Freitag, Mai 17

Fading Halo Records - Der Einstieg in den rumänischen Untergrund


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Bogdan und Adrian, zwei rumänische Untergrundmusiker, die sich ihre musikalischen Hörner bereits in so einigen Bands abgestoßen haben (u. A. AKU, HAOS), mussten sich bereits frühzeitig mit den Schwierigkeiten einer kaum beachteten Musikszene herumärgern. Rumänien - nicht gerade das Mekka für kulturelle Musikbegeisterte. Wie schwer hat man es denn erst, gehört man nun auch noch ausgerechnet dem musikalischen Untergrund an? Um sich die mühsame Labelsuche zu ersparen, gründeten sie zusammen mit einigen Freunden 2011 das kleine DIY-Label Fading Halo Records, dass sein Hauptaugenmerk auf den Hardcore legt, aber auch anderen Genres offen gegenüber tritt. Vornehmlich sind somit erstmal die Releases der eigenen Bandprojekte gesichert, was sich später jedoch auf externe Bands erweitern soll. FHR ist noch immer auf Sponsoren angewiesen und profitiert zudem aus einer engen Zusammenarbeit mit anderen regionalen Labels (z. B. Gluga Neagra) und Buchungsmanagements (z.B. Play Or Die Booking). Für's Aufnehmen, Mixen und Mastern konnte man Marius Costache in seinem Next Dog Studio gewinnen.

Direct-Downloads


Coins As Portraits:

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Coins As Portraits treiben seit 2006 ihr Unwesen, ihr Debüt- und bislang einziges Studiorelease "Form and Structure. Storm and Fracture" erschien allerdings erst 2011 als Co-Release zwischen Fading Halo Records und dem Non-Profit-Netlabel Asiluum. Die vier Rumänen um Gitarrist Bogdan von Fading Halo Records spielen chaotischen, dennoch technisch versierten Grindcore, der sich mit seinen 7 Songs und 16 Minuten Spielzeit außergewöhnlich viel Zeit lässt. Wohl auch, weil mit Progressive und Metal der Zutritt für andere Genres gewährleistet werden soll. Für ihre dissonanten und unkonventionellen Songs, lässt sich die Band von der Klassik, Electronic, der Avantgarde und vom Jazz inspirieren.



Stuck in a Rut:

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Kapitalistisches, rassistisches und homophobes Gedankengut lehnen sie ab, genauso wie geografische Grenzen. Sie setzten sich für Menschen- und Tierrechte ein und lassen keine Gelegenheit aus, sich als Stimmungsanheizer bei Demonstrationen zu präsentieren. Das Trio Stuck in a Rut aus Cluj verkörpern den Hardcore-Punk der rumänischen DIY-Underground-Szene. Auf ihrem Album "No Future" und dem Debüt-Demo "First Years" verbinden sie catchige Gitarrenmelodien mit trashigem Blast-Beats-Geschreddere und füllen die Lücken des Deathcore-Gekeifes mit einigen Sprachsamples auf. Außerhalb der Akustik versprühen sie ihre Attitüde über das rumänische Magazin Leave Me Alone.   




I Started Into the Forest:

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Hardcore ist eine Hure, daraus wollen die vier Rumänen um die beiden FHR-Mitglieder Adrian und Bogdan auch kein allzu großes Geheimnis machen. Immer wieder setzen sie zu Seitensprünge in den Grind- und Mathcore an und schlagen somit selbst dem motorischten Headbanger ein gehöriges Brett vor den Latz. Dass sie sich regelmäßig geradezu in einen Metalrausch spielen, sei laut der Band auf ein dynamisches Eigenlieben beim Einspielen der Songs zurückzuführen. So soll der Metalanteil beim nächsten Release deutlich geringer sein. "Unframed Pictures of Our Epilogue", das zweite Bandrelease und in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Ein-Mann-Label Ulterior Tapes entstanden, räumt den Gitarrenmelodien immerhin schon mehr Freiräume ein, bleibt aber ein garstiges Biest. Es ist auch das erste Release mit dem neuen Drummer Claudiu von der Progressive-Metal-Band The Dignity Complex. Aktuell arbeitet die Band an neuen Songs, die in diesem Jahr entweder auf mehreren Splits verteilt oder auf eine LP versammelt werden, in jedem Fall jedoch erstmalig auf Vinyl erscheinen sollen. Ulterior kündigte für den Frühling schon mal eine 7" an.



Expectations:

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Ebenfalls nach Rumänien und auf CD haben es Expectations aus Sofia geschafft. Auch die fünf Bulgaren verstehen es blendend, den Hörer auf eine falsche Fährte zu führen. Ihre s/t-Debüt-EP sammelt und steigert sich zu Beginn in atmosphärischen Sludge, ehe wenig später treibende Melodien und Riffs aus dem Versteck geholt werden und Hardcore-Punk- sowie Emocore-Fans von Ruiner oder besseren (und somit älteren) Funeral for a Friend ihre Tanzwut ausleben können. Ihr Debüt gibt's im schicken Digipak über FHR. Über den Bigcartelshop der Band ist zusätzlich ihre zweite EP "Gone" ebenfalls als Digi erhältlich.



The Boy Who Cried Wolf:

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TBWCW ist Bogdan's drittes Bandprojekt, das er über FHR an den Mann bringt. Involviert sind Mitglieder von CHESTER, Breathelast, White Walls, The Backstage Heroes und Perfect Zero For Infinity, die 2012 zusammengezogen wurden, mit einigen Proberaumsongs noch im selben Jahr zur Herbsttour aufbrachen, und sich 2013 zur Fertigstellung ihres Debüt-Albums "Bedtime Stories" im Studio einfanden. Ihre Gute-Nacht-Geschichten verpacken sie in kompromisslosen Hardcore und Metal. Kate Ashton für Erwachsene, sozusagen.

Dienstag, Mai 14

Denver sucht den Superstar


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Wenn allein eine Stimme vermag, selbst bei einem Songtitel wie "I Think There Are Holes in My Socks" dem Hörer Tränen in die Augen zu treiben; sie als treibende Kraft der Melodie scheinbar willkürlich in alle Richtungen auswirft und trotzdem stets den Schönklang wahrt; landet man entweder mit dieser Stimme bei einer Castingshow und findet später sein Gesicht abgebildet auf Massenware in den CD-Regalen sämtlicher Mediamärkte wieder, oder stellt mit ihr was ganz Verrücktes an. Elias Armao hat so eine Stimme und darüber hinaus ein Schlupfloch zwischen den beiden Alternativen entdeckt. Zum einen haben sich Weatherer in diesem Jahr vorgenommen, jeden Monat eine EP zu veröffentlichen, von denen - im März angefangen - bislang drei nach Zeitplan erschienen sind. Jeweils an einem Donnerstag, weil dieser Tag ja bekanntlich die besten Releases hervorbringt. Zum anderen lässt sich ihr Stil, den man vorsichtig in die Indie-Pop-Ecke schieben kann, nur ungern in ein Korsett quetschen. Weatherer's Songs brauchen Freiräume und begegnen Genregrenzen ebenso gleichgültig wie den üblichen Strukturen. In ihren Texten verarbeitet die mittlerweile zum Duo geschrumpfte Band eigene Erfahrungen rund um die Themen Trauer, Verlust und Sehnsucht, leitet daraus aber auch immer wieder positive Dinge wie Hoffnung und Neuanfang ab, und wirkt allein deswegen wie weniger predigender Gospel. Wem das noch nicht reicht, der kann sich auch noch Armao's Solo-Projekt In Her Company zu Gemüte ziehen.

Ähnlich wie Weatherer's Debüt-EP "You're a Bottomfeeder Harry", nähern sich The Running Lights eher dem Alternative, als sich im Indie-Pop zu verlieren. Auch wenn es Elias Armao, der sich abermals multitaskisch um Gitarre und Schlagzeug kümmert und Running Lights seine Stimme leiht, nicht vollkommen schafft sich von der Melancholie loszueisen. Mit an Bord sind auch Weatherer's zweite Hälfte Ben Socolofsky, Jamil Elfahdi und Trey Pernell, der bereits auf Weatherer's März-EP "Songs for the Cold" einen Gastauftritt feierte und bei Running Lights noch mal klar stellt, dass Piano und E-Gitarre sich nicht zwangsläufig gegenseitig abstoßen müssen. Für den Song "Footwork" holte sich die Band neben Rapper Jony Dez, noch zwei befreundete Violinisten dazu, die sich Armao vom Orchester der Denver School of Arts auslieh, an der er derzeit auch selbst seine kreative Ader auslässt. Mit "Paradise Lost" hauen Running Lights zum Schluss nochmal einen richtigen Hit raus, was anscheinend auch der Band nicht entgangen ist und dem Song eine Akustikversion widmeten.

P.S.: Auf ihrer Facebook-Seite soll sich irgendwo der Download-Link zu ihrem Debüt-Album "These Questions Only Grow More Complicated" befinden. Ich konnte diesen bisher noch nicht ausfindig machen. Wer sich bei der Suche besser anstellt, kann gern einen Hinweis in Form eines Kommentares hinterlassen.

Montag, Mai 13

Iowa - Punks in public

Irgendwo in Iowa. Joe Milik sitzt vor seinem Rechner und eröffnet einen eigenen Blog, der vornehmlich Iowas Weirdo-Szene Tribut zollen soll. Er selber war Mitglied der 2009 gegründeten Punkband These Needles, bei der auch Brendan Wells, ein ebenso heimatverbundener Querkopf, mitmischte. Als sich die Band 2011 auflöste, verteilten sich die Mitglieder auf neue Projekte, blieben ihrer Heimatstadt jedoch treu. Mit eigenwilligem Lo-Fi- und Noise-Charme soll sich die seit 2010 stets anwachsende Punkgemeinde als würdiges Erbe der in den 90ger Jahren entwickelten Hardcore-Szene (z. B. In Loving Memory) behaupten. "Muss das denn sein?", fragt sich der Pop-Punker. "Alles kann, nichts muss.", antwortet der DIY-Verfechter. Ich sage: genau das richtige für unseren Blog!     



Nerv:

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Seit 2009 spielen Joe Milik und Brendan Wells gemeinsam bei der hemmungs- und gnadenlosen Trash-Punk-Band Nerv, die nicht allzu lange braucht, um auf den Punkt zu kommen. Über das schwedische Label SMRT Records erschien 2012 bereits ein Demotape. Mai 2013 soll ihre neue 7" "Life?" (Stream HIER) folgen.








Solid Attitude:

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Musik kann so einfach sein, vor allem dann, wenn man sich als Band nicht mehr mit den Sorgen der Labelsuche herumärgern muss. Solid Attitude wurden 2010 von einigen Viking Fuck-Mitgliedern ins Leben gerufen und sicherten sich somit in bester Studiobesetzermanier einen Platz bei Solid Melts. Für ihren spastischen Garage-Punk empfehlen sich McLusky und Cougars als Vorspeisen. Eigentlich war für Februar 2013 eine neue 7" angekündigt, die über Sweet Rot erscheinen sollte. Wir warten immer noch, Freunde!

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Supersonic Piss:

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Selten gaben Bandname und Cover einen treffenderen Vorgeschmack (oder Vorwahnung?!) auf das, was dem Hörer erwarten sollte. Angestachelt von seinem pissigen Sänger, quält das Quartett Supersonic Piss seine Instrumente im Schweinsgalopp durch strappazierenden Noise-Punk.  


Buy Here, Here & Here




Slut River:

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Küsst sie mit diesem Mund etwa auch ihre Mutter?! Anna McDermott, Frontfrau von Slut River, ist ein zynisches Biest, so richtig mit Krallen und Haaren auf der Zunge. Trotz des derben Bandnames und Texte über Sex, Jungs und sonstige Leichtlebigkeit, können die Sexismus-Vorwürfe getrost begraben bleiben. In ihren Songs verarbeitet die hübsche Amerikanerin vielmehr ihren exzessiven Lebensstil, findet sich mit ihren drei Bandkollegen zum Jammen in der Garage ein und verteilt Arschtritte. Da dreh' ich mich doch gerne um... 



Error:

Da war doch mal was.. . Stimmt! 2004 veröffentlichte die Experimental-Hardcore-Supergroup Error - u. A. mit Atticus Ross (Nine Inch Nails), Brett Gurewitz (Bad Religion) und Greg Puciato (Dillinger Escape Plan) - ihre s/t-EP über Epitaph. Acht Jahre später kann auch Iowa auf eine Band namens Error zurückgreifen, die ihre Debüt-EP ebenfalls selbstbetitelte. Zwar mit keinem prominenten Line-Up und Label, dafür genauso zähnefletschend in Angriffsstellung lauernd. Ihre EP erschien in Eigenregie und ist als Tape über die Band erhältlich (Mail an eatapes@gmail.com).



Big Box:

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Nach dem Debüt-Demo-Tape im Jahr 2011 folgte ein Jahr später der erste Lonpplayer "Die Now", dessen Rillen gleichmal weinrotes Wax zieren durften. Ihren Hardcore-Punk untersetzt die mittlerweile zum Quintett angewachsene Band (auf "Die Now" vermöbelt Error-Drummer Joe Milik das Schlagzeug und Andy Buch rückte als zweiter Gitarrist nach) mit einen tief doomenden Bass und läutet nicht nur zuletzt deswegen zum Grunge-Revival.


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Los Voltage:

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Psychedelic-Punktrash?? Hier haben nicht nur die wabernden und leiernden Gitarren vom LSD genascht. Das Booklet ihres 2012er Albums "Rock'n'Roll Summer" zeigt zudem ekstatische Langhaartypen in seltsamen Posen. Auf dem zuvor erschienenem s/t-Album ging's da noch etwas hardcore-punkiger zur Sache. Beide Alben sind als Tape über TLOGOTOWA Records erhältlich.   

Dysfunctional - John Stone Lives


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Hier mal wieder etwas für Diejenigen, die vom überschwappenden Einheitsbrei dringendst eine Kreativpause benötigen. Dysfunctional aus dem französischem Nantes setzen zum Dreierhopp durch die Genres Progressive und Hardcore an und stampfen letztendlich ganz fest im Metal auf. "Foresight" packt zur Mitte hin gar die Post-Rock-Gitarren aus und lässt zum Ende hin mehr Sonnenstrahlen durchschimmern, als die Gewächshäuser des Eden Projektes. Das scratch-artige Interlude "Senses" bereitet das darauffolgende "Autumn" vor, das dann auch gerne mal etwas (hard-)rockiger sein darf und sich die Growls und das Gekeife für später aufhebt. Fehlt eigentlich nur noch ein prominenter Name wie Rodriguez-Lopez oder Patton auf der Mitgliederliste, um den Kultstatus pefekt zu machen. Für den letzten Feinschliff ihres 2011er Debüt-Albums "John Stone Lives" zeichnete sich das R3myBoy-Team verantwortlich, dass u. A. auch schon der französischen Extreme-Metal-Band Gojira aus den Startlöchern half.

DL John Stone Lives

Freitag, Mai 10

Gerdas Tanzcafé Promobox



Es wird Zeit euch unser neues Ding am rechten Seitenrand vorzustellen. Gemeint ist unsere Promobox, die ihr unter unserer Sampler-Verlinkung findet. Wie der Name vermuten lässt, soll hier die Promotion durch uns weiter angeregt werden, in dem wir in diesem gesonderten Frame Scene-Release Titel, aktuelle Musikvideos, diverse Bandcamp-Links und eventuell auch ältere Blogbeiträge posten ohne euch mit viel Text zu belasten.

Im Hintergrund dieses Projektes stand in erster Linie meine Schreibfaulheit, aber auch der Gedanke interessierte Blogleser und auch Shoutbox-Aktivisten ins Team zu loten. Damit soll nicht nur das Ziel gesetzt sein die individuelle Bandpromo anzukurbeln, sondern auch einen unaufhörlichen Datenfluss zu erzeugen um täglich geilste Musik kennen zu lernen.

Ihr könnt euch also ab sofort als Promobox-Spammer bewerben. Einzige Voraussetzung ist neben dem guten Musikgeschmack ein Facebook-Account (ob richtiger oder falscher Name spielt hierbei keine Rolle, da ihr alles im Namen der Promobox schreibt).
Wer Interesse hat schreibt uns entweder auf unserer offiziellen Facebook-Seite oder 'ne Mail an

rockschuppen [at] gmx.at

Schönen Grusz vom Getriebe!

Alex Mofa Gang - Hier kommt Alex!


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Was bitteschön ist das denn für ein Bandname?! Da hätten sich die fünf Berliner doch gleich Freunde der Landstraße nennen können. Egal...Alex ist also der Protagonist der ersten "Vorwort"-EP, für den es in den darauf enthaltenen fünf Songs alltägliche Probleme und Ängste zu überwinden gilt. Und da sich die Mofa Gang lieber auf unfrisierten Rollern mit gemächlichem Tempo fortbewegt, anstelle auf dicken und lauten Motorrädern, darf hier auch niemand Prollrock in Breitbeinstellung erwarten. Allerdings lässt sich auch noch nicht so recht voraussagen, wohin die Reise letztendlich führen soll. "Alles wie es war" beginnt punkig und erinnert mit seinem finalen, emotionalen Ausbruch an Madsen. Auch "Immer noch so jung" lässt so einen Ausbruch kurz gewähren, schmiegt sich ansonsten mit biederer Melodie eher Virginia Jetzt!-Hörern an. "Paris! Berlin! Schwerin!", das bereits den Sprung ins Fritz-Radio geschafft hat, wildert im partyhungrigen Nachtleben von Kraftklub, verzichtet glücklicherweise aber auf peinlichem Möchte-Gern-Rap. Am sympathieträchtigsten wird's allerdings erst dann, wenn die Alex Mofa Gang im Song "Lieber ganz alleine" ihren Veranstaltungsort vom sterilem Studio in die unaufgeräumte Garage verlagern. Ihre Debüt-EP bekommt ihr auf der Bandpage (siehe unten), wo ihr lediglich eure E-Mail-Adresse eintippen müsst. In der folgenden, euch zugeschickten Mail, erhaltet ihr dann den Download-Link.  

Bandpage

Donnerstag, Mai 9

Die Bandcamp-Punks Vol. 8


Leitkegel:

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Wir schreiben das Jahr 2011. Draußen bereitet gerade der Herbst mit nass-kalter Wetterfront im Schlepptau seinen Einzug vor. Für vier junge Essener genau die richtige Zeit, um sich für einen Kurzurlaub im Duisburger Le Fink Studio einzumieten. Mit ihrer Debüt-EP "LTKGL" verließen sie es im Dezember, die in den abgeschotteten Studiomauern von der tristen Stimmung außerhalb nicht's mitbekommen hat. Natürlich werfen ihre Texte auch die Frage auf, ob man mit seinem bisherigen Leben und den erreichten Zielen zufrieden sein kann, allerdings ohne sich in Hoffnungs- und Ausweglosigkeit zu begraben. Zu verdanken ist das vor allem Daniel Schnaithmann, der mit seinem forschen bis mahnenden Gesang der Melancholie nur wenig Freiräume lässt, dafür um so energischer in die Vollen gehen kann. Ein Jahr später und mit Erscheinen ihres ersten Minialbums "Raketenwissenschaft", welches digital (Stream HIER) über das Netlabel Pinmusik und in limiterter Pappschuber-CD (100 Stück) über die Band erhältlich ist, haben Leitkegel jeglichem Schubladendenken einen fetten Riegel davor geschoben und basteln aus den Zutaten Indie, Punk, Post-Hardcore und Post-Rock jene Songs, die sich den Hörer nicht gleich vor die Füße werfen, sondern Zeit brauchen und erarbeitet werden müssen.      




Pferd des Gärtners:

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Kleine Mogelpackung: die Münchener Band Pferd des Gärtners ist zwar nicht auf Bandcamp vertreten, ihr bislang einziges Album "Sturmtaucher" gibt's dennoch kostenlos als Directdownload über der Bandpage. Dort erhältlich ist auch die komplett in Eigenregie entstandene CD, eingepackt in einer Metalbox mit 20-seitigem Booklet und handnummeriert auf 296 Stück. Die darauf enthaltenen 18 Songs widmen sich dem 80er-Post-Punk und No-Wave, teils von schummrig düsterer Aura umhüllt und somit etwas an Joy Division und Bauhaus erinnernd. Angeführt wird das Quartett von Gitarrist und Sänger Peter - der etwa in gleichen Teilen auf Englisch und Deutsch singt - , dessen sonore Stimme er sich auch gut und gerne von einem nicht-das-R-rollenden Till Lindemann antrainiert haben könnte. Für etwas Hardcore- und Synthie-Einschlag zeichnet sich dann Drummer Mike verantwortlich.  


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Glorious Thieves:

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Etwas nördlicher, in Regensburg, haben die fünf Mannen von Glorious Thieves gerade die Leinen gelöst und steuern mit ihrer 5-Track-EP "Kurs auf Eisberg" geradewegs in den Sturm. Sänger Tobi hält das Steuer fest in der Hand, zieht beim furchtlosen Trällern gerne mal die Vokale etwas in die Länge und versammelt die restliche Crew zum feucht-fröhlichem Chorus an Deck. Das dabei auch sämtlicher Schmutz und Dreck weggespült wird, wird billigend in Kauf genommen. Ihre Wurzeln liegen eh im Pop-Punk, als in der Gosse. Und solange die Bugwelle noch höher schlägt als die Flut, werden sie daran auch nicht zerbrechen.   



Rollergirls:

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Seit ihrem selbstaufgenommenen 2009er-Debüt "In Heaven Everything is Fine" (Stream HIER) hat sich viel getan bei der Darmstädter Band Rollergirls. Damals spielten sie noch spannenden Post- bzw. Instrumtalrock und waren noch zu viert. Auf ihrer neuen EP "Bombs" und mit einigen Umbesetzungen hat nun auch das Mikrofon seinen Platz auf der Bühne gefunden, oder besser gesagt - gleich drei. Denn ihr hymnenhafter Pop-Punk, der irgendwie noch in den 90ern des Mittleren Westens der USA festhängt, wird stets von einem Chor rotzig vorangetrieben. Und das steht der Band verdammt gut. Ihren neuen Song "Idiot" konnte man jüngst als Vorgeschmack auf das erste, für Mitte 2013 angekündigte Album in der Oetinger Villa in Darmstadt hören. Schlagzeuger Nicolai Hildebrandt übrigens kennt man auch von den Hardcore-Punks SARG und den Psychedelic-Rockern Okta Logue. Entgegen dem Download, befinden sich auf dem roten "Bombs"-Tape vier Songs, zu denen sich zusätzlich vier songbezogene Karten in der Hülle befnden. Da die Erste bereits restlos vergriffen ist, folgte eine zweite Auflage, deren Bestand sich allerdings auch schon dem Ende zuneigen dürfte.     


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Shitface:

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Schaffhausen, den 15.03.2013: Im Neustadt 52 spielen The Raving Mads gerade das Abschiedskonzert ihres Drummers Bernie. Kurz zuvor feierte das Schweizer Trio Shitface ihren ersten Gig. Endlich mal wieder eine Punkband, die sich mit ihrem obszönen Namen selbst in die unterste Schublade steckt. Spätestens jedoch beim ersten Hördurchlauf kann man diese Schublade wieder getrost schließen, denn ihr Pop-Punk präsentiert sich wesentlich geschmackvoller, als ihr Name anfangs vermuten ließ. Unveil-Gitarrist Johann hat selbige froh gestimmt und begleitet zu unbekümmert euphorischen Gesang durch vier frenetische Melodien. Ihr "Hellflip Demo" haben sie in Eigenregie zu je 50 Stück auf clear/grey und black 7"-Vinyl, sowie auf CD pressen lassen, welche auf Konzerten verteilt bzw. per Mail an die Band bestellt werden können.      

DL Hellflip Demo


DxBxSx:

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Sie klingen wie die "Stones auf LSD" oder wie "Testosteron gesteuerte Queens of the Stoneage", oder das als Trio emporgeschossene Keimgut deutscher Punkgeschichte der letzten 40 Jahre. DxBxSx (Drive By Shooting) liefern genügend Gründe, das Phrasenschwein voll zu stopfen. Sie beziehen ihre Einflüsse aus Stoner-, Hard-, Psych- und Punk-Rock, wobei jeder für sich entscheiden kann, welche Phrase nun zutreffend ist. Einige sind übertrieben, Andere sind naheliegend. Ein paar scheinen wie für die Band geschaffen. Eines steht jedenfalls fest - DxBxSx bieten 100% ROCK, und das fett groovend! So macht Prollrock spaß. Über Bandcamp gibt's zwei digital überarbeitete Live-Mitschnitte gratis. Ihre beiden Alben - darunter auch ihr im März erschienenes neues Album "Ihr! Alle! Immer!" -, eine 7" und ein Demo kann im Stream probegehört werden. Na dann mal los... 


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Außerdem

Drahtmensch:


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Einmal Jam-Band, immer Jam-Band. Hinter Drahtmensch verbergen sich Eric Bauer und Christian Dräger aus Westerwald, die schon gemeinsam bei der experimentell jazzigen Avantgarde-Band Laube spielten. Mit deren Debütalbum "Ausmerzen" (höre HIER, kaufe HIER) schafften sie es immerhin auf Sonic Meditations, dem Label von Expo '70-Frontmann Justin Wright. Ihre erste eigene Jam-Session packten die beiden 2011 auf das Demo "Als gäb es kein Morgen" (Stream HIER), damals noch unter den anfänglichen Namen Nail Me und aufgenommen im eigenen Proberaum "Laube". Vielleicht lag es am anstößigen Namen, dass sie sich 2012 in Drahtmensch umbenannten. Ihr Quasi-Debüt "As Everything Slows Down", erschienen als Tape über das italienische Experimentell-Label HysM?, ist weniger Jam, als vielmehr die Quintessenz ihrer bisherigen Noiseeskapaden. Auch wenn der Song "Made Out of Glue" nach fünfminütigen Trommelschlagen und Gitarrenzupfen plötzlich durch rohes Geschrei zerborsten wird, bewegt sich das Duo nun näher an der Struktur, als jemals zuvor. Der folgende Song "This Room" lässt den Hörer nicht ganz so lange zappeln und explodiert zum melodischen Post-Punk-Reigen. Mit "Interactions" folgt ein nervöser Post-Rock-Song, der sich zur Mitte hin seiner melancholischen Fesseln entledigt und die Harmonie im aufwirbelnden Sturm verliert. Aber Harmonie ist sowieso so seine Sache, an der Drahtmensch lieber vorbeispielen, als sie erzwingen zu müssen. Und manchmal ergibt sie sich eben.   


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 Ludger:

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Das letzte Release "Monsignore Krusenotto" der Hamburger Punkgruppe liegt bereits zwei Jahre zurück. Nicht mehr ganz so aktuell also und dennoch hat sich in den letzten Jahren bei den fünf Beteiligten so einiges getan. Juri Gagarin und peters. gehören der Musikgeschichte an, ClickClickDecker veröffentlichen seit langem nur noch gesplittet (am 24.05. erscheint ihre Split mit Captain Planet über GHVC) und Herrenmagazin beeindruckten mit ihrem letzten Album "Das Ergebnis wäre Stille" nicht nur die Leute von der Visions. Nach einer Session Weihnachten 2009 in der Hamburger Astra Stube,  fanden sich einige derer Mitglieder nun also in der Supergroup Ludger wieder, angeführt von ex-peters.-Sänger Jörg Fuchs, was irgendwie auch nicht zu überhören ist. Deutschpunk, aufgeregt, ehrlich, abgeklärt und irgendwo in der Schnittmenge von Dackelblut und Knochenfabrik. Ihr auf 7"-Format gepresstes, zweites Album erschien über Kids in Misery und ist noch vorrätig. Die Tapes und CD's des Debüt-Albums "Auf Eis" sind bereits seit langem vergriffen.  


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Mittwoch, Mai 8

Was geht denn eigentlich so in Frankreich?

Zero Absolu


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Die Idee der Ein-Mann-Band ist sicherlich nicht neu. Der Franzose Nak Golaz ist ein Egomane durch und durch und Diktator seiner eigenen musikalischen Auffassung. Nicht etwa, weil er sich nicht mit anderen Musikern arrangieren könnte, immerhin spielte Nak schon in vielen Indie- und Hardcore-Bands, aktuell als Bassist bei Sport und Sänger der Metal-Band NERV. Anderen seine Ideen aufzudrängen liegt ihm halt nicht. Darum ist sein seit 2006 existierendes Projekt Zero Absolu (bei englischen Medien als Absolut Zero geführt) auch zu 100% Solo, einem Prinzip, dem er auch bei Live-Auftritten - bewaffnet mit Loopers, einer Drummachine, seinem Instrumentenarsenal und einer Videowand - treu bleibt. Und das erfordert schon ein gewisses Maß an handwerklicher Begabung, erst recht, wenn man sich allein der Herausforderung Post-Metal stellt. Natürlich nur eines von vielen Genres, die Nak neben Indie, Shoegaze, Post-Rock, Ambient und Electronica in seinem eigenen experimentellen Klangkosmos auf die Reise schickt. Was, wann, wie und womit dann aufeinander trifft, kollaboriert, sich wegstößt oder ineinander verschmilzt, bleibt eine spontane Reaktion und unterliegt keinen Rahmenbedingungen. Dennoch entfalten sich seine Songs zumeist in atmosphärischer Schönheit, tragen Trauer oder verdichten sich zu etwas Großem, was die Songs zwar unberechenbar macht, keinesfalls aber ins Chaos stürzt. Hilfreich dafür sind auch die Konzepte, an denen sich Nak auf seinen Alben entlang hangelt. So stellte das Debüt "Du Vide Au Néant..." das Wunder der Geburt und die Schönheiten des Lebens gegen Endlichkeit und die Bitternis des Todes auf, während "Dans Le Bras de Morphée" zwischen Traumwelten und Schlaflosigkeit pendelte. Sein drittes Album "Autømn" verzichtet erstmalig auf ein inhaltliches Konzept. Es sollte nunmehr der Song in den Fokus rücken, organischer und rockiger klingen. Das Konzept ist vielmehr die Atmosphäre, die von einer enormen Klangfülle transportiert wird. Wie ein Fischer, der mit seinem kleinen Boot auf offener See vom Nebel eingefangen wird. Orientierungslos, paranoid, mystisch und die beängstigende Vorstellung, was da draußen so alles lauern könnte, das rettende Ufer suchend. Fast ein Jahr hat Nak an diesem Album getüftelt. Ich denke es hat sich gelohnt. 

DL Autømn

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Lost in Kiev

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Das Pariser Quintett Lost in Kiev gibt's bereits seit 2007, ihr Debüt-Album "Motions" erschien nun endlich im letzten Jahr. Ein Album, dem man das lange Warten durchaus anhört, das nicht voreilig zum Releasen frei gegeben wurde. Dafür dürfte auch Sylvain Biguet (Birds in Row, Comity, As We Draw, etc.) - der sich auch aufgrund seiner engen Zusammenarbeit mit Amaury Sauvé bereits einen beachtlichen Namen als Hardcore- und Metal-Produzent  in Frankreich erarbeitet hat - gesorgt haben, der eine unfertige LP wohl eher als Raucherkerze in die Küche stellen würde, als sie voreilig zu veröffentlichen. Als bekennender Fan von Steve Albini darf "Motions" somit seinen rohen Sound behalten, was nicht unbedingt üblich ist im Post-Rock. "A Mere Shift of Origin" ist der Roadtrip eines jungen Menschen, der die Lehren seines Vaters als Anlass nimmt das Elternhaus zu verlassen, um die Welt für sich zu entdecken. Halt- und rastlos und am Ende mit der Erkenntnis: "I’ve remembered all my old friends I had betrayed by being a selfish bastard/ a useless ghost./ Everything was so clear: my life has always been about escaping not moving." Die Instrumentierung ebnet der Geschichte etappenweise den Weg und bäumt sich zur Mitte hin über treibende Gitarrenrhythmen zum Metal auf. Damit sind die beiden Variablen - Post-Rock und -Metal -, mit denen Lost in Kiev durch die 46 Minuten ihrer sieben, auf eigenen Erlebnissen beruhenden Songs geleiten, auch schon genannt. Einziger Seitensprung ist das letzte, über neun-minütige "The Day I Ruined My Life", das in seinen stürmischen Ansätzen und die letztendliche Brachialität keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich in den Post-Hardcore zu flüchten. Im April diesen Jahres erschien eine Split mit o. g. Zero Absolu, die auch einen mit dem Pariser gemeinsam eingespielten Song enthält.


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Comity

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Comity existieren bereits seit 1996, teilten die Bühne mit Größen wie Dillinger Escape Plan, Converge, Cave In und JR Ewing und wurden 1998 mit ihrem Debüt-Demo "First Whisper" vom Produzenten-Duo Sauvé/Biguet entdeckt, die die Releases der vier Pariser noch heute in die passenden Formen stechen. Das ist nicht immer ganz einfach, da sich Comity strikt dem digitalen Zeitalter verwehren und ihre Songs lieber analog aufgenommen, gemixt und gemastert haben wollen. Ihrer dreckbeklebten Mixtur aus Post-Hardcore, Metal, Powerviolence, Noisecore und einigen anderen Ausbrüchen, steht das sicherlich nicht schlecht. Für Sauvé und Biguet allerdings ein Knochenjob, denn eine normale Tracklist bzw. klare Songstrukturen kommen bei Comity nicht in Frage. Ihr 2006er Album "...As Everything is a Tragedy" beispielsweise enthält 56 Minuten Songmaterial, aufgeteilt in 99 Songs (der Bandcamp-DL hat diese auf vier Parts zusammengezogen), die an einem Stück eingespielt wurden. Die "You Left Us Here.."-EP, das erste Release nach ihrer zwei-jährigen Pause, beherbergt dagegen nur einen 17-minütigen Song, bei dem es ebenfalls galt, sich bei der Aufnahme nicht zu verspielen. Alles aber kein Problem, solange sich beide Parteien mit diesem Geduldsspiel arrangieren können. Die üblichen Formate findet man eh an jeder Ecke.    

 DL The Journey is Over Now
DL ...As Everything is a Tragedy
DL The Deus Ex-Machina As a Forgotten Genius
DL You Left Us Here...EP
DL The Andy Warhol Sucks EP
DL The Catharsis Syntax Project EP

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 Radius System


Nach anfänglichen Wohnzimmer-Experimenten am Rechner und etlichen Garagenparties bildeten Gregory Hoepffner und Axel Dallou schließlich das Duo Radius System. Ihr Debüt-Album "Work in Progress" entstand in Eigenregie, und obwohl ihr damaligen Sound noch unüberhörbar der Geiste ihrer jugendlichen Jam- und Tüftelorgien inne wohnte, fanden sich mit Season of Mist und Several Bleed Records gleich zwei Labels, die das Debüt der beiden Pariser an den Mann bringen wollten. Etwas weiter weg von der noisigen Wall-of-Sound und der melancholischen Elektronik erschien 2008 ihr zweites Album "Escape/Restart" (nur als Download), welches zwar nicht vollkommen auf Experimente verzichtete, nun aber immerhin Genreklassifizierungen zuließ. Mit Ambient, Post-Rock und Shoegaze lösten sie sich von ihrer kakophonischen Zerstörungswut. Das kann bisweilen an o. g. Zero Absolu erinnern, nur dass der Sound von Radius System wesentlich heller klingt, was Genreverschmelzungen und -sprünge angeht, aber mindestens genauso weit ausholen können. 


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Da die beiden ihre ganze Kreativität unmöglich in lediglich einem musikalischen Projekt ausleben können, haben sich mit der Zeit einige Neben- bzw. Soloprojekte ergeben. Hier sind sie im Schnelldurchlauf:

Almeeva:

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Das aktuelle Solo-Projekt von Gregory Hoepffner, der live auf die Hilfe seines Radius-System-Kollegen Axel Dallou und Vincent Baudron zurückgreifen kann. Hoepffner widmet sich hier seinem Lieblingsgenre - dem Electro. Angefüttert mit etwas Abstract, Ambient und Minimal, wobei die erste EP mit Letzterem reichlich ausgedünnt wurde. Beide EP's erschienen als Tape, u. A. bei Swarm of Nails.  


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Template:

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Sein erstes und bis 2011 aktives Solo-Projekt Template orientierte sich noch näher am Shoegaze, nicht zuletzt wegen Hoepffner's schwebenden Gesanges, der hier noch einen größeren Stellenwert einnahm. Mit beißender Elektronik wagt er sich bis in den Noisepop vor und schreibt zum Ende hin seiner "Third Hindsight EP" den passenden, düsteren Soundtrack seines Kopfkinos.







Dawnshape:

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Eine Band im Wandel: Bei Dawnshape schwingt Hoepffner die Drumsticks und verteilt Percussions. Mit ihrem Minialbum "We Couldn't Size.." probierte sich das Trio aus, bediente vom Alternative bis Electro, über Shoegaze und Dreampop bis hin zum Noiserock alles, was die Musikpalette damals hergab, inklusive der beiden Grunge-Songs "Prunus" und "Depicted Intimacy". Mit "Either This/Much Long" näherten sie sich dann mit verquerem Piano langsam den Electro und Minimal an, ehe man mit "Sparse Prism" wieder beim experimentellen Rock landete.  


Kid North:

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Französische Indierock-Band, mit mächtig Pop- und Danceappeal. Hoepffner, Dallou und Dawnshape-Sänger Antoine Ollivier stießen Mitte 2011 zu der bereits bis Dato drei Monate exisitierenden Band. Im Januar 2013 erschien ihr erster Longplayer "Atlas" über Tsunami-Addiction.







Time to Burn:

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In Paris stieß Hoepffner, der bei Time to Burn die Rolle des Bassisten einnimmt, auf drei wahrhaft unangenehme Zeitgenossen, mit denen er im Stile dessen Vorbilder Botch, Cult of Luna und Neurosis eine unaufhaltsame und unbarmherzige Walze über's Schlachfeld führt. Sänger und Gitarrist Eddy Duluc zeigt aber auch, dass sein rauhes Kehlchen wesentlich mehr ausspucken kann, als fieses Gekeife.

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Painting By Numbers:

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Hoepffner, Dallou und Ollivier zum zweiten Mal gemeinsam in einer Band. Das Trio hat nicht nur einen Song nach den Medienkünstler Matthew Barney benannt, sondern liefert mit ihrem bislang einzigen Output auch noch den passenden Soundtrack zu dessen experimenteller Aktionskunst und bedient sich dabei beim Mathrock, Avantgarde und Free-Jazz. "2008-2009" nahm Hoepffner selbst in seinem eigenen Feels-Like-Home-Studio auf, wo die neun Tracks live eingespielt wurden. 


Jahres-Sampler