Posts mit dem Label #Hip-Hop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label #Hip-Hop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, März 12

Gesplittet, Teil 16


Karina Kvist & Farbenflucht - Prototyp/Distanz Split-EP


Ein herrliches DIY-Split-Release veröffentlichten Anfang des letzten Jahres die seit jeher und immer wieder zusammen auftretenden Bands Karina Kvist und Farbenflucht.
Karina Kvist waren bei uns bereits mit ihrem zweiten Release "EP '16" vorstellig und blieben, zumindest mir, vor allem wegen ihres männlich-weiblichen Duett-Geschreies im Kopf hängen. Das wäre an und für sich nichts Besonderes, bietet im überfluteten Screamo-Sektor aber eine willkommene Abwechslung und steht vor allem als Wiedererkennungsmerkmal der Band. Trotz der auch hier eher traditionellen, rohen Unterproduktion der Songs, gehen die vier Bamberger_innen mit einer stoischen Versiertheit zu Werke, die sich wie im Kammerspiel-artigen "Nullnummer" intensiv unter die Haut brennt und für eine verstörende Atmosphäre sorgt. Der schwelgende und durch Delay-Gitarren erzeugte Post-Rock-Gedanke im zweiten Song "John", tut sein übriges.
Die Band Farbenflucht debütiert auf der B-Seite mit ihren ersten drei Songs. Bereits mit dem Opener "Leicht&Schwer" stellen die vier Hallenser ihr breitgefächertes Reportoire eindrucksvoll unter Beweis, indem sie dem Purismus die eiskalte Schulter zeigen. Post-Hardcore und Blackened Screamo, der sich bis an die Grenze zum Black Metal herantastet und in den folgenden Songs um einen subtilen wie melancholischen Post-Rock- und Emotive Hardcore-Gedanken erweitert wird.
Derzeit arbeitet das Sachsen-Anhaltinische Quartett mit Magnus Wichmann in den Lala Studios an neuen Songs. Ich bin gespannt, was da noch kommt.

Die Split-EP entstand als komplettes DIY-Release und kann als schick aufgemachte 12"-Vinyl über der jeweiligen Band bestellt werden. 


Karina Kvist: Facebook\\//Bandcamp

Farbenflucht: Facebook\\//Youtube

DL "Prototyp/Distanz" A-Seite & B-Seite




Havarii. & Naechte - Tremor Split-EP


Äußerst emotional-düster geht es auch auf dem Split-Release "Tremor" zu, auch wenn sich das musikalisch gefühlt ein bis zwei Ebenen höher abspielt, als obige Veröffentlichung.
Trotz einer namenhaften Besetzung, allen voran ex-Marathonmann-Gitarrist Tom Fischer und ex-Nerds On Prom Night-Sänger/Gitarrist Daniel Belz, bewegen sich Naechte noch weitestgehend unter dem Radar der hiesigen Post-Hardcore-Szene, womit sie sich allerdings ein scheinbar generelles Problem Hierzulande mit vielen tollen Genre-Vertretern teilen. Mit ihrer Debüt-EP "Irrlichter" trafen die vier Münchner vor drei Jahren eigentlich genau den Nerv der Zeit, kombinierten Post- und Melodic Hardcore mit sozialkritischen Texten und wurden gleichermaßen mit hoffnungsvollen Kombos wie Loose Suspense, Chiefland, Nosiyah oder ihren ständigen Bühnenpartnern Kalá an die Oberfläche gespült. Naechte sind weniger glattgebügelt und aufpoliert als ihr großer Bruder und finden ein ausgeglichenes Maß an Hymnenhaftigkeit und überschaubarer Sperrigkeit. Entgegen dem Debüt, sind die beiden Songs auf "Tremor" recht atmosphärisch, hinsichtlich der beklemmenden Texte vielleicht sogar brachial-düster ausgefallen. Ein Konzept, das sich auch über die beiden Havarii.-Songs erstreckt und somit das abgründige Thema der Split-EP deklariert.
"Vermessen", der Opener, trudelt mit einer melancholischen Gitarrenmelodie ein, die sich alsbald in verzweifelte Zerrissenheit entladen soll und mit sich auftürmenden Gitarrenwänden immer weiter ins ungewisse Schwarz, der Realität, hinab gleitet. Das zweite Stück "Zwischen Welten" greift den misanthropischen Ansatz seines Vorgängers direkt auf, wirft mehr existenzielle Fragen auf, als Antworten zu liefern und schafft es mit viel post-rockiger Theatralik und dem leidenschaftlich-explodierenden Gesang von Mareike, die allgegenwärtige Ausweglosigkeit fast schon zu verdrängen.

Wie bereits die Debüt-EP's beider Bands, erschien auch die gemeinsame Split-EP in Eigenregie und kann als CD über den jeweiligen Bigcartel-Shop bestellt werden.


Havarii.: Facebook\\//Youtube\\//Bandcamp

Naechte: Facebook\\//Instagram\\//Youtube

STREAM Havarii. & Naechte

BUY Here & Here



Unicorn Hole & Weekly Words And Grammar - 👌 (or New Super Weekly Words and Unicorn Hole Brawl DX & Knuckles)


Retro-Konsolensound-Jüngern dürften beide Bands durchaus schon mal unter die Ohren gekommen sein. Vor allem Diejenigen, die sich während ihrer Suche nach neuer Inspiration über dem Genre-Blog Nintendocorelives auf dem Laufenden halten, könnten über den Titel "NCU" gestolpert sein. Die Idee dahinter: die Schaffung einer epischen wie komplexen Fantasy-Welt, die sich mit jedem weiteren Chapter einer anderen individuellen Figur widmet und deren Handlungsstränge sich früher oder später kreuzen werden. Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt von John Nelson aka Unicorn Hole, der sich für Chapter I und IV selbst verantwortlich zeichnete und auch beim Chapter III (von der "Nintendocore-Supergroup" Nuerra zusamengetüftelt) persönlich Hand anlegte. Chapter II steuerte der Amerikaner Mike aka Weekly Words And Grammar bei, womit sich der Kreis bei der hier vorliegenden Kollaboration "👌" beider One-Man-Nintendocore-Bands schließt.
Fernab dieser Fantasy-Saga, ballern sich die beiden Nerds durch stilsicheren Chiptune und famosen Metalcore, der nicht nur aufgrund seiner Einflüsse aus dem Deathcore, Cybergrind und sogar Hip Hop, sondern auch wegen vieler detailreicher Breaks und Rhythmuswechsel, eine enorme Vielfalt und somit ein kurzweiliges Vergnügen bietet.
Ein Highlight für Fans, die es bei aller Liebe zur nostalgischen Spielebox trotzdem organisch mögen.  

Unicorn Hole: Facebook\\//Bandcamp

Weekly Words And Grammar: Facebook\\//Bandpage\\//Bandcamp\\//Soundcloud\\//Twitter\\//Myspace

DL "👌"
DL "👌" (Instrumentals)


Mittwoch, Februar 13

OXMO - Was hast du dir dabei gedacht?



Kurzinfo:

Wie auch schon mit ihrer Quasi-Vorband Oxnard Montalvo, teilen uns OXMO in ihrem Bandnamen ihr Faible für retrospektive Zeichentrickserien mit. Das passt irgendwie, denn mit seinem Hip-Hop-Crossover-Mix transportiert das süd-deutsche Quartett viel unbekümmertes und überdrehtes 90er-Jahre-Feeling, irgendwo zwischen unpeinlichen Die Fantastischen Vier, Fettes Brot und Tic Tac Toe. .......... Aber im Ernst, vieles auf "Was hast du dir dabei gedacht", dem Debüt-Album unter dem neuen Bandnamen, klingt nach gut gelaunten Fratzen, die in ausgewaschenen Baggy Pants und schlabbrigen Karohemden durchs knallbunte VIVA-Programm hüpfen, natürlich in schlechter Bildqualität. Auch, wenn das alles schon mal da gewesen ist und vielleicht zwanzig Jahre zu spät kommt, begründen OXMO vor allem textlich ihre Daseinsberechtigung im Hier und Jetzt. Neben dem aktuell vorherrschenden Rechtsruck, prangern die eigentlichen zehn Songs vor allem von der Gesellschaft auferlegte Erwartungshaltungen an, was unter dem Album-Motto "Frei sein" oder ironischer Weise eben "Was hast du dir dabei gedacht" zusammengefasst werden könnte. Frei sein von Zwängen und der Meinung von Andersdenkenden, wie auch die stilistische Willkür aus Hip Hop, Electronicas, Ska und Reggae zeigt, die hier zu locker in der Hüfte sitzenden Pop- und Rhythmus-Hymnen vereint wurde. Und wenn mensch bedenkt, dass sich hier ein Mitglied der Pop-verliebten Punkkombo Arbeitstitel: Bullenblut hinterm Mikro versteckt, lässt sich das Album ohnehin mit einem Augenzwinkern genießen.


Band: OXMO

Titel/Release: Was hast du dir dabei gedacht?/Album (Digipak-CD; Digital)

Label: DIY

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Hip Hop, Punk, Ska, Reggae, Funk

FFO: Strommasten, Ginsengbonbons, Die Fantastischen Vier

Links: Bandpage\\//Youtube\\//Soundcloud




Stream "Was hast du dir dabei gedacht?"

Buy via Mail to: kapellmeister@o-x-m-o.de



Freitag, September 25

Platte des Monats 09/2015: Lama L.A. - Affemaria LP



Band: Lama L.A.

Titel/Release: Affemaria/Album (300x Black DLP, Digital)

Label: Anette Records

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Hip Hop, Experimental, Indie, Folk, Electropop

FFO: I Salute, Me Succeeds, Wake, Tiny Fingers

Links: Last.fm\\//Soundcloud



Kurzinfo:

Es kommt bei uns nicht all zu oft vor, dass ein Quasi-Hip-Hop-Album zur Platte des Monats gekürt wird. Also: genießt diesen Augenblick und vor allem dieses tolle Album.
"Gib' mir eine Hook, ein Drum- oder Electrobeat vor, und ich schaue mal, was ich daraus machen kann.", könnte das Motto des Debüt-Longplayers von Lama L.A. lauten. Mit Kevin Hamann (ex-Bratze, My First Trompet, Ludger, ClickClickDecker) und Johannes Rögner (Frittenbude) haben sich zwei befreundete Musiker zusammen gerauft, die sich mit ihren Ideen in ihrem Experimentierwahn gegenseitig regelrecht auffressen. Auf "Affemaria" haben sich die beiden keine Grenzen gesetzt, was nicht bedeutet, dass die 22 Songs grenzenlos ausufern. Eigentlich bewegen sie sich sogar weitgehendst in ihren Metiers, nur eben vollkommen anders ausgelegt als bisher. Klar, wenn die Songs über eine Zeitspanne von zwei Jahren hinweg und größtenteils in einer alten Schule mit reichlich eingestaubten Equipment entstanden, kann sich schonmal einiges an Roh-Material ansammeln. Hier und da pluckert es electro-poppig um die Ecke, schießt eine bereits im Ansatz verreckende Trompete oder Posaune dazwischen, springt ein fluffiger oder verzerrter Beat rein. Unter der harmonischen Oberfläche aus Hamann's sanfter Singer/Songwriter-Stimme und Rögner's Sprechgesang/Raps, bröckelt, bricht, hallt und zerrt es gewaltig. Dennoch bleiben die Songs stets überschaubar, eben weil sie nicht mutwillig überladen und in einer unprätentiös gehaltenen LoFi-Produktion verstrickt wurden. Die fast schon untypisch-typische Indie-Perle "Jetzt verstehe ich was du meinst wenn du sagst" und der Techno-Beat-Stampfer "Wenn das Einhorn es singt", in denen die Parallelen zu den Hauptbands der beiden Akteure etwas offensichtlicher durchschimmern, bleiben die Ausnahme. Wer auf "Affemaria" eingängige Party-Hits sucht, sucht größtenteils vergebens oder muss schon etwas genauer hinhören. Lieber ein Break mehr einbauen, bevor noch jemand auf die Idee kommt, das Ganze als tanzbar einzustufen. Aber genau DAS ist es eben, was "Affemaria" zu DEM unbeschwerten Album macht, das es letztendlich ist. Unverkrampft und frei von Zwängen oder irgendwelchen Erwartungshaltungen. Vielleicht haben Hamann und Rögner ja auch deshalb ihr gemeinsames Projekt nicht an die große Glocke gehangen und das Album fast schon beiläufig über das eigene Label Anette Records veröffentlicht. Dort kann man es sich für lau oder gegen Spende downloaden oder als schwarze Doppel-Vinyl (300 St.) zulegen.

DL & Buy Affemaria LP

Buy Here, Here & Here

Sonntag, Mai 10

Huhnmensch - Nicht alles was Flügel hat fliegt LP



Band: Huhnmensch

Titel/Release: Nicht alles was Flügel hat fliegt/LP (Ltd. Edition CD, Digital)

Label: DIY/Fear Le Funk

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Hip Hop, Rap

FFO: Fettes Brot, Schaufel und Spaten, Böser Wolf

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Soundcloud\\//Last.fm



Kurzinfo:

Katzen landen immer auf den Pfoten und Brot immer auf der Butterseite. Was aber passiert, wenn man einer Katze eine Brotscheibe mit der beschmierten Seite nach oben auf den Rücken bindet und fallen lässt? Ein Dilemma! Wie soll denn ein absoluter Hip-Hop-Laie zwecktaugliche Promotion für eine Rap-Band machen?! Vielleicht habe ich aber auch bloß die falschen Signale gesendet, als ich das huhn-menschliche Fabelwesen bereits vor ein paar Jahren kurz besprochen und im Beitrag zu Hacklerberry Pi, der Huhnmensch auf deren letzte EP "Die fabelhafte Welt der Amnesie" mit einem Gastbeitrag ehrte und auch auf dem ersten Longplayer "Nicht alles was Flügel hat fliegt" mit am Start ist, erwähnt habe. Na gut, hilft ja nichts. Lauscher auf, Lippen gespitzt, Arme verschränkt und Kopfnicken aktiviert. Das Album besticht in erster Linie durch seine herrliche Unaufdringlichkeit. In der Summe finden sich genügend Songs, die mit eingängigen Beats und treffsicheren Raps die Masse in Wallung bringen können. Allen voran "Für immer und eklig", "Kebab mit Herz" und "Weisse Wand", die von einem leichtfüßig-charmanten Groove getragen werden und abwechselnd irgendwie an Fettes Brot oder Die Fantastischen Vier erinnern. Im Gegensatz zu diesen, verzichten Huhnmensch allerdings auf die ganz großen Gesten. Weder Disco-Funk, noch Chart-Pop, schon gar kein Mädchenschwarm á la Cro, obwohl sie all das womöglich spielerisch leicht kombinieren könnten. Vorausgesetzt, die drei Wiener Wü.. ääh .. Hühner würden es wollen. Wollen sie aber nicht! Huhnmensch, Emil F. und Stanley Stiffla drängen sich nicht auf und bleiben lieber unter sich. Die kleine, unauffällige und nach außen hin stets höfliche Kiffer-WG, die erst im gemütlichen Freundeskreis (Böser Wolf, Pi Papo, Ole Zett, Alesh the 3st, MENt) aufdreht.

Stream & Buy "Nicht alles was Flügel hat fliegt"

Buy Digitally


Freitag, September 5

Outsourced Underground - First Takes Demo Tape



Es würde weder den Hörer_innen, noch den beteiligten Bandmitglieder_innen weiterhelfen, Outsourced Underground den Underground-Supergroup-Stempel aufzudrücken. Obwohl eigentlich alle Voraussetzungen dafür vorliegen...
Die "rotzige Rapperin" Lena Stoehrfaktor (Conexion Musical) und Produzent, Beatbastler und Rapper Tapete kollaborierten bereits vor einigen Jahren unter dem Namen Der Popstar & Das Topmodel, was 2013 die EP "Nichts, für Niemand und ohne das gewisse Etwas" (Freedownload HIER) zum Vorschein brachte. Für ihr neues gemeinsames Projekt Outsourced Underground holten sich die beiden nun noch zusätzlich Cellist Rizio und Drummer Scheng vom DancePunkTechnoMetalDubFusion-Duo Guts Pie Earshot (siehe auch Dubvasion, ehemals Subvasion) mit ins Boot. Eine höchst eigenwillige und interessante Konstellation, in der die Rollen zwar klar verteilt sind, deren erster Output "First Takes" dennoch nach wesentlich mehr klingt als nur die Summe seiner einzelnen Teile. In ihrem gemeinsamen Projekt wollen die vier Berliner_innen keinen egozentrischen Konkurrenzkampf lostreten, als vielmehr neue Wege und Möglichkeiten ausloten. Anfang April dieses Jahres schlossen sie sich in ihrem Proberaum ein und verließen ihn zwei Wochen später mit sechs Songs im petto, die die Beteiligten nun von einer bisher ungewohnten Seite präsentierten. Klar sind es Lenas' und Tapetes' direkte und anprangernde Texte über staatliche Einengung, Pseudomoral und Muckertum, die nach freiheitlicher Selbstbestimmung und Libertarismus lechzen. Auf der von Rizio und Scheng zusammengefrickelten, instrumentalen Basis, können sich die beiden nun aber auf einem neuen, schier unbegrenzten Spielfeld austoben. Die Band selbst nennt diese Fusion Rapcore, was zunächst sicherlich einen groben Rahmen absteckt, der den/die Hörer_in an einigen Stellen dennoch kalt erwischen kann. So reibt Tapete im Song "Ordnungsamt" sein kratzbürstiges Organ beispielsweise an biertriefenden und asozialen Street-(Hardcore-)Punk, im folgenden "Keine sichere Festung" fast schon am Rap-Metal, während er in "Perfekte Welt" von einem neugierigen und filigranen Cello in Szene gesetzt wird. Letzterer wäre bei bekannteren Kollegen wie Ferris MC sicherlich schon längst im Radio verbrannt. Outsourced Underground halten sich lieber bescheiden zurück und darüber hinaus nicht viel von massentauglichen Medien. Aber das könnte doch glatt auf Gegenseitigkeit beruhen.


+++Bandpage////Facebook////Soundcloud////Twitter+++

DL First Takes Demo Here & Here

Sonntag, August 17

Kanntet ihr die?



Zugegeben, so richtig schlau bin ich aus Van Briel noch nicht geworden. Auf die Frage, wie und wann man etwa auf die Idee kam, eine Band zu gründen, verweist die Band auf eine höhere Macht, während die Erklärung zum Bandnamen mit dem bescheidenen Hinweis abgespeist wird, den Namen aufzuschreiben und einen Spiegel davor zu halten. Vielleicht liegt es ja auch bloß an meiner Sauklaue, dass ich das Geheimnis noch nicht lüften konnte. Bis hierher haben wir noch nicht einmal über die Musik gesprochen, wobei das Auseinanderklamüsern der im Sound der Band verflochtenen Stile(lemente) dagegen fast schon eine leichte Kopfübung ist. Fast, denn Dubstep, Trance, Punk, Hardcore und Hip-Hop finden über Van Briel hinaus wohl nur selten einen gemeinsamen Nenner. Aber auch hier lassen sich fünf Bandjahre nicht so einfach im Schnellüberflug erklären. Dass die Band nach ihrer Auflösung im Jahr 2012 nur drei ausgewählte Tracks unter dem Titel "Ganz normale Musik" als Nachlass in Soundcloud einpflegten, hat durchaus seine Gründe. So sind die Sprünge vom Rap-Metal in "Cosmic Caramel", zum eher hardcore-punkigen "BK7", hin zur radiotauglichen Deutschpop-Ballade "Wir sind die Kinder" (trotz einsetzenden Kinderchores warten Nostalgiker vergebens auf die Endung "vom Süderhof":) noch recht überschaubar gehalten. Sie distanzieren sich aber auch deutlich von den restlichen Songs, wie den an spacige The Cure erinnernden "Hej Mama" und "Roxstars", der 80er-verliebten Synthpop-Glamrock-Trancore-Collage "Stan Part II", von Totengräber-Electro-Hirnfuck, der bitterbösen und epischen Pianoballade "Jonny and Holly" oder der, an Manson angelehnten, Psycho-Goth-Industrial-Hitsingle "Days Awake".
Übrigens. Leider veröffentlichte die Band während ihres Bestehens kein einziges Release. Ein Best Of kann also jeder für sich allein über die Soundcloud-, Myspace-, Facebook- und Youtube-Seiten der Band zusammenstellen.



+++Facebook//Soundcloud//Myspace//Twitter//Youtube+++

DL Ganz normale Musik EP (Songs einzeln)
DL Song "Baum"

Montag, April 7

Kennt ihr die schon?



Zweifelsohne, diese drei Riesenglieder haben den Beat gefressen und machen ihrem Namen alle Ehre. Das Geheimnis ihres Erfolges: die Zusammenführung zweier Elemente, die von Grund auf, physikalisch, chemikalisch, biologisch und anderen blasphemischen Anschauungen nicht zueinander passen. In Zahlen ausgedrückt: Sächsische Mundart & Rap.

+++Facebook+++

Freitag, Januar 24

TickTickBoom - SBKLTR & BOOM [Videos + PWYW Album]



TickTickBoom, das Polit--Hip-Hop-Kollektiv um Johnny Mauser, Refpolk, Sookee, Kobito, LejiOne und einigen anderen Zeckenrappern, veröffentlichte letzte Woche seine Compilation HERZ|SCHLAG, welche sowohl als >Pay What You Want Download ausgeliefert wird, als auch in Form einer >18€ teuren Doppel-LP. Darauf sind die besten Stücke der gemeinsamen Liveshows zu hören. Neben dem Ohrwurm "Wissen wer die Zecken sind" sind auch die beiden Songs SBKLTR und BOOM, die mit der hemmungslosen Anti-Haltung für genügend Zündstoff insbesondere in der Hamburger Autonomen-Szene sorgen. Darf bei uns natürlich nicht fehlen und deshalb wollen wir mit den beiden Musikvideos unsere neue Video-Sparte einweihen. Bitte schön:





Übrigens gibt es in diesem Jahr wieder zwei Zeckenrap-Galas dieser Crew. Die erste findet heute Abend im Uebel & Gefährlich in Hamburg statt. Die nächste gibts am 15.02. in Berlin, selbstverständlich im SO36. Wir hoffen euch da antreffen zu dürfen. Solidarische Grüße.

Künstlerpage
Facebook

Mittwoch, November 27

Alte Schule Masthorn - Was nun?!


Myspace//Last.fm



Elektronischer Hip Hop mit kritischen Texten. Klingt zunächst, als hätten Die Atzen endlich mal etwas Futter für ihre Texte gefunden. Ohne gemein klingen zu wollen, aber wer bei Alte Schule Masthorn bislang nicht genau hingehört hat, der hätte durchaus den Verdacht haben können, versehentlich auf eine weniger witzige Spaß-Pogo-Dance-Truppe gestoßen zu sein. Die Kölner Combo aus dem AZ-Köln-Umfeld ist allerdings alles andere als zum Scherzen aufgelegt. Dafür stapelt sich nunmal die Scheiße täglich von der Wohnungstür bis unter die Fußsohlen. Oder so ähnlich zumindest. Was tun?! Am besten ein neues Album raushauen, diesmal mit weniger Hip Hop und stattdessen mehr Nachdruck durch hysterischen Gesang. Sodass auch endlich der letzte kapiert, dass hier keine Proleten zu Werke gehen. Kein stumpfes und sinnentleertes Abfeiern, hier braucht es die Bereitschaft des Hörers "Einfach Mitzumachen" gegen den "Nationenquatsch". Alte Schule Masthorn machen natürlich trotzdem Spaß, sogar mehr denn je. Die Beats flackern und feuern aus allen Rohren und wandern ungehindert ins Ohr. Ausgelassen, tanzbar und verrückt zugleich, als würden Les Trucs auf Juri Gagarin zugehen, jedoch auf halber Strecke von Duesenjaeger abgefangen werden. Blöder Vergleich, ich weiß. Aber Alte Schule Masthorn schaffen es entweder, die ungleichen Fanlager zu vereinen oder jedes für sich abzustoßen. Dem Publikum des Kölner AZ wird es egal sein, die können sich auch mit den Nebenprojekten der Bandmitglieder wie Mülheim Asozial, Lambs & Co. begnügen. Wäre aber schade. Mit "Was nun?!", erscheint erstmalig ein ASM-Release auf Vinyl. Traditioneller Weise mit einem ausgiebigen Booklet (zehn Seiten) und mit CD-Beilage. Was will man mehr?!


Buy Here, Here & Here or via Mail to: alteschulemasthorn@gmx.de

Mittwoch, November 20

Kennt ihr die schon?


Bandpage//Facebook//Bandcamp



Nichts schweißt enger zusammen, als ein gemeinsamer Feind. Joe La Mouk machen aus Hip-Hoppern, Punks und Hardcorelern sicherlich keine dicken Freunde, dürften die drei unterschiedlichen Parteien aber immerhin gleichermaßen auf die Palme bringen. Ihren anarchistischen Comedy-Gangster-Hip-Hop weiteten sie mit ihrem letztjährigem Release "F*** the Money" auf die Bereiche Punk und Hardcore aus, nur dass sich ihre darauf enthaltene Musik (?!) so simpel leider nicht erklären lässt. Den Ein-Sekunden-Song "Bonjour" könnte man mit zwei zugedrückten Augen auch als Versuch ansehen, Napalm Death den Rekord für den kürzesten Song abzuluchsen. Der darauffolgende Titeltrack und "Du Fric et des Clopes" sind zweifelsfrei Hardcore-Punk, letzterer sogar mit einem freidrehendem Saxofon. Alles andere dazwischen verlangt dem Hörer nicht nur ein dickes Fell, sondern vor allem auch eine hohe Toleranzbereitschaft ab. Und Toleranz kann vielleicht noch derjenige am ehersten aufbringen, der sich von sinnfreien bis derben Klamauk gut unterhalten sieht, wie etwa "Beurp" - der Rülps-Song, "Prout" - der Furz-Song oder "Atchoum" - der Hatschi-Song. "666 dans ton Cul" möchte gern Proll-Hardcore sein, "DSKKK" nimmt sich Melt Banana zum Vorbild, "Ton Camel Toe" hingegen Daft Punk, und "Sur la route de Tourette" ist - nun ja - eine Tourette-Ballade. Eben genau so, wie man es vom französischem Trio um Mectoob, Sachamouk und Martyn Circus gewohnt ist, das einmal mehr ordentlich auf den Putz und manchmal auch daneben haut. Also: Hip-Hopper, Punks und Hardcoreler dieser Welt vereinigt euch - um Joe La Mouk zu lieben oder zu hassen. Beides dürfte ihnen recht sein.


DL F*** the Money
Buy Here & Here

Samstag, Oktober 19

Hacklerberry Pi & Die Faulen Kompromisse - Ein Lieferwagen voller Mausefallen


Facebook



Ob nun solo als Pi Papo, als Stuntman Pi seinen österreichischen Hip-Hop-Kollegen Huhnmensch (Free-DL's HIER) aushelfend oder als Frontmann der Hip-Hop-Gangs Panta Rhei und 19hundertSchnee - der Wiener Singer/Songwriter und Gitarrist Pi ist schon weit rumgekommen. Als Hacklerberry Pi hat er nun eine Schar befreundeter Kollegen aus dem Lied-Gut-Umfeld, einem Musikerkollektiv, dass regelmäßig gemeinsame Sessions und Konzerte veranstaltet, um sich versammelt, die sich da schlicht Die Faulen Kompromisse nennen. Mit dabei sind u. A. Produzent G-U-R-U, eine Hälfte Huhnmensch sowie Mitglieder der Band Monomania. Alles nur langweilige Statistiken, die aber schon mal vorweg deutlich machen, dass auf dem Debüt-Album "Ein Lieferwagen voller Mausefallen" eine Menge Aufwand betrieben wurde. Nicht etwa um einen künstlich wirkenden Bombast in die Höhe zu schießen, sondern die Vielfältigkeit dieses Kollektives bis an seine Grenzen auszureizen und zumindest vorerst die alten Blumentopf-Hip-Hop-Tage hinter sich zu lassen. Ein dementsprechend abwechslungsreiches Potpourrie ist "Ein Lieferwagen voller Mausefallen" nun also geworden, das dennoch eine durchweg freundliche und unbeschwerte Stimmung transportiert, die sich einige Jahrzehnte vor der heutigen Pop-Musik wohlfühlt. Dass der Opener "Die Jungs aus meiner Gang" auf einen Traveling-Willsbury-Song basiert und das herrlich orgelnde "Paperthin Hotel" seine Inspiration bei Leonard Cohen sucht, sind dabei nur Eckpfeiler. Die Vorab-Single "Alter brauner Schuh", die es schon in die Sendezeiten von FM4 und GOTV geschafft hat, könnte auch klammheimlich aus der Kiste der unveröffentlichten Gute-Laune-Hits der Beatles gegriffen sein. In diesem Sinne könnte man eine ganze und längst vergangene Generation von Musikern nennen, die einem fortlaufend immer wieder vor dem geistigen Auge erscheinen. Seien es nun die rock'n'rolligen "Gib acht, Gmunden" oder das arrogantere "Downtown"; das leicht beschwipste "Trübe Tage, Müde Augen", das munter die Finger über's Klavier springen lässt; und die country'esquen Ausflüge, für die sich Pi mit seiner Mundharmonika (in der bayerischen/österreichischen Volkssprache "Fotzhobel" genannt) selbst Zeit nimmt. Dass alle zehn Songs analog aufgenommen wurden, rundet den Vintage-Gedanken des Albums ab. Schade nur, dass "Ein Lieferwagen voller Mausefallen" bislang nur digital erschienen ist, denn derartige Musik sollte eigentlich auf einen Plattenteller rotieren.    

 
STREAM & BUY "Ein Lieferwagen voller Mausefallen"

Donnerstag, Februar 21

The Fight & Paperbird

Bandpage//Facebook//Bandcamp//Tumblr//Myspace

Im Juni 2010 setzten sich die vier Musiker Bradey Feil, Todd Andrews, Devin Fortier und Erik Grice in ihren 86' Dodge und fuhren zu einer Waldhütte am See, irgendwo in Kanada. Damals noch mit dabei war 40 Thieves-Gitarrist Caleb Neumeier. Dort entstanden die ersten Songs ihrer kurz zuvor gegründeten Band The Fight, die erst im Nachhinein mit Gesang versehen und später zum Teil auf der Debüt-EP "Birds" platziert wurden. Vom Nature- bzw. Homerecording ist allerdings nicht viel zu hören, da die gesamte Mannschaft ihre Instrumente fehlerfrei spielt und die Sänger mit naturgegebenen Talenten gesegnet sind, allen voran Bradley Daeland Feil, der allein mit seiner eindringlichen Stimme für den hohen Soul-Anteil in der Musik von The Fight sorgt. An anderer Stelle widerum könnte man denken, dass er seine Stimme Tom Waits auf dem Schwarzmarkt abgekauft hat. Im ähnlichen Verfahren wie die "Birds EP" entstand 2011 der erste Longplayer der Band "New Young Electric", ein beeindruckender Blues-Rocker, der von Robbie Josh Gwilliam (Michael Bernard Fitzgerald, George Canyon, uvm.) aufgenommen wurde. In Form einer 180gram-Black-Vinyl und CD gepresst, oder eben als Spenden-Download. Lohnen tut es sich in jedem Fall, da die Musik von The Fight selbst dunkelste Wolkendecken zu durchbrechen vermag und einfach nur Spaß macht. Veröffentlicht werden ihre Releases seit jeh her über das bandeigene Label Paperbird (siehe unten).






Buy Here & Here


Labelpage//Facebook//Myspace//Bandcamp

Seit 2007 veröffentlicht das kleine Independent-Label Paperbird, mit Sitz im nordkanadischen Edmonton, digitale und physikalische Alben verschiedenster Musiker und Gruppen. Auf eine bestimmte Stilrichtung zielt es dabei nicht ab. Von Soul, über Hip Hop, bis Indie und Folk-Punk ist eine Vielzahl unterschiedlicher Genres auf dem Label vertreten.

Ben Stevenson & The Wondertones:

Facebook
Wunderschöner Soul - mal verträumt, mal emotional explodierend -, der den Hörer unweigerlich an die Zeitmaschine fesselt und mit ihm Musikgeschichte der letzten 70 Jahre aufarbeitet. Wow!! 










Doobyis:

Facebook//Tumblr//Reverbnation
Hinter Doobyis verbirgt sich der kanadische Rapper Brent Manning, der bereits seit mehr als zehn Jahren diversen Hip-Hop-Kollaborationen seine Stimme leiht. Seit seinem ersten regulärem Album ("D Day") im Jahr 2008 arbeitet er regelmaßig an eigenen Sachen, was bislang die drei Volumen der "Feeling Pretty Good" - Serie zur Folge hat. Um seinen Macho-Rap angemessen zu verpacken, sicherte er sich dafür die Dienste des DJ's MrB, der die passenden Beats beisteuert.


 40 Thieves:

Facebook//Myspace
Wilder, kratziger Mix aus Indie, Orgel-Punk und Rock'n'Roll um Gitarrist Caleb Neumeier, der auch schon bei The Fight aushalf. Gegründet im Jahr 2006 und mittlerweile bereits wieder aufgelöst. Schade!








Lou Wreath:

Facebook//Tumblr//Bandcamp//Myspace
Lou Wreath nennt sich das Solo-Projekt von Kris K. Glabush, Frontmann der kanadischen Indierocker Pale Moon Lights, die ja dafür bekannt waren, ihre recht schwungvollen Melodien mit düsteren Texten rund um Schmerz, Verlust, Frust und Tod vollzustopfen. Mit Lou Wreath lebt er diese Thematik nun in Form von melancholischen Singer/Songwriter-Folk aus.






Lions For Sheep:

Myspace
Zeitlos schöner Indierock mit Rock'n'Roll-und Orgel-Einlagen. Aktiv in der Zeit von 2007 - 2010, u. A. mit den The-Fight-Mitgliedern Devin Fortier (Vocals, Gitarre), Erik Grice (Vocals, Gitarre) und Todd Andrews (Bass). 







The Rocky Fortune:

Facebook//Myspace
Fast schon cineastischer, etwas Whiskey getränkter Rock, der mittels Banjo, Violine und Tamburin nicht selten Zuflucht im Folkrock sucht. Für den Bandnamen zeichnet sich Drummer Craig Florence verantwortlich, der eines Tages von einem Engel träumte, der sich zu ihm hinab auf die Erde begab, mit einer aus der Schulter herauswachsenden Boombox und ein Lied über einen Detektiv namens Rocky Fortunato vor sich hin trillerte. Alles klar!





Sailor's Blood:

Facebook//Myspace
Holzig klingen sie nicht, aber wild, mit reichlich Bier und Wein in den Adern. Das mittlerweile aufgelöste Quartett Sailor's Blood aus Victoria, BC greift nach dem Piratenthema und verpackt es in folkigen Rotz-Punk.









The Wicks:

Bandpage//Facebook//Bandcamp//Myspace
Nach der Auflösung ihrer Mariachi-Country-Folk-Punk-Band Cheers in the Belfry im Jahr 2008, versammelten sich die Brüder Matt und Dustin McLean (beide Gitarre und Vox) und Keyboarder Jeff Gulka eine neue Musikantenschar um sich herum, mit der es nunmehr Richtung melodiösen Fidel-Folk-Rock gehen sollte. "Whiskey is my Favourite Thing" heißt es in "Whiskey". Nun, dieses Gefühl hat man nicht nur bei diesem Song.


Sonntag, Februar 3

Mal wieder etwas Hip Hop gefällig?

Ulle Kamelle

Facebook//Myspace//Soundcloud

Der deutsche Künstler Ulle Kamelle hat sich selbst als Hip Hopper getaggt, dabei bildet seine Musik eher ein Konglomerat aus abstrakten, überwiegend instrumentellen Electro-Soundscapes. 2010 veröffentlichte er seine Debüt-EP "Des Kutschers Pferd", das erste Album folgte 2012. Auf dem Herb Recordings Sampler "Verdant", ein schottisches Label für experimentelle Musik jeglicher Art, ist er mit dem Song "Stamm" vertreten (DL siehe unten). 

DL Movin' Slowly But Surely

DL Sampler "Verdant"


Form

Homepage//Facebook//Myspace

Zwei Rapper (Form, Prim) und ein DJ (Gsichtsgedullah) mit aktuellen Aufenthaltsort in Mainz fabrizieren Hip Hop gegen alles, vor allem gegen die gute Sitte. Wer drauf abfährt, sollte sich für die Diskografie etwas mehr Zeit nehmen. Für Abwechslung sorgen das Album "Die Treppe von Tucholsky", was rein instrumental, beatlastig gehalten ist, und die Split mit Illoyal, die 36 Zehn-Sekunden- und einen Elf-Sekunden-Song enthält. Form übt sich nebenbei noch als Autor des Web-Magazins Ficko. 

DL Ordnung ist das halbe Leben, Unordnung das ganze
DL Die Treppe von Tucholsky
DL Ein Formel-1-Start ist eine Wnn-Wnn-Situation
DL Der größte Hit der 80er EP
DL Mal sehen, ob das ein Album wird
DL Format C: (Dr. Eck Remixes)
DL Split /w Illoyal - Etüden aus Stahl und Scheiße
DL Nix Back in the Day/Mainz wird Wiesbaden - Single


Hidden Fortress

Bandpage//Reverbnation//Myspace

Hinter Hidden Fortress verbergen sich der Produzent und DJ UsdNeedls und Rapper nofutureface aka wrdwzrd. Im kanadischen Vancouver beheimatet, sorgen die beiden vor allem in Japan für Furore. In feinster Big-Daddy-Kane-Manier rappt sich nofutureface durch düstere und dunkle Lyrics, DJ UsdNeedls liefert dazu die passenden Beats.  

DL White Violence
DL Go Gygax Go!
DL Third Eye Cyclops EP

DL DJ UsdNeedls - Audio Scientifico

Buy Here


Noventa

Bandpage//Facebook//Bandcamp//Myspace

Seit der Jahrtausendwende ist der französische Rapper Noventa (90) aus Lyon pausenlos am Rumtüfteln. Auch nach unzähligen Releases (alle kostenlos oder gegen Spende) und dem Gründen eines Labels (Balnave Records), fühlt sich sein Gangster-Rap immer noch im Untergrund wohl. Mittlerweile blickt er nicht nur auf einige Split-Releases (Guttah Face, 12bit Murder, Versive), sondern auch auf Produktionen der nicht weniger rüpelhaften Consensus Lo-Fi (siehe unten) und den jazzigen Western-Hoppern Alcary Nine, zurück. Na dann mal ran...



Noventa:
 
DL MisogyneDL Hors-D'Oeuvre
DL Putain de PauvresDL Espace Vide
DL Family ManDL Paris Undercover Saison 1
DL Paris Undercover Saison 2DL Paris Undercover Saison 3
DL Paris Undercover Saison 4DL Bruit Blanc
DL PesadillaDL Musique Mourante
DL 90 Chica SoundsDL Remordimientos
DL Mort Annoncee EPDL Attack of the 90 Foot Felon (Remix-Album)
DL Dissonant Dissidence (feat. Versive)DL Dirty Handshakes (feat. Guttah Face)
DL Dead Noize (feat. Guttah Face)DL Dead Space (feat. 12bit Murder)


Consensus Lo-Fi:  Bandpage//Facebook

DL Consensus Lo-Fi - Cold and CalmDL Consensus Lo-Fi - New Bug Order EP
DL Consensus Lo-Fi - Everybody Likes Hot Dogs EPDL Consensus Lo-Fi - Urbantown EP
DL Consensus Lo-Fi - Noise Gate EP


Hand'Solo Records
"Sometimes, to get things done, you have to do it all by hand, solo..."
Labelpage//Facebook//Bandcamp//Myspace

Ein Blick auf seine Facebook-Seite macht es deutlich: Thomas Quinlan mag es schräg und ausgefallen. Und er ist kein Mann für eine Nacht. 08/15-Hip-Hop sucht man daher auf seinem kanadischem Independent-Label Hand'Solo Records vergeblich. Seit 1996 unterhält das Label eine noch immer überschaubare Anzahl an Künstlern und Künstlerkollektiven, die sich allesamt aber auch gerne mal gegenseitig unter die Arme greifen, was letzten Endes nicht nur diverse Remixe und Sampler zur Folge hat.   

DL Hokey Religions & Ancient Weapons
DL Grandpa Funnybook's Mix-Tapingly Arranged Rapping Song Album
DL Grandpa Funnybook's Mix-Tapingly Arranged Rapping Song Album 2

Buy Here

Hier noch einige Labelsprosse, die ebenfalls gegen Spende (und)/oder kostenlos erhältlich sind:

Freitag, Januar 25

Decorative Stamp - Nenn mich nicht Hip Hop!


Labelpage//Facebook//Myspace//Bandcamp

Decorative Stamp entstand gewisser Maßen aus einer Kurzschlussreaktion. 2008 arbeiteten die beiden -...nun ja...- Rapper James Reindeer und James P Honey an ihrem gemeinsamen Album "Rough Tongue Surfaces". Das konnten die beiden, so miteinander und überhaupt, und rappen. Genauso, wie sie der Meinung waren und noch immer sind, dass Hip Hop nicht gleich Hip Hop sein muss. Um das Album nun irgendwie in eine physikalische Form pressen zu können, entschlossen sich die beiden kurzer Hand ein Label zu gründen. Einen Masterplan hatten sie nicht. Dafür eine Menge befreundeter Kollegen, die bereits wenig später zahlreich im Gästebuch eingetragen waren. In diesem Sinne ist Decorative Stamp kein Label, das sich auf die abenteuerliche Suche nach unentdeckten Juwelen begibt. Es ist vielmehr als Künstlerkollektiv zu betrachten, denn in den meisten Fällen sind es Reindeer und Honey, die mit verschiedenen Kollaborationspartnern und unter den willkürlichsten Namen weiter an ihre unendliche Diskographie arbeiten. Die Releases erscheinen zumeist auf CD, die in handgestalteten Digipaks und streng limitiert an den Mann gebracht werden.
Der gemeine Hip-Hopper sollte sich lieber vorsichtig an das Label herantasten, denn normal ist hier nichts.

P.S.: Wie immer zuerst die Labelsampler. Viel Spaß.

DL Labelsampler Vol. 1
DL Labelsampler Vol. 2
 
Buy Here and Here
 
 
Isaac & Honey:
Kollaboration des Londoner Folk-Rock-Rappers James P Honey (u. A. bei A Band of Buriers) und des ebenso zwischen diesen beiden Genres umherwandelnden Isaac Ramsey AKA Swordplay aus Richmond. Zusammen bleiben sie ihrem eigenwilligen Mix treu, pendeln lethargisch zwischen ruhigen Folk- und Akustiksongs, trotzen an anderer Stelle mit eine Art Anti-Rap. Naja...

 
 
A Band of Buriers:
Bandpage//Facebook//Bandcamp
James P Honey's Hauptband, in der er sechs seiner Schargen um sich versammelt hat, die seinem Depri-Rap/-Gesang mit Folk-typischen Instrumenten (Violine, Mundharmonika, etc.) untermalen. Oder wie sie ihren Stil selbst bezeichnen: Anti-Rap Alternative Folk. 
 
 
 
 
 
 
 
James P Honey & James Reindeer:
JR Blog//JPH Myspace
 
Im Rahmen ihrer Europatour durch Frankreich, Schweiz und Deutschland im Jahr 2010, wurde ein Komplettkonzert der beiden James' in Leipzig mitgeschnitten und erschien über Decorative Stamp als limitierte CD. Leider schon vergriffen. Den Download gibt's gegen Spende. Sehr geladenes Rap-Battle mit Babel Fishh als Gastvokalisten.
 
  
 
 
 
 
 
Throne Burner:
Facebook
Hier gibt's die beiden rappenden Weltenbummler James Reindeer und Babel Fishh (kennt man vielleicht, wenn man schon mal über Knertz gestolpert ist) zu belauschen. Auf ihrer "Sky Burial"-7"-Single vermischen sie ihren Old-School-Rap mit Doom und elektronischen Noiseeskapaden, ausgedehnt auf zwei reguläre Songs, die dazu gehörigen Remixes, Instrumentals und Acappella-Versionen.


Jahres-Sampler