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Sonntag, April 19

Stereo Dasein - Ein kurzweiliges Vergnügen



Das 2003 gegründete DIY-Label aus Enschede, NL pflegt mittlerweile Beziehungen zu halb Europa und über den Großen Teich hinaus. Kein Wunder also, dass sich mit Torpedo Holiday, Duct Hearts, Hauke Henkel und Manku Kapak eine Vielzahl an deutschen Bands auf Stereo Dasein tummeln. Hier eine kleine Übersicht seiner Sprösslinge:

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Gay Angel

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Queer-Singer/Songwriter und Multiinstrumentalist und Drunk With Love Records-Chef Jake Bellissimo aka Gay Angel hat es wohl auf einen ähnlichen Rekord abgesehen, wie Sufjan Stevens. Seinem selbstbetitelten Minialbum folgte bereits kurze Zeit später der erste Longplayer "Places I'll Eat,...", und jüngst nun der erste Part seines geplanten 100(!!)-Song-Albums "Floral", das schonmal 25 Gefühlsausbrüche und -Duseleien offenlegt. Proportional zu den Songs seiner Releases, stieg auch ständig die Anzahl der jeweiligen Gastmusiker. Waren es anfangs lediglich drei, fanden sich auf dem zweiten Album schon 26 (!!) wieder, die schließlich auf "Floral" zu ganzen 29 (!!) addiert wurden. Bei einem Ensemble dieser Größenordnung ist es folglich nur schwer, die Musik auf den Punkt genau zu beschreiben. Von der klassischen und melancholischen Singer/Songwriter-Anmut, über Folk, Country, Chanson und Pop, bis hin zu kabarettistischen Einlagen, lotet der Amerikaner die Grenze zwischen Schönklang und Experiment aus und überzeugt mit einem sowohl eigenständigen als auch extravaganten Sound.


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Stafrænn Hákon

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Weiter geht's mit einer vierköpfigen Band aus Island, die 1999 ursprünglich als Soloprojekt von Ólafur Josephsson ins Leben gerufen wurde. Spätestens seit Björk, Ólafur Arnalds oder Bands wie Múm und Sigur Rós, ist der isländische Experimental-Pop zu einem weltweit anerkannten Trademark aufgestiegen. All das sind sicherlich keine zwingende Referenzen für Stafrænn Hákon. Zum elektronisch angereicherten, spacig abhebenden und ambient post-rockenden Pop-Rock der Band aus Reykjavík lassen sich dennoch ein paar Parallelen ziehen. Mit französisch-chansonistischer als auch brit-poppiger Leichtfüßigkeit, halten Stafrænn Hákon ihre Songs allerdings in einem überschaubaren Rahmen, anstatt sich wirr und grenzenlos ausufernd im Plucker-Experiment zu verlieren. Verhältnismäßig fast schon massenkompatibler Indie-Pop-Rock aus Island. Aber eben auch nur fast.


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She Has A Cold, Cold Heart

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Hinter She Has A Cold, Cold Heart verbirgt sich Stereo Dasein-Chef Elias Lichtblick. Das D.A.R.Y.L.-Cover seiner "She Has A Sore,..."-EP spoilert schonmal die vorgegebene Richtung: nostalgischer und handwerklicher Synthie-Sound, der sich schier endlos und etwas uninspiriert in Monotonie verliert (EP) oder etwas song-orientierter am House und Pop labt (Split-EP mit der instrumentalen Electro-Post-Rock-Band Dotlights). Nicht ganz mein Geschmack, wenn ich ehrlich bin. Muss es aber auch nicht. CDEP und Split-Tape haben sich seine Anhänger bereits restlos unter die Nägel gerissen.



Hauke Henkel

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Ein Klavierspieler mit Post-Hardcore-Vergangenheit. Bei Manku Kapak rotierten seine Arme unentwegt am Schlagzeug, für sein Soloprojekt beweist der Frankfurter Singer/Songwriter Hauke Henkel nun schon über sieben Jahre und 13 Veröffentlichungen hinweg wahres Fingerspitzengefühl. Auch auf seiner letztjährig erschienenen 12inch "Aufbruch im Fall" schafft er eine seltsame, aber durchaus spannende Symbiose aus Melancholie, Euphorie und Düsternis. Neo-Klassik oder minimalistisches Kammerspiel? Wer weniger Fragen stellt, hat mehr von der Musik! Abschalten und fallen lassen. Diskografie-Doppel-CDr "Töne in wechselnder Reihenfolge" ist leider schon ausverkauft.


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Torpedo Holiday

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Für ihren ersten und letzten Longplayer "Kuraĝo" wollte die "Four-Headed Screamoflavoured Punk-Combo from the 'Waterkant'", Torpedo Holiday, nichts dem Zufall überlassen. Vom orange-farbenen Vinyl wurden nämlich nur so viele gepresst, wie vorbestellt. Wer sich das Abschiedsalbum der vier Hamburger zu Gemüte führen will, muss nun also mit dem digitalen Format vorliebnehmen, dass auf den Bandcamp-Seiten von Band und Label gegen Spende erhältlich ist.
Mit den acht Songs auf "Kuraĝo" verabschieden sich Torpedo Holiday keineswegs mit einem Knall. Mit fast schon stoischer Konzentration, weicht die Band von keinen Ton ihres eigens kreierten Sounds ab und knüpft somit nahtlos an den vorangegangenen Releases an. Warum auch? Von Anfang an haben sie zwischen Emo- und Post-Punk, Post-Hardcore und Screamo ihre eigene Nische besetzt und blieben sich und ihrer kleinen aufgeschlossenen Hörerschaft treu. Musik, die den Untergrund nie verlassen sollte. Dabei richten sich die aufgewühlten und mahnenden Texte eigentlich gegen Diejenigen, die von der Existenz derartiger Musik wahrscheinlich noch nicht einmal Kenntnis genommen haben: Staat und gesellschaftliche Fehlentwicklung bzw. Stagnation. Auch das schlägt eine direkte Brücke zu ihren Vorab-Releases, was "Kuraĝo" weniger nach einem Abschluss, als vielmehr einem offenen Ende klingen lässt. Torpedo Holiday sind tot - lang lebe Bijou Igitt, Moro und Reasonist.


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Donnerstag, Dezember 4

Gesplittet, Teil 6

Der gesplittete Weg Manku Kapak's



Über ihre Splits mit den Berliner Lo-Fi-Indie-Punks Tyran Tyran und ihrem klavierspielenden Solisten Hauke Henkel könnte man bereits gestolpert sein. Über das Münchener Ein-Mann-Label time as a color erschien jüngst nun die 5-Way-Split "My Heart in Your Hand", die einen ähnlich vereinenden Grundgedanken in sich trägt, wie die unten erwähnte "Making Waves"-Split. Fünf Bands, verteilt auf drei Kontinente und vier Länder. Lässt man diesen geografischen Aspekt außen vor, ergibt sich daraus wohl die Kernaussage Musik kennt keine Grenzen. Klar, dass ist nicht neu, dennoch haben es sich die Verantwortlichen auch hier nicht einfach gemacht und lediglich fünf Bands unterschiedlicher Herkünfte zusammengewürfelt. Eine grobe musikalische Nähe und ein grundlegender DIY-Charakter machen eben noch lange kein harmonisches Gesamtkonstrukt. Daher punktet "My Heart in Your Hand" vor allem wegen seiner wohl überlegten und stimmigen Songgliederung. So wird die 10inch von den ansonsten nicht immer so sentimentalen Engländern Human Hands bedächtig eingeleitet; von den noisig-kratzenden Australiern Nebraska mit etwas Schieflage aus der Lethargie gerissen; von der japanischen Supergroup Asthenia scheinheilig und sanft zurückgeholt, nur um zum Ende hin nochmal so richtig fies auszubrechen; von Manku Kapak mit Sturm und Drang nach vorne gepeitscht (einer ihrer vielleicht stärksten und eindringlichsten Songs); und steuert schlussendlich mit den Münchener Post-Rockern Duct Hearts im Wechselbad der Gefühle gen Ende zu. Der atmosphärische Soundtrack zu einem großen Kino, der als rotes (75 St.) oder schwarzes Vinyl (428) eben nur auf den Plattenteller passt.

Manku Kapak-Links: Bandpage//Facebook//Soundcloud//Myspace
Tyran Tyran-Links: Tumblr//Bandcamp//Last.fm
Hauke Henkel-Links: Bandpage//Facebook//Bandcamp//Reverbnation//Myspace
Human Hands-Links: Facebook//Bandcamp//Last.fm
Nebraska-Links: Tumblr//Soundcloud//Bandcamp//Bigcartel
 Asthenia-Links: Bandpage//Soundcloud//Last.fm//Bandcamp
Duct Hearts-Links: Facebook//Bandcamp//Myspace//Last.fm




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Chuck Bass: Split-7" & 4-Way-Split-Tape


Nach ihrer selbstbetitelten Debüt-EP im letzten Jahr, schraubte die Kieler Hardcore-Punk-Screamo-Band Chuck Bass in diesem ihr Releasekonto gleichmal auf drei hoch. Vier Songs insgesamt spielte das norddeutsche Quartett live ein, die gerecht auf eine Split-7" mit  und einem Vierer-Split-Tape verteilt wurden. Mit mehr Wumms hinter der drückenden Produktion (alle Songs im Musikbunker Hamburg eingespielt und von Tobi Zwölfuhrvierzehn abgemischt und gemastert), bleiben Chuck Bass ihrem rohen Sound treu, was vor allem dem anvisierten Tempowechsel der Band zu Gute kommt. Wenn in "Alba Varden is a Ship" zum Ende hin plötzlich sämtliche Instrumente verstummen und das herzzerreißende Geschrei nur noch vom attackierenden Schlagzeug angetrieben wird, erreicht der Song eine unheimliche Intensität. Authentizität kristallisiert sich somit als größter Sympathiepunkt für die Band heraus, bei der jedes Gitarrengezirpe, jeder Beckenschlag und jeder rauh verzerrte Ton buchstäblich nach D.I.Y. schreien. Live erlebt man bei diesen Jungs garantiert keine böse Überraschung.
Auf der Split-7" erhalten sie B-Seiten-Rückendeckung vom schwedischen Fünfer Vi Som Älskade Varandra Så Mycket. Die 2011 gegründete Band veröffentlichte zuvor zwei EP's (jeweils als Free Download) und erweist sich in der Ausübung ihrer Screamo-Kür als nicht weniger sprunghaft und spontan , als ihre eingangs erwähnten Splitpartner. Dennoch wird ihr Song "Ryggarna mot varandra och vi fortsätter gå", der ebenso von Ausbrüchen und rockigen Einlagen durchbrochen wird, von einer fast schon dreampoppigen Untermalung zusammengehalten.
Das 4-Way-Split-Tape "Making Waves"entstand in Kooperation der beiden Labels Tief in Marcellos Schuld und Chloromethane Recs., mit der Idee, global in Küstenstädten beheimatete Bands auf einem Release zu vereinigen. Neben Chuck Bass, sind mit je zwei Songs die peruanische Skramz-Furie Fiesta Bizarra, die noisigen Post-Hardcoreler Uragano und die Trash-Punkviolence-Combo Urughai aus Malaysia vertreten. Bislang ist die Split nur digital erhältlich, soll demnächst aber in einer limitierten Tape-Variante (u. A. auch über Dead Bir Records) auf den Markt kommen.

Chuck Bass-Links: Blog//Facebook//Bandcamp

Vi Som Älskade Varandra Så Mycke-Links: Bandpage//Facebook//Bandcamp
Fiesta Bizarra-Links: Tumblr//Facebook//Bandcamp
Uragano-Links: Facebook//Bandcamp
Urughai-Links: Facebook//Myspace//Reverbnation

Split 7" w/ Vi Som Älskade Varandra Så Mycket ->DL A-Seite////Full Stream


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Unru & Parämnesia Split-12"


Heureka! So langsam wird Black Metal hierzulande wieder entdeckenswert. Nach ihrem vergleichsweise kompakten Demo "MMXIII", offenbarte das Bielefelder Quartett Unru (u. A. mit Mitgliedern von Negativvm und Abest) bereits Anfang des Jahres auf ihrer gemeinsamen Split-LP mit ihren Berliner Kollegen von Sun Worship ihr Faible für epischen Tiefgang. Für ihre zweite Split legte die Band nun nochmals eine Schippe drauf und veröffentlichte mit "Die Welt in der wir sterben" ein fast 13-minütiges Epos, das gewohnter Maßen auch mal die Nähe zum Hardcore und Crust sucht. Der Song steigert sich zu Beginn bedächtig, weiß an dieser Stelle bereits gekonnt eine morbide Stimmung zu erzeugen, ehe sich die Instrumente mit einer an Isis erinnernden Wucht aufwölben und ein wahrlich schauderhaftes und nihilistisches Gemetzel hinlegen, bis der Song schließlich doch in einem beklemmenden Kammerspiel endet. Eingefangen wurde der rohe, brachiale und dreckige Sound von Ruins-Gitarrist Rouven Bienert, was nun zumindest Denjenigen das Gewissen erleichtern dürfte, die dem Black Metal noch immer mit einem flauen Gefühl im Magen entgegnen.
Das französische-schweizer Duo Parämnesia, deren beiden Mitglieder Nocturnalpriest und Pyrcheas den Black Metal auch in ihren Namen zelebrieren, steuern der Split-12" ebenfalls einen Song bei, mit der sie die Gesamtspielzeit auf fast 28 Minuten hochschrauben. Der ist schlicht mit der römischen Zahl "III" betitelt und bildet somit das Bindeglied zu den Songs "I" und "II" der vorangegangenen EP "Ce Que Dit La Bouche D'ombre" und ihrer kürzlich erschienenen LP, die die Songs "IV" und "V" beherbergt. Bereits seit Mitte der 00er treibt der Dunkelpriester sein Unwesen, zumeist in diversen Soloprojekten wie Baalshamin oder Mal Etre, mit denen er in atmosphärischen, ambienten, okkulten oder doomenden Black Metal abtauchte, ehe er seinen jetzigen Bandkollegen erstmalig als Gastsänger für sein drittes Malvoisie-Album "Krankheit" einlud.
In "III" werden vieler dieser Elemente verknüpft und zu einem ähnlichen Epos zusammengeschustert, das im Gegensatz zum Unru-Song, den Dreck allerdings mit etwas mehr Klangfülle und hintergründig schwebende, verhallte Synthies abspült. Mit fiesen Blastbeat-Attacken kennt aber auch Parämnesia's Song nur eine Richtung - hinab in den finsteren Abgrund.

Unru-Links: Facebook//Bandcamp

Paramnesia-Links: Blog//Facebook//Bandcamp//Myspace

DL Unru & Paramnesia Split-12" ->A-Seite////B-Seite

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Außerdem


Cursive/Fake Problems Daytrotter Split-12"


Ähnlich wie das noch relativ junge Clouds Hill Studio in Hamburg oder der niederländische Musikdistributor Konkurrent ("In the Fishtank"), hält auch das 2006 gegründete Horseshack-Studio in - na klar - Rock Island, Illinois seine Tradition, prominente Gäste für eine kurzweilige, analog und uneditiert festgehaltenen Session einzuladen. The National, ...Trail of Dead, Dinosaur Jr., Bob Mould - die Liste ist lang und exklusiv (siehe HIER). 2009 nutzten auch Cursive, Omaha's Aushängeschild für verqueren Indierock, einen zweistündigen Tourstop, um sich im besagten Studio für die noch ausstehenden Konzerte warmzuspielen. Auf dem Programm standen "The Casualty" ihres Durchbruchalbums "Domestica", "What Have I Done" vom vorletzten Longplayer "Mama, I'm Swollen", sowie die beiden Coversongs "Modern Love" (höre David Bowie) und "Love Cats" (The Cure), denen ihr adoleszent verspielter Frontmann Tim Kasher gewohnt seinen eigenen Stempel aufdrückte.
Die B-Seite bepflastern Floridas Fake Problems, vielleicht auch wegen ihres nicht weniger charismatischen Sängers Chris Farren oftmals in einem Atemzug mit Cursive genannt, mit fünf gefühlvollen Songs. 2010 war die Band mit The Gaslight Anthem auf großer U.S.-Tour unterwegs, um ihr bis dato letztes Album "Real Ghosts Caught on Tape" zu promoten. Folglich finden sich mit "Complaint Department", "Songs for Teenagers", "Ghost to Coast" und "RSVP" vier Songs dieses Albums wieder, plus den Exklusivsong "I Love to Boogie".
Runde Sache also diese Split-LP, die es mit einer Anmeldung zur Daytrotter-Mitgliedschaft kostenlos zu ergattern gilt (exkl. Versandkosten!).

Cursive-Links: Bandpage//Facebook//Soundcloud//Twitter//Myspace

Fake Problems-Links: Bandpage//Facebook//Soundcloud//Twitter//Bandcamp//Myspace

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Montag, November 19

...und am Klavier, Herr Hauke Henkel.


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Bereits seit 2007 veröffentlicht der Bremer Stadtmusikant Hauke Henkel in Eigenregie seine akustisch wahrgewordenen Klavierfantasien, die er seit je her der Hörerschaft kostenlos zur Verfügung stellt. Anfangs noch ohne Gesang, reichten seine Lieder von unberechenbar verspielt (Debüt-EP "Keine Chance") bis hin zur melancholisch, verträumten Schönheit ("Wünsche" EP). Um seinen Songs mehr Aussagekraft zu verleihen, entschloss er sich auf  "Versteckspiel vor der Realität" erstmalig einem Album seine Stimme zu leihen. Das er kein wirklich begnadeter Sänger ist, versucht Henkel erst gar nicht (künstlich) zu vertuschen, denn nur so lässt sich der stellenweise holprige Sprechgesang oder die inbrünstige Attacke im Song "Luftschutzkeller" erklären. Ein Kabarettist und Komiker ist er dennoch nicht, da sich seine Texte emotional mit der Melancholie und Verzweiflung verstricken, manchmal sogar von Hoffnungslosigkeit zerfressen werden. Ehrensache, dass Gesellschaft und Politik auch noch ihr Fett wegkriegen. Als Support stand er bisher für Quittez Spectre, Your Neighbor the Liar und Manku Kapak auf der Bühne, die allesamt die Musik eher als Ablassventil benutzen.
2010 veröffentlichte Henkel eine 3-Song-EP unter dem Namen Quarzsanduhr, die sich stilistisch höchstens durch den noch gewöhnungsbedürftigeren Gesang von seinem anderen Releases unterscheidet.  

DL Sommer Album


Buy via Mail to >hauke@donthush.com<

Jahres-Sampler