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Freitag, März 13

Gesplittet, Teil 7

Celestica & The State The Sea Left Me In - Split



Mit ihrer Debüt-EP "I Could Never Let You In" schrammte das schwedische Undergroundkollektiv Celestica im letzten Jahr nur knapp an unserer Rubrik "Platte des Monats" vorbei. Nicht neu, aber verdammt abgeklärt und mit spielfreudiger Leichtigkeit präsentierte das Quintett vier ansteckende Melodic-Hardcore-Songs mit reichlich Punkattitüde, die sich ohne Umwege oder Experimente im Ohr des Hörers festsetzten. Mit dem dezent im Hintergrund post-rockenden "Mercury Blood" und dem midwest-emo-tauglichen "Everlasting" erweitert die Band nun etwas ihren Horizont, ohne dabei ihre Ohrwurmmentalität zu vernachlässigen.
Mit den ebenfalls zu fünft aufgestellten The State The Sea Left Me In haben Celestica zunächst einen Split-Partner gefunden, der sich nicht allzu weit weg von ihrem eigenen Sound bewegt. Auch die aus Umeå stammenden Band schüttelt durchaus einige nette Melodiebögen aus dem Ärmel, sucht und findet aber nicht nur allein wegen des druckvolleren Geschreies eher die Nähe zum Post-Hardcore und somit vielleicht auch den Weg in die offenen Arme der "The Wave"-Generation um Touché Amoré und The Saddest Landscape.
Nach ihrer letztjährigen Demo-EP "Barely Skin Deep" steuern auch sie der Split zwei neue Songs bei.

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DL Split Here & Here


Kapytaen & WØLFENSTEIN Split-7"


Schluss mit lustig, jetzt wird's ungemütlich im Süden Deutschlands. Wie eine düstere, fast schon apokalyptische Sturmfront überschattet das gemeinsame Split-Release von Kapytaen und WØLFENSTEIN die beiden Städte Würzburg und Stuttgart. Rette sich, wer kann, außer Homophobe und Nazis, die dürfen sich gerne gegenseitig über den Haufen rennen und auf der Strecke bleiben! Vom Crust, über Hard- und Fastcore, bis hin zum Powerviolence, subsumieren beide Bands so ziemlich jedes passende Genre unter der Überschrift Hardcore-Punk. Keine Gefangenen, kein Ausweg, keine Kompromisse! Hier wird gebolzt, gemosht, gebrüllt, gegiftet und reichlich gehated. Passt! Kaufen!

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Parasight & Nervgift Split-12"


Ist Crust-Punk etwa der neue Mainstream? Nein! Dass er aber durchaus das Zeug dafür hätte, haben in der jüngeren Vergangenheit etwa Bands wie Ruins, Danny Trejo oder auch Wolfbrigade gezeigt. Ja gut, die Skandinavier bügeln ohnehin fast Alles eine gehörige Portion Rock'n'Roll über, egal ob Hardcore-Punk, Death- oder Black Metal. Das wurde ihnen scheinbar mit in die Wiege gelegt. Dass Parasight also aus Kopenhagen kommen, ist somit keine allzu große Überraschung und nach ihrer starken Debüt-EP "Moral Recession" und dem zwei Jahre später folgenden ersten Longplayer "Munden Fuld Af Løgn, Lommen Fuld Af Profit" (beide kostenlos über Bandcamp) sicherlich auch kein Geheimnis mehr. Für ihr drittes Release haben die vier Dänen erneut das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten und vier dynamische Songs zwischen Crustcore, D-Beat und Hardcore-Punk rausgeballert, den Song "Lad Ikke Svinene Slide Os Op" mal ausgeklammert, der als hallendes und träge quietschendes Nervenbündel wohl mehr eine Art Interlude darstellt.
Um die B-Seite der Split-12" - 300x schwarzes Vinyl, wovon die ersten Hundert mit Patches beider Bands daherkommen - kümmern sich die drei Örebroer Krawallbrüder von Nervgift. Die treiben bereits seit Ende 2011 ihr gemeinsames Unwesen, nachdem sie sich von schwedischen Hardcore- und Punk-Veterankombos wie Coldworker, Kvoteringen und Ond Bråd Död loseisen konnten. Das Resultat, wie ihre selbstbetitelte 2013er Debüt-EP (kostenlos über Bandcamp) bereits anklingen ließ, ist auf's Nötigste reduzierter und rudimentärer, old-schooliger Hardcore-Punk mit Schlachtrufästhetik, der sich Ausflüge in den Trash-Punk, D-Beat und Metal gönnt. Weniger schön, mehr Punk!

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Teaser\\//Stream

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Kenny Kenny Oh Oh & Lambs Split-7"


In unserem 16. Bandcamp-Punks-Volumen hatten wir zeitgleich über die Releases von Lambs, Kenny Kenny Oh Oh und Static Me (in der auch Contraszt! Records-Chef Philipp mitmischt) berichtet. Fast zwei Jahre später, erscheint nun eine Split-7" mit eben jenen beiden Erstgenannten, die über - ratet mal, genau! - Contraszt! Records erscheint. Blöder Zufall? Eingabe? Gedankenmanipulation? Der üble Gestank eines möglichen Wettskandals soll aber nicht vom eigentlichen Thema ablenken, denn hier geht's schließlich um die Musik. Richtig gute Musik sogar, die auf beiden Seiten grob überschlagen Punkrock in unterschiedlichen Varianten abhandelt. Auf der einen Seite stehen die vier Leipzigerinnen von Kenny Kenny Oh Oh, die nach ihrer tollen Debüt-7" ihren rotzigen Riot-Grrrl-Pogo-Punk mit zwei Songs, die sie noch aus einer vorangegangenen Recordingsession im petto hatten, weiter voran treiben.
Ihnen gegenüber, haben sich auf der B-Seite Lambs positioniert, eine Band aus dem Herzen des AZ Köln (mit Mitlgiedern von Alte Schule Masthorn, Finsterre und - natürlich - Static Me). Ebenfalls mit zwei Songs bewaffnet, die allerdings auf das ganz große Geschütz verzichten. Bewusst, denn ihr eingängiger (Deutsch-)Punk hangelt sich auch ohne unnötige Ausschweifungen an melodiösen und treibenden Melodien entlang und erinnert somit an alte Heldentaten der Wipers oder den erst kürzlich grandios debütierenden I Refuse. Geil!

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DL A-Seite\\//DL B-Seite

DL Complete & Buy

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Sonntag, Januar 12

Gesplittet, Teil 1

Delos/Yusuke Split-7"


Delos Facebook//Delos Bandcamp//Yusuke Facebook//Yusuke Bandcamp

Mit ihrer selbstbetitelten Debüt-12" sorgte das Bremer Quintett Delos im letzten Jahr mit altbewährtem Hardcore-Punk-Screamoviolence für frischen Wind. Eingängige, stürmische und melodiöse Gitarren zugleich, stellten sich gegenüber einem infernalen Kreisch-Duo auf. Und da Delos ehemalige Mitstreiter von Gentle Art of Chokin' und Louise Cyphre angehören, hatte React with Protest somit natürlich auch zwei verdammt gute Gründe, die Band bei sich aufzunehmen. Ende 2013 steuerten die fünf Hansestädter zwei neue Songs zur gemeinsamen Split mit dem amerikanischen Emoviolence-Screamo-Outfit Yusuke bei, die sich in ihrem DIY-Pathos zwar als ebenbürtiger Partner erweisen, in ihren drei Songs, trotz eingeschobener Verschnaufpausen, aber wesentlich ungestümer und mit mehr Speed zur Sache gehen.

Die Split-7", die 500mal auf schwarzes Vinyl gepresst wurde und mit Textblatt und DLC kommt, erschien über das aufstrebende Dresdner Label Pike Records, das für die Verwirklichung der 7" mit React with Protest und noch einigen internationalen Labels kooperierte. 

DL Side A (Yusuke)



Kapytaen/Belladone Split-10"


Von wegen Ruhe und Erholung im Kurstädtchen Würzburg. Die vier Jungs der Hardcore-Punk-Combo Kapytaen machen keine Gefangenen und sehen grundsätzlich das Schlechte - in allem. Ihr sich geißelnder Crust-Punk erinnert in seiner düsteren und bedrohlichen Art an Bands wie Alpinist, Danse Macabre oder Jungbluth und führt auf direktem Weg ins Moshpit. Und nur dorthin! Neben zwei bereits auf dem Demo Tape enthaltenen und neu eingespielten Songs, winkt die Split-10" mit Belladone nun mit vier neuen Tracks, darunter auch der Song "Hoffnung", der auf unserem zweiten Jahressampler zu finden ist. Mit Belladone haben sie nun einen ebenso finster klingenden Bruder im Geiste gefunden, nur dass dem französichem Duo eben lediglich Gitarre, Schlagzeug und zwei äußerst standhafte Mikrofone ausreichen, um ordentlich Lärm freizusetzen. Die 2010 gegründete Band debütierte 2012 mit ihrem selbstproduzierten Album "Ophiuchus" (Freedownload über Bandcamp) und steuerten für die Split nun vier neue Songs bei. Dabei gehen die beiden Schreihälse aus Lyon zwar genauso brachial wie ihre deutschen Split-Partner zu Werke, finden sich aber eher im Post-Hardcore wieder, der 'ne ordentliche Kante Black Metal abbekommen hat und daher auch etwas atmosphärischer wirkt.

Zwei hervorragende, sich ergänzende Bands, deren Split-Release vorerst nur digital erscheint. Ob der Sprung auf''s Vinyl klappt, hängt auch von euren Bandcamp-Spenden ab.



Irish Handcuffs/7 Years Bad Luck Split-7"


Vier Mann, drei Akkorde. So simpel kann man die Regensburger Band Irish Handcuffs mittlerweile nicht mehr abhaken. Zwar ist es immer noch eingängiger Pop-Punk, der mit Feel-Good-Melodien seinen Anker direkt im Ohr wirft. Jedoch bewiesen sie bereits mit ihrer Debüt-EP "Stubbs", die sie gleich mal auf orangenem, weißem und grünem 7"-Vinyl veröffentlicheten, dass Irish Handcuffs mehr als nur ein Nebenprojekt von Kötti (Red Tape Parade) und Forster (The Holy Kings) ist. 2013 folgte zuerst die Split-7" mit den Bostoner Punkrockern Dan Webb and the Spiders, während sie vier Monate später mit dem Innsbrucker Trio 7 Years Bad Luck einen gleichgestrickten Split-Partner fanden. Während die Österreicher allerdings deutlich hörbar ihre Songs gerne als Begleitmusik in diversen Teenie-Komödien wiederentdecken würden, wirkt die Ausgelassenheit und Unbeschwertheit der vier Ostbayer tatsächlich so, als würden sie sich noch immer in der Blütezeit ihrer Jugend befinden - mit dem Skateboard unter den Fußsohlen und dem Dosenbier in der Hand. Leider ist diese Authentizität bei Pop-Punk-Bands heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso so schöner also, dass man einigen von ihnen diesen Schneid noch abkaufen kann.

Die Split-7", der die Bands jeweils einen Song beisteuerten, erschien auf rotem (50 Stück) und schwarzem (250 Stück) Vinyl.




Black Shape of Nexus/Lazarus Blackstar Split-LP

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Nach den letzten Glücksgriffen mit den Sludge-Black-Metallern Red Apollo aus Dortmund und der Hannoveraner Doom-Death-Metal-Band Serpent Eater, gibt's für die neu gewonnenen und düster gestimmten Anhänger des niedersächsischen Labels Alerta Antifascista bereits den nächsten, wuchtigen Nachschlag. Dafür konnte sich das Label die Dienste des Mannheimer Sextetts Black Shape of Nexus und die mit einem Mann weniger aufgestellten Engländer Lazarus Blackstar (ehemals Khang) sichern. Dabei braucht man zwischen der A- und B-Seite eigentlich gar nicht groß auseinanderklamüsern, da sich die Split-LP dank der musikalischen Nähe der beiden Beteiligten recht homogen gestaltet, von der Herzkranke und Klaustrophobiker aber lieber die Hände lassen sollten. Insgesamt 36 Minuten amp-durchzogenes Sludge-Gegrolle, das wie eine schleppende Walze langsam über den Brustkorb rollt. Ein Sumpfmonster, das mit jeder verstrichenen Minuten mehr immer tiefer im Schlamm versinkt. Dass sich die Engländer dabei für den etwas melodischeren Teil auszeichnen, liegt vor allem auch an ihrem Stoner- und größerem Hardcore-Gehalt.

Die 180g schwere LP, die auf grauem (100 St.), weißem (100 St.) und schwarzem (300 St.) Vinyl erscheinen wird, kommt in schwerem Coverjacket mit Textblatt und Obi Strip und geht am 13.02.2014 an den Start.

Stream via The Obelisk

Stream and Buy Digitally via Alerta Antifascista

Samstag, Januar 11

Gerdas Tanzcafé Jahres-Sampler: Überm Tellerrand



Artwork by aexl

Endlich können wir euch das Projekt vorstellen, das uns knapp ein halbes Jahr auf Trab gehalten hat, unser Jahres-Sampler 2013. Wie wir bereits im Vornherein angekündigt haben, handelt es sich hierbei nicht nur um unsere zweite Compilation in diesem Rahmen, sondern durch die Zusammenarbeit mit Pinmusik auch um unser erstes offizielles Release, das wir mit einer nicht-kommerziellen Creative Commons -Lizenz auf dem Label-Bandcamp vertreiben. Zudem findet sich unser Sampler in den Katalogen aller bekannter Streaming-Portale wieder (Deezer, Spotify, Simfy, Rdio etc.), was es euch ermöglichen soll mit jedem Endgerät bequem in den Genuss kommen zu dürfen.

An dem Projekt haben in diesem Jahr besonders viele Bands und Musiker teilgenommen. Darunter befinden sich neben vielen Unbekannten vor allem auch Blog-Bekannte und Independent-Giganten. Ein besonderes Highlight bilden dabei Dungeon Elite [**]. Einer extrem starken Nintendocore-Gruppe aus Italien. Vielfalt wird also wie immer geboten. Das Teil könnt ihr euch kostenlos über Bandcamp beziehen oder gegen Spende, die wir voll und ganz den Künstlern zukommen lassen wollen. Wir freuen uns auch wenn ihr mal einen Künstler oder sogar den kompletten Sampler rezensieren würdet.

Wir haben schon mal den Anfang gemacht und den Künstlern, wie schon beim 2012er Sampler, Mini-Bandpages geschrieben, in der ihr ein Kurzreviews unseres Autors Serious Crusty und Verlinkungen zu ihren Homepages und Social Network Profilen findet. Klickt euch mal durch die Tracklist:

01. Dan Scary     –     Gerdas Tanzcafé
02. White Leaf     –     Some Trouble
03. Skeletor     –     Schöne neue Welt
04. I Like Ambulance     –     In den nächsten paar Jahren
05. Soma Nowaja     –     Weiße Nächte
06. Whitey Whiteboy     –     Accelerate
07. Phlegmatix     –     Stand Your Ground
08. Dv Hvnd     –     Psychiatrie
09. Magret     –     Heading for Trostlosigkeit
10. Leonid Freshnew     –     Don't mess with O-ren
11. Volkmer Bendix     –     Trip in die Tonne
12. Dungeon Elite [**]     –     Tyrael
13. 2:38     –     Vier Viertel Krach
14. JTZT     –     Aus den Trümmern eines Lebens
das mir einst Heimat bot
15. Kapytaen     –     Hoffnung
16. ...tot aus dem Wald     –     Null im schwarzen Quadrat
17. Danijel Zambo     –     Falling Apart
18. The Odd & Ugly     –     Of You and of Me
19. Däsdraction K     –     Klassenfahrtphobie
20. Ulle Kamelle     –     Bad Things
21. Day to Resist     –     Strike a Match
22. Mahlstrom     –     Zwingpfeil
23. Cosmonauts Train Trip     –     Farbdunst
24. Hansen     –     Heut am Tag
25. Herlathing     –     Nur ein Tropfen Blut
26. Kill Valmer     –     No One Else
27. Diametral     –     Arbeit ist Arbeit
28. SchlagerBernd     –     Amore Amore
29. Zuse lab     –     Herz von Stein
30. ZerZaust     –     Edelhuren
31. Mayak     –     Cut The Ropes
32. Mofabande     –     Hagen
33. Absolut Bastard     –     Mittelfingerpunk
34. Broe     –     Cracks
35. derZiemlich & herr.ungerade     –     Die wichtigste Frage
36. Cunt Eastwood     –     Dänemark
37. Continents.     –     Beneath Sheets of Dust
38. Reznik Syndrom     –     Jim, Johnny und _____
39. Nils Matzka     –     Alles was du siehst ist echt (incl. Outro)


PINMUSIK
BANDCAMP




Creative Commons Lizenzvertrag
Gerdas Tanzcafé Jahres-Sampler: Überm Tellerrand ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Montag, April 29

Der Bandcamp-Hardcore Vol. 10


Kelevra:

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Hier nochmal für Diejenigen, die unserer zuletzt schnell abrutschenden Shoutbox nicht so ganz folgen konnten. Die fünf Mannen der Münchener Band Kelevra, hier bei Gerda bereits vom Rocki vorgestellt (siehe HIER), haben ihr Versprechen eingelöst und pünktlich vor den letztjährigen Festtagen ihre neue 7" veröffentlicht. "End of This Time" ist zwar wieder eine Eigenproduktion der Band, allerdings mit dem Unterschied, dass die Instrumente diesmal auch richtig scheppern dürfen (bzw. können). Verantwortlich dafür war Guido von der befreundeten Band Per Capita (siehe unten), der sich in den Aimless Studios um die Aufnahme kümmerte. Noch immer weit weg vom Major, aber Kelevra's apokalyptischer Mix aus Hardcore-Punk und Metalcore fühlt sich sowieso viel wohler in den dreckigsten und dunkelsten Ecken Deutschlands. "End of This Time" bietet als schwarzes 7"-Vinyl mit beiliegender CDr, die zusätzlich den remasterten Song "Monolith" vom "In München Nix Los"-Sampler enthält, zusätzlich Kaufanreiz.

Buy Here & Here

Per Capita:

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Mit ihrem S/T-Debüt-Album im Jahr 2009, bewegte sich das ebenfalls aus München stammende Quintett Per Capita (übersetzt: "pro Kopf") noch näher am 80er-Hardcore. Auf ihrem zweiten Album "The Damage Done" (2011) und mit neuem Drummer, hämmerten sie dann ihre Songs im Eiltempo durch Crust und Grindcore, die - Dank des immer noch anteiligen Hardcore-Punks - zum Glück nicht bloß im sturem Geknüppel ausarten.  

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Nightslug:

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Völlig unbekannt sind die drei Beteiligten der Düsseldorfer Sludge/Doom-Metal-Band Nightslug nicht. Deren Shouter und Gitarrist Jens fand immerhin schon mit seinen Union of Sleep Unterschlupf beim Szenekultlabel Per Koro, was den Einstieg mit seinem neuen Seitenprojekt deutlich erleichterte. Dort nämlich erschien ihr Debüt-Demo als remastertes, einseitig bespieltes und b-seitig besiebdrucktes Vinyl mit DL-Code. Der Kauf dieser LP lohnt sich somit doppelt, da sich ihr Kälte durchzogener, bedrohlich aufstampfender und atmosphärischer Sound als Bandcamp-Download noch etwas übersteuert durch die Boxen quetscht.

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Alfons Bauer:

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Ziemlich kruder Mix aus Death Metal und Kirmestechno von den beiden Herren aus Wiesbaden, die bislang eher auf kleinen Punkfestivals zur Umbaupause ihre Auftritte feiern. Auf größeren Festivals noch nicht auf der Bühne zu finden, sondern mit Bollerwagen unterwegs, um die Zeltbewohner auf sich aufmerksam zu machen. Ihr letztes Album "Bauer Vs. Bauer" könnte man immerhin als Death-Metal-Album mit Nintendocore-, Trancecore- und Cybergrind-Ausflügen versuchen ernst zu nehmen. Wenn man es denn nicht besser wüsste... 


Leichenbrand:

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Leichenbrand - halb Mensch (Markus Stöcker als Sänger, Songschreiber und Gitarrist), halb Maschine (ein Drumcomputer). Der Ingolstädtische Cyborg streut seit 2006 unerschöpflich seinen Depressive Black Metal unter's Volk und versammelte seine bislang auf 12 Releases durchnummerierte Diskografie auf Bandcamp, darunter auch die einzige Split ("X") mit den Hamburgern Melodic Death-/Black-Metaller Metakognition. Meine Empfehlung für Neueinsteiger: fangt mit dem Album "Ein Schneesturm kommt" (2007) an, dass vielleicht beste Paradebeispiel für die schmale Gradwanderung seiner Höhen und Tiefen - nämlich durchaus ernstzunehmende, gute und melodiöse Black-Metal-Ansätze vs. Übermut durch übertriebene Experimentierfreudigkeit und Genresprünge. Ob einem die DIY-Attitüde, welche sich hauptsächlich durch die eher magere Soundqualität und der künstlich wirkenden Drummachine äußert, zusagt oder nicht, mzss jeder für sich entscheiden. Wer sich durch das Album durchgearbeitet hat, kann im Folgenden aus insgesamt 96 Liedern sein Hitalbum erstellen.

Downloads:
Ebola//Fabrikat Fleisch//ESK v2//Scheinwelt//Klang//X//Nur der Tod ist ewiglich//Traumtöter//Dorn//Ein Schneesturm kommt//Durch die Dunkelheit//...und im Feuer lagen meine Träume

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Kapytaen:

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Von wegen Erholung und Entspannung, im Kurstädtchen Würzburg wird jetzt gemoshed und gehated. Die vier Jungs von Kapytaen hauen uns auf ihrem Debüt-Demotape zehn Hassattacken in 15 Minuten um die Ohren. Sich in düsterem Black-Metal und Grindcore hinab grabend im Stile von Hexis, ähnlich unmissverständlich wie einstige Danse Macabre. Ihr selbstveröffentlichtes Demotape erschien im Februar 2013 in einer kleinen Auflage von 50 Stück und dürfte nur noch begrenzt vorrätig sein. 





El Camino Car Crash:

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Mit Within Walls ließ Dornbirn bereits ein fieses Hardcore-Monstrum frei und hetzte es durch den österreichischen Untergrund. Zusammen mit einigen Mitgliedern ihrer schweizer Kollegen von Unveil, haben sie nun auch den Ausstieg zur Oberfläche gefunden. El Camino Car Crash sind weit mehr, als nur der angesetzte Kniefall vor ihren Vorbildern Converge und The Hope Conspiracy. Das ist treibender New-School-Hardcore, der mit reichlich Punkattitüde auch immer die Melodie sucht - und findet. Ihr auf hundert Stück limitiertes S/T-Debüt-Demotape (Stream HIER) war seiner Zeit "Demo des Monats" in der Visions  und erschien über Take it Back.



Außerdem neu:

Thoreau:

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Erst vor Kurzem feierte die jüngst zusammengefundene, fünfköpfige Postcoregruppe Thoreau aus Würzburg die Releaseparty zu ihrer Debüt-EP "IV". Zwei Tracks, die sich in knapp 18 Minuten der Hoffnungslosigkeit und Tristesse ergeben. Zwischen Düsternis und melancholischer Verzweiflung mäandern die Songs durch Postcore und -metal, und lasten, ohne viel Worte zu verlieren, wie Backsteine auf dem Brustkorb. Ihre EP erschien in Eigenregie in einer kleinen Auflage von 100 CDs und kann direkt über die Band geordert werden. 




KMPFSPRT:

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Ihre gemeinsame Band Fire in the Attic, vorher unter dem Namen Summer's Last Regret gegründet, haben die Brüder Richard und Dennis Meyer vorerst auf Eis gelegt. Zusammen mit Max Schreiber (ex-Days in Grief und -Élysée) und Ex-Top-Model David Schumann (Go As In Gorgeous) gründeten sie 2010 die Band KMPFSPRT, damals noch unter dem anfänglichen Namen Lyon Estates. Und weil Vergangenes auch weiterhin der Vergangenheit angehören soll, wird jetzt auf Deutsch gesungen. Die typischen Punkinhalte, die allerdings untypisch indirekt zum Ausdruck kommen, verpacken sie in chorreichen, treibenden Melodic-Punk, der durch Richard's rauhem Gesang auch immer etwas Hardcore nachhallen lässt und somit natürlich auch großartige Hot Water Music auf den Referenzplan rufen. Ihre Debüt-EP "Das ist doch kein Name für 'ne Band" aus dem Jahr 2012 erscheint neben CD auch auf schwarzem, einseitig bespieltem Vinyl mit B-Seiten-Siebdruck, in Folientasche + DLC, und auf 366 Stück handdurchnummeriert. Also definitiv einen Kauf wert!      

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Jahres-Sampler