Was oder wem soll ich schon großartig über eine Extrem-Harsh-Noise Band berichten, deren Anspruch wohl mehr dem Experimentellen als Tanzbaren entspricht?! Ich jedenfalls kenne niemanden in meinem näheren Bekanntenkreis, der dazu ekstatisch abzappelt. Vielleicht ja als Gegenbewegung zum Post-Rock zu sehen, könnten Song-Titel und Noise im Zusammenspiel eine wahrhaft psychotische Atmosphäre bilden. So könnte "Il Numero Della Bestia "666"" (engl. The Number of the Beast "666") einem gescheiterten Exorzismus gleichen, bei dem der Dämon Stück für Stück die Oberhand gewinnt, oder gar die letzten Minuten vor der Apokalypse umrahmen. Vielleicht ist es aber auch einfach bloß berechnender Krach, den das umtriebige Trio
Eddie X Murphy um Szenegänger aus Gruppen wie
Charged Attack HC,
PxAxVx,
Sexy Crocodile For Dinner und
The Nutries hier abliefert.
Nicht anders bei der amerikanischen Band
Tony Montana - ihr wisst ja, "Scarface",
Al Pacino usw. -, in ihrem Noisegrind-PW-Mix zwar mehr hörbare Strukturen offenlegt als zuvor genannte
ExM, vor allem aber durch die rohe Proberaumästhetik keinen Nerv weniger abverlangt.
Die Diskografie beider Bands gibt's kostenlos auf den jeweiligen Bandcamp-Seiten und Underground-Labels wie
Poop Tapes oder
Scaglie Di Rumore.
KLAUS KINSKI - Skelington Horse
Spätestens seit
Mclusky (und in diesem Sinne natürlich auch
Shooting At Unarmed Man und
Future Of The Left) hat der südwestliche Zipfel der britannischen Hauptinsel, Wales, ein Stein bei mir im Brett. Was waren das damals für Freaks. Wahrscheinlich war es bloß purer Zufall, dass
KLAUS KINSKI aus Llanfairfechan 2005 ihr erstes Lebenszeichen von sich gaben, in dem Jahr, als sich das Quartett aus Cardiff leider viel zu früh auflöste. Da sich hinter
KK jedoch altbekannte Musiker verbergen (mittlerweile bei Kombos wie
Sex Hands,
Irma Vep,
Spectralate,
Boreas Y Gogledd,
Desmadrados Soldados De Ventura und
Queer'd'Science), kann ich mir aber gut vorstellen, dass sie irgendwann schonmal von
Mclusky gehört haben, auch wenn ihr Devonional-Noise-Punk mit Saxofon- und Trompeten-Gastspiel sicherlich in eine etwas andere Richtung ausholt. Freaks sind das hier aber auch.