehörer schon mal 'ne verdammt gute Erklärung parat haben, wie er auf die Band Fashion Week, mit dem wohl Hardcore-untypischten Namen ever, stoßen konnte. Ich für meinen Teil sage nichts, solange ich nicht mit meinem Anwalt darüber gesprochen habe. Aber egal. Fashion Week sind also die drei Jungs aus den Vereinigten Staaten, vermutlich sogar aus New York City. Fakten lassen sich über sie jedoch nur spärlich zusammentragen, denn was wahr oder falsch ist, bleibt nur zu vermuten. Auf Facebook kann man sich jedenfalls durch eine unterhaltsame Biografiegeschichte der Band durcharbeiten und einmal kräftig mit den Augen zwinkern. Shouter Josh Lozano kennt man als überforderten Gitarristen der esoterischen Sängerin Jarboe, Carl Eklof tobt sich nebenher bei den Postpunkern Lidia Stone und den Indierockern Victory At Sea aus, Brett Zweiman übt sich in Improvisation bei der Freejazz-Band Clutter und der ambienten und experimentellen Progressiv-Metal-Band Cutest Babyhead Ever. Die Industrial-Metal-Band Inswarm fügte die drei Freigeister erstmalig in einen kleinen Proberaum zusammen. Ihr zweites gemeinsames Projekt sollte nun also etwas zügiger, härter und kompromissloser auf den Punkt kommen. Eine 4-Track-Demo ist erstes Erzeugnis der Band, und bei all der Erfahrung der Bandmitglieder ist es schön, dass es auch nach Demo klingen darf. Gitarre und Bass stürmen im Gleichschritt Richtung Verzerrer und werden unterwegs noch mal ordentlich vom Schlagzeug vermöbelt. Dazu das rauschende Gebrüll von Lozano, der sich zwischendurch auch mal gern als beinharter Rock'n'Roller outet. Feine Sache!



What We're Afraid Of:

"We are a Christian band. We do this to spread love and the word of Christ." Oh Fuck!! Na immerhin haben diese fünf Jungs genug Eier in der Hose, dass gleich von Beginn an klar zu stellen. Ist ja auch keine Schande, eher eine schon fast eigenständige Sparte, denken wir an Bands wie Black Flag, Underoath und The Chariot. Besonders mit letzter Band ist der progressiv chaotische Hardcore von What We're Afraid Of vergleichbar. Ob das nun wirklich Liebe und Gottes Worte sind, die uns die Amis hier vor den Latz knallen, kann so, ohne Lyricsheet, vorerst eh bloß Schulter zuckend hingenommen werden. Wichtiger ist, dass die Musik auf technisch höchstem Niveau spielt und vor allem Mathematikasse epileptisches Augenzucken bescheren dürfte. Hoffen wir also, dass die Himmelspforte für die Jungs vorerst verschlossen bleibt, sodass noch einige Releses folgen können.



Reveal Renew:


Eine gehörige Schippe Punk-Core knallen uns Reveal Renew mit Ach und Krach um die Ohren. Weniger rifflastig als Boysetsfire, dafür angriffslustiger. "Less Talk, More Rock" sollte man daher als prolliges Statement in breiter Schrittstellung stehenlassen, denn zu sagen, haben die fünf US-Boys zu Genüge. Hier würd mit Alles und Jedem abgerechnet, in den Händen zu einer Kugel zusammengepresst, in den Mund gesteckt und mit reichlich Galle wieder ausgekotzt. Argh!!



Fero Lux:

Was haben At The Drive-In, The Dillinger Escape Plan, Pg. 99 und Glassjaw gemeinsam? Diese Frage stellten sich Fero Lux aus dem US-Bundesstaat Florida ebenso. Ihre Antwort gaben sie 2011 mit ihrer Debüt-EP "Vaos". Getarnt unter dem Deckmantel des Post-Hard- bzw. Mathcores, entfachen die vier Jungs ein gigantisches Kreischinferno, was o. g. Einflüsse gekonnt ineinander verschmelzen lässt. Um diese nun überhaupt wahrnehmen zu können, muss sich der Hörer erst einmal durch Falsettgekreische, fiesen Growls und wüstem Gekeife graben, ehe sich unerwartet auch mal eine heroische Melodie offenbart, der Rock'n'Roll das Hardcoreriff verdrängt und zwischendurch auch mal ein bedächtiger Jazzpart Platz einnimmt. Dieses sind wohlgemerkt die Ausnahmen, lässt die Musik von Fero Lux jedoch ein Stück weit unberechenbarer und interessanter rüber kommen.

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DL Vaos via Bandcamp


Frameworks:

Die Vierercombo Frameworks, ebenfalls aus Florida, legen dasgegen etwas mehr Wert auf Melodie verliebte Gitarren. In Gainesville, Heimatstadt von Against Me! und Hot Water Music, darf man eben nicht aus der Rolle fallen. Das verleiht dem treibenden Post-Hardcore eine eher punkige Note, weiß mit dem durchweg hysterischem Geschreie vor allem Fans von Touché Amore und Xerxes zu begeistern.



Citycop.:


Zum Abschluss einen eher zweifelhaften Vertreter der Hardcoresparte, denn Zugehörigkeitsgefühl scheint für die US-Band Citycop. ein Fremdwort zu sein. Verwurzelt im Emo und Indie, greift die Band auf Geschrei als Mittel zum Ausdruck zurück. Aber das eben auch bloß gelegentlich. Der Rest ist halt emotional getragener Indierock, mit etwas Post-Punk- und Mathrock-Anleihen. Also nichts für den sehnlichst erwarteten Weltuntergang oder der blanken Zerstörungswut. Seht es als den ruhig ausklingenden Abschluss dieses Beitrages an.

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