
Nintendo-Core, Chiptune, 8-Bit - alles längst keine unbekannten Genres mehr. Seinen Ursprung in den USA und Japan liegend, feierte der Consolensound hierzulande vor allem in den letzten Jahren Hochkonjunktur. Dieser Beitrag soll sich auf ein bestimmtes Evolutionsprodukt dieser Sparte beziehen, nämlich diejenigen, die mittels Hardcore, Metal und Grind versuchen, das Consolengenre bis zur Kotzgrenze auszureizen. Neben einen unempfindlichen Magen, empfiehlt sich hier auch etwas Hornhaut auf den Ohren, denn diese Musik ist definitiv mehr, als lediglich Geschmackssache.
Gtuk & Fyoelk:
Deutschlands bekanntester Unbekannter in Sachen 8-bit-Grindcore, dürfte wohl Bastian Hagedorn alias Gtuk, sein. Neben drei Alben, einigen Splits und unzähligen Aushilfestationen (zOSCH!, Shokei, Deleometer, usw.) stellt uns der Electrotüftler unvermittelt seine Split mit Fyoelk kostenlos zur Verfügung. Wahrscheinlich auch, weil das Tape - wie so ziemlich jedes seiner Releases - längst vergriffen ist. Fyoelk dürfte vielleicht noch einigen ein Begriff aus meinem vorherigen Post zu Erode Releases sein (über Erode gibt's ja das "Trampolin-Tape" u. die Split mit Les Trucs, die unten der Vollständigkeit halber noch einmal verlinkt sind). Und wenn elektronische Klangexperimente mit einem 8-bit verliebten Schreihals fusionieren, dann kommt im Grunde genau das heraus, was man sich darunter vorstellt. Das kann im schlimmsten Fall zu einer wahnwitzigen Stolperkür ausarten, im besten Fall jedoch zum tanzbaren Trance umschlagen. Gtuk-Kenner rechnen aber wohl eher mit dem Schlimmsten.
Hanni Kohl:
Hanni Kohl aus dem Ruhrgebiet teilen im Grunde Gtuk's Leidenschaft für die 8-bit-Mucke. Allerdings können die sich mindestens genauso für Death-Metal begeistern. Mit real eingespielten Drums, die immer wieder von einem Drumcomputer in die Schranken gewiesen werden, brachialen Growls und cleanen Gesangseinlagen, sowie das Aufpeppen durch eingefügte Filmsamples, entstehen hier tatsächlich richtige Songs. Natürlich ist das alles immer noch zerfahren und weit weg von den üblichen Death-Metal-Hörgewohnheiten. Die Jungs hinterlassen uns drei EP's zum kostenlosen Download, das angekündigte Album "Pornocop" erschien vor Bandauflösung leider nicht mehr.


Shake the Pagoda Tree:
Stattdessen sammelten Hanni Kohl neue Kraft und Ideen und formierten sich zu einer neuen Band - Shake The Pagoda Tree. Die Band als solche sollte nunmehr im Vordergrund stehen, Vergleiche zum Alter Ego lassen sich nur noch erahnen. Die Death-Metal-Growls sind geblieben, den cleanen Parts wurde mehr Platz eingeräumt und der 8-bit wurde weitgehendst durch Electro ersetzt. Summa Summarum dürfte das Cybergrind mit Metalcoreanleihen ergeben und sich somit wieder ein Stück weit dem geneigten Hörer annähern.
Shemales from Outta Space of Death:

Etwas eklig wird es erst mit Shemales From Outta Space of Death. Neben dem Bandnamen, dürften auch Titel wie "Aids Ventura" und "Das Uterussische Überwachungsprinzip" erahnen lassen, dass die Lyrics des Duos keinesfalls auf das Prädikat >Pädagogisch wertvoll< abzielen. Ist aber
sicherlich auf kein Muss im Porngrind. Vielmehr schießen die Jungs unentwegt Spitzen los,
provozieren - und haben eine Menge Spaß dabei. Und das hört man auch, entgegen der Tatsache,
dass hier alles nur programmiert wurde. SFOSOD könnten ebenso gut eine komplette Band sein.
Extremmusik, die handwerkliches Geschick und Kreativität voraussetzt - und auch bietet.
Moshing Samurai:

Zum Schluss ein Vertreter, der es da einem doch noch einfach macht. Moshing Samurai, ein
schottisches Trio, verbindet 8-bit mit Metalcore und kann daher getrost und ohne
Abschweifen in den Nintendocore - Sack gestopft werden. Die Band ist nunmal in erster Linie
eine Metalcore-Band und lässt ihre Songs demnach auch nach Metalcore klingen. Die 8-bits
werden lediglich als Melodie unterstützendes Element eingebaut, beherrschen aber keinesfalls
die Musik. Das macht Moshing Samurai somit dem Metalcore-Hörer nicht unzugänglicher, als
eine schlechte Metalcore-Band ohnehin. Naja..Metalcore halt.
Gtuk & Fyoelk:
Deutschlands bekanntester Unbekannter in Sachen 8-bit-Grindcore, dürfte wohl Bastian Hagedorn alias Gtuk, sein. Neben drei Alben, einigen Splits und unzähligen Aushilfestationen (zOSCH!, Shokei, Deleometer, usw.) stellt uns der Electrotüftler unvermittelt seine Split mit Fyoelk kostenlos zur Verfügung. Wahrscheinlich auch, weil das Tape - wie so ziemlich jedes seiner Releases - längst vergriffen ist. Fyoelk dürfte vielleicht noch einigen ein Begriff aus meinem vorherigen Post zu Erode Releases sein (über Erode gibt's ja das "Trampolin-Tape" u. die Split mit Les Trucs, die unten der Vollständigkeit halber noch einmal verlinkt sind). Und wenn elektronische Klangexperimente mit einem 8-bit verliebten Schreihals fusionieren, dann kommt im Grunde genau das heraus, was man sich darunter vorstellt. Das kann im schlimmsten Fall zu einer wahnwitzigen Stolperkür ausarten, im besten Fall jedoch zum tanzbaren Trance umschlagen. Gtuk-Kenner rechnen aber wohl eher mit dem Schlimmsten.Hanni Kohl:
Hanni Kohl aus dem Ruhrgebiet teilen im Grunde Gtuk's Leidenschaft für die 8-bit-Mucke. Allerdings können die sich mindestens genauso für Death-Metal begeistern. Mit real eingespielten Drums, die immer wieder von einem Drumcomputer in die Schranken gewiesen werden, brachialen Growls und cleanen Gesangseinlagen, sowie das Aufpeppen durch eingefügte Filmsamples, entstehen hier tatsächlich richtige Songs. Natürlich ist das alles immer noch zerfahren und weit weg von den üblichen Death-Metal-Hörgewohnheiten. Die Jungs hinterlassen uns drei EP's zum kostenlosen Download, das angekündigte Album "Pornocop" erschien vor Bandauflösung leider nicht mehr.


Shake the Pagoda Tree:
Stattdessen sammelten Hanni Kohl neue Kraft und Ideen und formierten sich zu einer neuen Band - Shake The Pagoda Tree. Die Band als solche sollte nunmehr im Vordergrund stehen, Vergleiche zum Alter Ego lassen sich nur noch erahnen. Die Death-Metal-Growls sind geblieben, den cleanen Parts wurde mehr Platz eingeräumt und der 8-bit wurde weitgehendst durch Electro ersetzt. Summa Summarum dürfte das Cybergrind mit Metalcoreanleihen ergeben und sich somit wieder ein Stück weit dem geneigten Hörer annähern.
Shemales from Outta Space of Death:
"Uns verbindet eine Freundschaft, die dicker ist als Beth Dito von „The Gossip“, geprägt von purem Hedonismus und dem Drang der Verantwortung, seinem eigenen Leben zu entkommen."

Etwas eklig wird es erst mit Shemales From Outta Space of Death. Neben dem Bandnamen, dürften auch Titel wie "Aids Ventura" und "Das Uterussische Überwachungsprinzip" erahnen lassen, dass die Lyrics des Duos keinesfalls auf das Prädikat >Pädagogisch wertvoll< abzielen. Ist aber
sicherlich auf kein Muss im Porngrind. Vielmehr schießen die Jungs unentwegt Spitzen los,
provozieren - und haben eine Menge Spaß dabei. Und das hört man auch, entgegen der Tatsache,
dass hier alles nur programmiert wurde. SFOSOD könnten ebenso gut eine komplette Band sein.
Extremmusik, die handwerkliches Geschick und Kreativität voraussetzt - und auch bietet.Moshing Samurai:

Zum Schluss ein Vertreter, der es da einem doch noch einfach macht. Moshing Samurai, ein
schottisches Trio, verbindet 8-bit mit Metalcore und kann daher getrost und ohne
Abschweifen in den Nintendocore - Sack gestopft werden. Die Band ist nunmal in erster Linie
eine Metalcore-Band und lässt ihre Songs demnach auch nach Metalcore klingen. Die 8-bits
werden lediglich als Melodie unterstützendes Element eingebaut, beherrschen aber keinesfalls
die Musik. Das macht Moshing Samurai somit dem Metalcore-Hörer nicht unzugänglicher, als
eine schlechte Metalcore-Band ohnehin. Naja..Metalcore halt. Bandpage
Myspace
DL Atlantis Tapeworm Incident EP
DL The Future of Law Enforcement








