Freitag, März 25

Platte des Monats 03/2016: fire walk with me! - ...neither the fires of hell will guide us home



Band: fire walk with me!

Titel/Release: ...neither the fires of hell will guide us home/Album (Digital, Vinyl in Planung)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Post-Hardcore, Post-Rock, Post-Metal, Progressive, Psychedelic

FFO: Amenra, The Canyon Observer, SURHYSA, DRIFTOFF, Paulinchen Brennt

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Kurzinfo:

Hardcore und Post-Rock, eine schier unendlich-leidenschaftliche Beziehung, die vor allem im letzten Jahrzehnt im musikalischen Untergrund entflammte und bisweilen sogar in die großen Konzerthallen getragen wird. Was bei vielen Vertretern allerdings nur ein Teilkompromiss ihres experimentellen Sounds ist, hat die Regensburger Band fire walk with me! zu ihrem Konzept erklärt, mit einer Intensität, die so im Untergrund wohl nur selten anzutreffen ist. Heißt für euch moshenden Tanzbären für die nächsten 60 Minuten (!!!), die ihr erster Longplayer "...neither the fires of hell will guide us home" von euch abverlangt, gepflegt die Beine hochzulegen und aufmerksam zuzuhören. Abzappeln könnt ihr ja schließlich noch beim zweiten Hördurchlauf.
Das Regensburger Quartett mit ehemaliger Hen:ge- und aktueller The Bear's Lair-Beteiligung existiert bereits eine ganze Weile, veröffentlichte 2008 ihre Debüt-EP "Jenova" und teilte sich seither mit mehr oder weniger großen Bands wie ASIWYFA, White Hills, Dear John Letter und Maybeshewill die Bühne. Im Jahr 2015 und somit bei ihrem ersten Album angekommen, sind fwwm! allerdings noch immer auf der Suche nach einem Label, das der Band bei einem Vinyl-Release unter die Arme greift. Eine Schande, ganz ehrlich!
"...neither the fires..." ist ein Kleinod - ich weiß, ein Begriff, der hier viel zu oft fällt aber diesmal wieder haargenau passt - der Gefühlsschwankungen und darüber hinaus eine Art Medley der o. g. Referenz- und Support-Bands. Ob Sehnsucht, Melancholie, Spannung oder auch Wut - fwwm! verschmelzen alles zu einem stimmigen Soundtrack, der entgegen der namentlichen Assoziation ("Fire Walk With Me", der nicht ganz unumstrittene Auflösungsfilm zur "Twin Peaks"-Serie) zwar genauso viel Geduld einfordert, aber alles andere als verworren und abstrakt wirkt.
Abgesehen von der Piano-Schrei-Ballade "Orkus", könnte man dabei jeden der fünf übrigen Songs fast schon mit einem eigenen Beitrag versehen. Mit einer durchschnittlichen Spieldauer von zwölf Minuten, mäandern diese etappenweise durch schwelgerische Soundscapes und werden immer wieder durch aufgewühlte bis walzende Krach-Attacken aufgebrochen. Das ist auf einer derartigen Gesamtlänge durchaus schon eine penibel konstruierte Angelegenheit und erklärt vielleicht auch, warum sich die Band so lange für ihr zweites Release Zeit ließ. Auf "...neither the fires..." geht es nicht darum, möglichst viel in einem begrenzten Raum hineinzustopfen, geschweige denn, die Songs mutwillig zu überladen. fwwm! wollen eine eigene Atmosphäre kreieren, die sich zwischen trügerischer Stille und düsteren Stolpersteinen nie der Hoffnungslosigkeit unterwirft und stellenweise sogar von einem treibenden Groove voran getrieben wird. Eine höchst spannende wie hoch-explosive Mixtur.

DL ...neither the fires of hell will guide us home



Sonntag, März 20

Die Bandcamp-Punks Vol. 25

Extrem*ist*in



Das Trierer Trio Extrem*ist*in mit Hang zur Wortspielerei hatten wir hier bereits vor knapp zwei Jahren vorgestellt, als diese gerade mit ihrem Demo "tolerant" debütierten. Im letzten Jahr haben sich die Rheinland-Pfälzer auf der Bühne neben Kleinst-Größen wie Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen, Lygo oder Notgemeinschaft Peter Pan schon eine kleine Lobby erspielt und am Ende selbigen mit Hilfe von Bad-Attitude-Markus nun auch ihre erste Studio-EP eingehämmert. Auf "sie sind wie menschen" finden sich drei "tolerant"- und zwei neue Songs ein, die entgegen dem Proberaum-Charme des Demos nun wesentlich klarer und druckvoller klingen. Das bereits bekannte und Sprichwörter speiende "wer viel redet schweigt" spielt sich mit viel ironischer Freude, einer eingängigen Hook und einprägsamen Melodie in die Arme der Deutschpunkjüngerschaft. Ein eher trügerischer Einstieg, denn die folgenden vier Songs holen mit ihrer Sprunghaftigkeit und dezenten  Hardcoreansätzen in eine andere Richtung aus. Post-Punk, der sich hochachtungsvoll sowohl vor Rachut als auch Herpes verbeugt und trotzdem irgendwie studentisch-modern klingt. Das ist auf jeden Fall eine Basis, auf der sich aufbauen lässt. Und mit ein bisschen Glück wird "sie sind wie menschen" vielleicht ja auch in physikalischer Form nachgereicht.

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DL "sie sind wie menschen" EP


Kaufmann Frust

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Auch Kaufmann Frust aus Stuttgart möchten Teil einer musikalischen Studentenbewegung sein. Mit ihrem Mix aus Indie(-pop), Post-Punk und -Rock mit Wave-Einschlag geht das Quartett mit ehemaliger Rumpfboi!ge- und aktueller Real War-Beteiligung zwar weniger noisig und zerfahren zu Werke, als beispielsweise Die Wirklichkeit oder ihre Hometownkollegen von Die Nerven. Die zwei Songs ihrer Debüt-7inch "Hinter den Fenstern" schlagen dennoch einen unkonventionellen Weg ein und wecken nur namentliche Assoziationen mit einer Band, die vor 13 Jahren ein ähnlich betiteltes Album veröffentlichte. Kaufmann Frust breiten ihre melancholischen Melodien lieber auf schwelgerische, teils sphärische Klangteppiche auf, als sie der hungrigen Indie-Disco-Jüngerschaft hipp-poppig zum Fraß vorzuwerfen.
Für 2016 hat die Band eine 5-Song-EP angekündigt, die diesmal über ein Stuttgarter Label erscheinen soll statt in Eigenregie.

DL Hinter den Fenstern 7"

Buy Here, Here & Here


Alles wegen Lilly

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Auch mit ihrem dritten Release "Es wurden Fehler gemacht" ist die Band aus Münster auf noch keinem Label zu finden (abgesehen vom nachträglichen Tape-Release von "Ich hasse die Welt..." über Farblos Records und einigen 100kiloherz- und HugMe!DIY-Samplerbeiträgen). Stattdessen gibt's wieder eine streng limitierte Stückzahl an CDr's der Marke Eigenbau, diesmal 50x im Vinyl-Look, die sich vermutlich bereits schon wieder im Kreis der engsten Bekannten aufgelöst haben.
Alles wegen Lilly lautet der nach bitter-süß poppigen Indie klingende Name des westfälischen Quartetts, und manchmal schlägt sich dieser Name auch auf die Songs nieder. Jupiter Jones lassen unerwünscht grüßen. Doch glücklicherweise zeigt auch "Es wurden Fehler gemacht" eine Band auf, die sich auf einer Reise befindet und noch längst nicht am Ziel angekommen ist. So stehen die zwischen melancholischen Geplänkel und leidenschaftlicher Explosion pendelnden Songs "Der Hafen ist immer dort wo Wasser ist" und "Kippe an." der Band eindeutig besser zu Gesicht, genau wie das teilweise adaptierte und rotzige "Songs für Jochen". Das die Demo-EP dabei nicht ganz mit den tollen Songs der Tour-Split mit den mittlerweile aufgelösten Willy Fog mithalten kann, ist dabei weniger tragisch, wenn mensch es auf diesen Vergleich gar nicht drauf ankommen lassen will. "Es wurden Fehler gemacht" sollte mensch sich ohnehin mit einer völlig neuen oder am besten gleich ohne einer bestimmten Erwartungshaltung annähern. Denn dann weiß das Demo durchaus zu überraschen und lockt statt Pathos triefenden 08/15-Rock lieber frühere Glanztaten von Muff Potter und Adolar ins Gedächtnis zurück, ebenso wie modernere Post-Punk-Vertreter.

DL Es wurden Fehler gemacht [Demo]
DL Tour-Split w/ Willy Fog (AWL-Seite)
DL Ich hasse die Welt und ich sag dir nicht warum EP


Trucks

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Mit Trucks kann das Berliner Künstlerkollektiv FLENNEN nun einen weiteren Neuling begrüßen. Vor allem die minimalistische Vielfalt seiner Mitglieder, die sich grob überschlagen im Indie-Noise-Pop abspielt, steht seit jeher als Markenzeichen des Kollektives. Auffällig minimalistisch sind vor allem auch die Bandnamen der Vertreter, wie Girlie, Molde oder Yoga. Mit zuletzt genannter Teilen sich Trucks den Schlagzeuger, zwei weitere Mitglieder sind beim Berliner Radio- und Fernsehsender ALEX beschäftigt. Gute Voraussetzungen also, um sich problemlos in dem freigeistlichen Kollektiv zu integrieren. Und genau das machen Trucks auch mit ihrem 3-Song-Demo, das zunächst nur digital erscheint. Der Opener "Flipper 160" bietet dabei mit seiner eingängigen Melodie einen fast schon ungewohnt zugänglichen Einstieg. Auch "Apparate" gibt sich zunächst versöhnlich und meidet den großen Indie-Tanzflur allein nur wegen des Post-Punk-typischen Sprechgesangs, ehe sich quietschende Gitarren allmählich zum noisig-schrammeligen Finale vorarbeiten und den letzten Song "Alles" gar konzeptionell einleiten.
Es klingt vielleicht etwas komisch, aber vor allem der Closer erinnert mich dann irgendwie an das Beste aus deutschen Indie-Pop-Rock vergangener Zeiten wie Tomte, Tocotronic und Sportfreunde Stiller.

DL Demos


E-Egal

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Mit ihrem dritten Album "Ich hätt gern Pommes zu der Wahrheit", nach zuvor zwei CDr-Selbstveröffentlichungen das erste auf Vinyl, liefert der niedersächsische Fünfer E-Egal ein wahres Effektfeuerwerk ab und darüber hinaus ein Album, das trotz altbekannter Strukturen nur schwer auf den Punkt genau zu erklären ist. Mensch möchte fast meinen, dass der Band unter etwas anderen Umständen auch durchaus eine gewisse Radiotauglichkeit attestiert werden könnte. Ein adäquater Stimmungsanheizer für Die Ärzte wären sie allemal. Derartigen Größenordnungen wollen E-Egal allerdings scheinbar bewusst aus dem Weg gehen. Nicht etwa, weil ihre eingängigen, durchaus Fun-Punk-tauglichen Melodien durch Ska-Einlagen, elektronischen Spielereien, Samples und anderen Kram ordentlich zerrüttet werden. Allein der Gesang, der von aggressiv, über ironisch und dilettantisch bis hin zu völlig Gaga alle Facetten abdeckt, dürfte den gemeinen Mainstream-Punk endgültig zurück in die Cocktailbar jagen. Für den zeichnet sich übrigens der Plautzenotto verantwortlich, der um sich herum noch einige Kackschlacht-Mitglieder versammelt hat.

DL & BUY Ich hätt gern Pommes zu der Wahrheit
DL Ich hab noch Licht gesehn
DL Mich peitscht der Ekel
DL Nevermind the Arbeitsamt...Here is Fuckin' E-Egal

Buy Here, Here, Here & Here


Mole

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Berlin hat zwar mittlerweile kaum noch bezahlbaren Wohnraum zu bieten, dafür aber um so mehr an (musikalischen) Widerstand. Widerstand gegen dieses Scheiß-System, staatliche Willkür, braune Verdummung und die damit einhergehende Diskriminierung und Verachtung von und gegenüber Hilfesuchenden. Die unruhigen und beschämenden Zeiten bieten eine Menge Anlass, seinen Frust einfach mal freien Lauf zu lassen. Vielleicht lässt es sich ja am ehesten behaupten, dass Mole, eine noch junge und mittlerweile wieder zu viert agierende Band aus der Hauptstadt, aus eben jenem Widerstand zusammengewachsen sind. Klar, was die Band zu sagen hat ist sicherlich nicht neu. Muss es auch nicht, denn schließlich geht es vielmehr darum, das Wir-Gefühl der vereinten Szene zu untermauern. All ihre Wut und ihren Hass bündelt die Band in metallischen Crustcore, der nur wenig Zeit zum Durchschnaufen lässt. Düster, beklemmend und wuchtig. Darauf lässt sich aufbauen.

DL Demø


TR[y]KKA

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Vom düsteren Abgrund hinauf auf die Sonnen-geflutete Straße zieht einen die Göttinger Band TR[y]KKA. Das Quintett fand im Jahr 2013 zueinander und verarbeitet in seinem Stil, neben Gitarre und Schlagzeug, auch Instrumente wie Kontrabass, Violine, Akkordion oder Kazoo. Was zunächst nach einem klaren Fall von Folk Rock klingt, bringt aber nicht nur die Hörerschaft, sondern vor allem die Band selbst in so manche Erklärungsnöte. Dabei entstehen dann schwammige bis nichtssagende Bezeichnungen wie "TRyKKA-Musik", "Trekkapunk" oder schlicht "Akustische Musik". Vielleicht kann mensch es ja als eine Art Best-Of-Folklore oder World Music ansehen, in der Elemente aus Balkan-, Gypsy-, Humppa- und Spelunken-Folk zu einer frivol-jammigen, aber durchaus tanzbaren Einheit verschmelzen. Das klingt dann tatsächlich mehr nach Straßenfest oder Waldbühne, als nach eingemauerten Konzertsaal.
Eine EP, die auch das Per Definition zur Traumfigur - Cover "Glückspiraten" enthält, und ein Live-Album stehen bisher zu Buche. Für den Soundtrack (DL siehe unten) zur Straßenmusiker-Dokumentation "A Global Joy" steuerten TR[y]KKA ebenfalls einen Song bei.

DL TRyKKA Live!
DL TRyKKA EP

DL A Global Joy O.S.T. Sampler


Lhotse

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Zur Auflockerung der Stimmung bis zur Erheiterung tragen auch Lhotse bei, die allerdings mehr in den kleinen Clubs unterwegs sind, als auf der Straße. Das Kölner Trio, benannt nach dem vierthöchsten Berg der Erde, hat den großen Aufstieg seit der Gründung im Jahr 2013 bisher allerdings verpasst. Dabei beweist die Band ein ebenso glückliches Händchen für eingängige Melodien (höre "Klingelschild" und insbesondere "Mathematik"), wie auch für post-moderne Willkür, was sie letztendlich irgendwo zwischen Muff Potter, Captain PlaneT und Inner Conflict platziert. Vielleicht liegt das ja am roh aufgenommenen und unverschönten Gesang, den sich die Gitarristin und der Bassist gerecht aufteilen. Vielleicht fühlen sie sich im Verborgenen aber auch einfach bloß wohler. Ihr Emo-Pop-Punk klingt somit jedenfalls sympathisch DIY.
Neben ihrer als CD in Eigenregie veröffentlichten EP, folgte kürzlich das Vinyl-Release ihrer gemeinsamen Split-10" mit der ebenfalls aus Köln stammenden Riot-Grrl-Keyboard-Punk-Gruppe Blockshot. Vielleicht geht's ja damit bergauf.

DL S/T EP
DL Demo 2013

Buy Here, Here or PM on Fuckbook


DRUX

Bandpage
Das nicht nur die Moderne, sondern auch die Vergangenheit durchaus ihren Reiz versprüht, beweisen seit 2015 die Leipziger Jungs von DRUX. Unprätentiös und mit hartem, schnellem und bedrohlichem Riffing und angepisstem Geschreie steuert die Band geradewegs auf die 80er zu und landet schließlich an der amerikanischen Ostküste, irgendwo zwischen Washington D.C. und Boston. Vor allem ihr 2015er-Demo, das in drei Rennen als Tape über Gafas Del Rigor und Interceptor Editions erschien, stampft wütend vor sich hin oder überrollt alles, was sich ihm in den Weg stellt, kurz und schmerzlos wie eine Lawine. Kurzer Prozess, keine Kompromisse, 100% Hardcore-Punk. Wäre der Begriff von zwielichtigen Bands nicht in den Verruf gedrängt worden, mensch könnte sogar von Hatecore sprechen.
Das DRUX aber nicht nur mit dem Knüppel aus dem Sack voranschreiten, zeigen ihre jüngst veröffentlichten Trax "Count Me Out" und "Take Action", die eine etwas punkigere Richtung einschlagen und die im Zuge ihrer kürzlich mit Hard Luck absolvierten Deutschland-Dänemark-Schweden-Tour entstanden.

DL Tour Tape MMXVI
DL Demo 2015

Buy Here & Here


Zeitgeist

Bandpage
Der sowohl im Deutschen als auch im Englischen gebräuchliche Begriff "Zeitgeist" hält bereits seit den 80ern als Bandname diverser Gruppen aus dem NDW-, Punk-, Hardcore-, DJ- und sogar Rechtsrock-Bereich her. Daher gilt es bei einem entsprechenden Such-Maschinen-Lauf auf äußerste Sorgfalt zu achten.
Die amerikanische Band Zeitgeist aus Pittsburgh reiht sich schlicht im Bereich Punkrock ein. Die eingängigen, Melodie-infizierten Songs, die nur selten die Zwei-Minuten-Marke knacken, leben vor allem von dem markanten Organ ihrer Sängerin, die sich in bester Rock-Gören-Manier erweist und den Songs eine facettenreiche Dynamik verpasst. Geht ab und ist live sicherlich ein schweißtreibendes Erlebnis. Erinnert stark an Bands wie Jingo de Lunch, Dover oder Japanese Voyeurs, was vielleicht auch der Grund ist, warum sich die Band nach vier Jahren noch immer unter dem Radar bewegt.

DL S/T LP
DL Tour Tape 2013
DL Mind Cure Records: Single of the Month 06/2013

Buy Here & Here

Mittwoch, März 16

Zerfetzt - Zerfetzt Tape



Als Zerfetzt Ende 2014 anfingen erste Konzerte zu spielen, kam es durchaus schonmal vor, dass der eine oder andere Veranstalter die Berliner Gruppe als Electro-Punk anpries. Aus dem Fauxpas der sogenannten Lügenpresse hätte auch schnell ein Desaster werden können, wobei ahnungslosen Audiolith- und Superpapukaija-Anhängern wohlmöglich ein wahrer Kulturschock widerfahren wäre. Glücklicherweise hielt sich der (seelische) Schaden in Grenzen, auch, weil sich der Hauptstadt-Fünfer, bei dem auch mindestens ein Femme Krawall-Mitglied mitmischt, bis jetzt für sein erstes Release Zeit ließ. Zerfetzt's gleichnamige EP erschien jüngst als Tape-Variante über Uga Uga Tapes, dem Label von Loser Youth-Thommy, das sich mit Vertretern wie Snarg, Brutale Gruppe 5000 und eben Zerfetzt so langsam zum Geheimtipp des Synthie-Hardcore-Punk-Gefolges mausern dürfte. Der eröffnende Titeltrack zieht seine piss-gelbe Bierlache noch eher durch unprätentiösen und angewiderten Deutsch-Hardcore-Punk, ehe im folgenden "Jong, kapot & longkanker" nicht nur fortan auf die niederländische Sprache umgeschwänkt wird, sondern auch fetzige Laser-Synthies dazwischenfeuern. "Bommen" und der Closer "Insomnia" dagegen, klingen wie düster-zeremonielle Anrufungen des Herrn der Finsternis. Dazwischen warten das mit Scooter-mäßigen Einstieg überrumpelnde "Chaos", das old-schoolig stampfende "Verraad je staat" und das asselige, aber fast schon funnig-frivole "Monarchie". Klingt in der Summe dann gar nicht so durchwachsen, wie es sich höchstwahrscheinlich ließt, sondern irgendwie typisch Uga Uga. Zerfetzt fetzen halt!

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DL S/T EP Here & Here


Donnerstag, März 10

Wiederhören: The pAper chAse - God Bless Your Black Heart



Es macht wohl wenig Sinn, auf den bereits 2010 angekündigten Nachfolger von "Someday This Could All Be Yours Vol.1" zu warten, zumal sich John Congleton derweil lieber mit seiner alten/neuen Band The Nighty Nite vergnügt (siehe neues Album "Until the Horror Goes"). Daher gilt es, eine der wohl außergewöhnlichsten Bands - und das im wort-wörtlichem Sinne - so gut wie möglich in Erinnerung zu behalten.
Das hier nun ausgerechnet "God Bless Your Black Heart", das dritte Studioalbum des Quartetts aus Dallas, steht, ist eigentlich nur nebensächlich. Egal ob "Now You Are One of Us", das sich mit Themen wie Geisteskrankheit, Kannibalismus und Zombiefilmen beschäftigt, oder auch das eingangs erwähnte "Someday This Could All Be Yours" (Thema: Naturkatastrophen): sämtliche Alben der Band stechen nicht nur inhaltlich aus der breiten Masse hervor. Congleton & Co. liefern auch musikalisch eine vollkommen eigene und undefinierbare Version des Indierocks ab und beweisen dabei nicht nur ein äußerst glückliches Händchen für einprägsame Melodien, sondern auch eins dafür, diese postwendend mit viel Disharmonie mutwillig zu zerstören. "Said the Spider to the Fly" und das folgende "One Day He Went Out for Milk and Never Came Back" in etwa, hätten über Jahre hinweg die Indie-Disco-Tanzbären beglücken können, wäre da nicht dieses vollkommen schizophrene Piano, das erst fragil klimpert und später manisch vor sich hin stampft oder die Violinen, die sich mehr in den Ohrknorpel sägen, als Süßholz raspeln.
the pAper chAse wollten aber irgendwie nie so richtig auf die große Bühne, was vielleicht auch ganz gut so war. Eine Band, die mensch eher zufällig entdeckt und sich dann wundert, warum mensch noch nie zuvor von ihr gehört hat.


Samstag, März 5

I Have No Mouth and I Must Scream - I Have No Mouth and I Must Scream LP



Band: I Have No Mouth No Mouth and I Must Scream

Titel/Release: I Have No Mouth and I Must Scream/LP (Black Vinyl, 100x White Tape, Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Shoegaze, Alternative, Indie, Noise, Post-Punk

FFO: The Cure, Joy Division, My Bloody Valentine



Kurzinfo:


Für Shoegaze-Liebhaber dürfte hierzulande vor allem das Königs Wusterhausener Label Blackjack Illuminist eine der ersten Anlaufstellen sein, denn immerhin tummeln sich dort mittlerweile allerhand vielfältiger Genrevertreter. Vielleicht ist es daher für die/den Suchende/n auch mal eine willkommene Abwechslung, außerhalb des randberliner Konglomerats eine interessante Gruppe zu entdecken, die das Genre auch über seine Grenzen hinaus trägt und dabei - wie die Referenzen zeigen - einiges an musikalischer Zeitgeschichte aufwirbelt.
Über die Berliner Band I Have No Mouth and I Must Scream könnte der Eine oder Andere durchaus schon mal gestolpert sein. 2012 debütierte das Quartett mit ihrer gleichnamigen EP, die in Eigenregie als Tape erschien. Es sollte bis dato das einizge Release der Band bleiben, sodass mensch sie auch leicht hätte aus den Augen verlieren können. Fast vier Jahre später kommen sie nun doch noch mit ihrem angekündigten Album aus der Versenkung, dass wie bereits die EP selbstbetitelt wurde. Klar, bei einem derartig aussagekräftigen Namen muss sich die Band nicht noch zusätzlich mit einer krampfhaften Titelsuche herumquälen. Dennoch erweist sich "I Have No Mouth and I Must Scream" als wesentlich weniger düster und ausweglos, als Ellison's dystopischer Sci-Fi-Roman. Im Gegenteil. Der Opener "Paint" eröffnet mit einer leichtfüßigen Melancholie, wie mensch sie in etwa von Arcade Fire gewohnt ist und "PKD" gipfelt zumindest akustisch gar in Wave-lastigen Gute-Laune-Indie. Und auch, wenn die Hauptstädter ihrem Shoegaze-Post-Punk-Mix phasenweise einen satten Alternativesound untermischen, ist "IHNMAIMS" sicherlich nicht das Album, das das gemütliche Beisammensein in eine exzessive Party umschlagen lässt. Das deckt sich übrigens auch mit der Meinung der Band, die auf ihren Konzerten nur ungern "betrunkenen Macho-Tänzer", als vielmehr "leidenschaftlich tanzende Menschen" begrüßen möchte. Und genau dazu laden die elf Songs ihres Albums auch ein. "IHNMAIMS" ist ein in sich verschwommenes Kleinod voller tiefhängender Nebelschwaden, das seine vollkommene Herrlichkeit erst im Detail offenbart, wobei IHNMAIMS furcht-, aber nicht ehrfurchtlos den ganz großen Namen der betitelten Genres gegenübertreten.

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Montag, Februar 29

Null - Hallo Boden



Band: Null

Titel/Release: Hallo Boden/Album (Promo-CDr in Floppy-Disk-Hülle, Digital + Buch)

Label: DIY/Quintenquanten

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Singer/Songwriter, Indie(-Art-Pop), Progressive, Alternative

FFO: The Hirsch Effekt, Sleep is Wrong, David Draiman, Zinnschauer

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Kurzinfo:

Es ist nichts Verwerfliches daran, den Boden unter den Füßen zu verlieren. In Johannes Molz' Buch "Hallo Boden" führt der Protagonist diesen Umstand allerdings bewusst herbei. Nach jahrelangem Umherliegen und angetrieben von einer inneren Unruhe, steht er schließlich wieder auf und begibt sich fortan auf eine abenteuerliche Berg- und Talwanderung, um sich seinen Ängsten zu stellen und schließlich um zu sich selbst zu finden. Was oder wer ihm dabei so alles begegnet, ist mit dem "normalen" Verständnis nur bedingt zu vereinbaren.
Buch und Soundtrack, das hatten wir hier doch erst kürzlich mit Leonard Las Vegas' Literatur-Album-Kombination "Jagmoor Cynewulf". Was beim Königs-Wusterhausener Duo allerdings in zwei unterschiedliche Interpretationsrichtungen verlief, spaziert beim Erstling von Null Hand in Hand. Sowohl Buch als auch Album lassen sich daher vielleicht am ehesten mit einer Odyssey vergleichen, denn entgegen der zielorientierten Reise kann diese in jede erdenkliche Richtung ausholen und bleibt somit stets unberechenbar. Irrläufig ist dabei weniger das Zusammenführen alternierender Genres, als vielmehr die Auslegung jener im Einzelnen. So finden der titelgebende Opener "Hallo Boden" und das darauffolgende "Alpha Alpha" ihren Ursprung im klassischen Singer/Songwritertum und scheinen zumindest vorerst nur eine Freundschaft mit dem Indiepop einzugehen. Dass auf "Hallo Boden" aber vieles nur angerissen und eben wenig bis zum Ende eines jeden Songs durchgehalten wird, erschließt sich dem Hörer schon frühzeitig. Denn beide Songs legen ab der Hälfte ihre melancholische Schüchternheit ab und verfallen mit der Wucht und Härte des Alternative in einen pathetischen Zustand. Keine allzu große Verwunderung, wenn mensch bedenkt, dass Johannes Molz, der Mann hinter allen Instrumenten von Null, etwas Bewunderung für die progressiven Artcoreler The Hirsch Effekt hegt. Nach dem Aus seiner Metalcore-Band SOYLVYBE und seines ehemaligen Prog-Rock-Soloprojektes Sleep Is Wrong zeichnet sich Molz vor allem für den Feinschliff seiner Quintenquanten-Kundschaft (u. A. fire walk with me!, Ibrahim Laessing) aus, bei der er auch gerne mal selbst zum Instrument oder Mikro greift (z. B. Kellner, DRESS, The Bear's Lair). Mit Null ist er nun wieder sein eigener Herr, wobei er keine Vorgaben oder Kompromisse einzugehen braucht, außer die eigens gewollten. Vielleicht klingt "Hallo Boden" auch daher etwas wie ein Sammelsorium verschiedenster Einflüsse, die Molz während seiner Arbeiten aufgelesen und abgespeichert hat, um sie nach seinen eigenen Vorstellungen zusammenzusetzten. Das könnte unter Umständen auch die überwiegende Popaffinität des Albums erklären, ebenso die allgemeine pompöse Aufmachung der Songs, wobei sich Molz in seinem Studio als wahrer Tüftler erweist, dem man die Ein-Mann-Band zu keiner Zeit anhört. Mit einem dermaßen kräftig-markanten Organ, wie dem von Johannes Molz, ist es aber auch schwer, weniger dick aufzutragen. Am Ende von "Was Frost und Leid", in "Seelenfressermantra" und vor allem im Bonussong "Wegweiser" geht er sogar auf Tuchfühlung mit der Stimme von David Draiman (Disturbed, Device).

DL Hallo Boden


Donnerstag, Februar 25

Platte des Monats 02/2016: Paulinchen Brennt - Viele werden satt EP



Band: Paulinchen Brennt

Titel/Release: Alle werden satt/EP (100x Digipak-CD, Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Experimental Screamo, Post-Hardcore

FFO: DŸSE, Colored Moth, Aldo Raine, Forsthaus

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Kurzinfo:

Nach Max und Moritz ist Der Struwwelpeter wohl der größte Punk unter den Kinderbüchern. Lässt man die kindliche Naivität und die konservative Moral mal außer Betracht, lässt sich auf die jeweiligen Kurzgeschichtenprotagonisten eine Menge ziviler und gesellschaftlicher Ungehorsam ableiten.

"Doch weh! Die Flamme faßt das Kleid,
Die Schürze brennt; es leuchtet weit.
Es brennt die Hand, es brennt das Haar,
Es brennt das ganze Kind sogar.

Und Minz und Maunz, die schreien
Gar jämmerlich zu zweien:
"Herbei! Herbei! Wer hilft geschwind?
Im Feuer steht das ganze Kind!
Miau! Mio! Miau! Mio!
Zu Hilf'! Das Kind brennt lichterloh!"

Ich muss schon zugeben, dass Der Struwwelpeter in den letzten Jahren nicht gerade eine große Rolle bei der Auswahl meiner Nachtlektüre gespielt hat. Als kleiner Stippi stand er bei mir zum morgentlichen Topfmeeting allerdings hoch im Kurs. Natürlich auf Schallplatte. Dem Würzburger Trio Paulinchen Brennt kann ich daher schonmal für einen gelungenen Flashback danken.

Was will man aber über eine Band schreiben, deren Mitglieder mit Jaked Off Short And Loaded Heads bis 2013 noch eine verpönte Crossover-Metal-Band unterhielten; die mit Tending to Huey blasphemisch Indiepop, Funk und Post-Hardcore kreuzten; mit BØRLAUB ambienten Post-Rock, Folk und Postcore undefinierbar verzwirbeln; mit Die ignorierte Art spröden Singer/Songwriter-Psychedelic abliefern; und mit Cannahann ihre E**r an tonnenschweren, groovenden Stoner aufbaumeln?
Zunächst einmal, dass ihnen mit ihrem taufrischen neuen Projekt scheinbar noch immer nicht die Ideen ausgegangen sind. Aus Paulinchen Brennt's Debüt-EP "Viele werden satt" lässt sich demnach zwar zunächst weniger ziviler, dafür umso mehr musikalischer Ungehorsam ableiten. 
"Viele werden satt" ist eine Odyssee an die Grenzen, um herauszufinden, was möglich ist, ohne dabei das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Der Opener "The fish that can't be caught" geleitet vorerst behutsam und mit melancholischen Gitarrenspiel in einen dunklen Raum, ehe er schließlich immer mehr an Fahrt aufnimmt. Hier offenbart sich bereits Paulinchen's Affinität für's strukturierte Chaos, woraus sich letztendlich vielleicht auch das Bandkonzept heraushören lässt, nämlich, mit sämtlichen Post-Hardcore-Klischees zu brechen, ohne dabei an Ernsthaftigkeit einzubüßen. Klar, wer einen Song über den Hairstylisten von Lady GaGa schreibt, birgt sicherlich auch ein gesundes Maß an Selbstironie in sich. "Michael Pooter" ackert sich zunächst hektisch durch stotternden und keifenden Post-Hardcore, ordnet dem Ganzen eine cleane Gesangsspur unter und entführt zum Ende hin fast schon monumental in eine fremde Galaxie. "Viele werden satt" setzt der imaginären Malerei in dieser Hinsicht keine Grenzen. Auch wenn die Band nach eigenen Angaben "Geschichten über Hexerei, planetares Bewusstsein und Besessenheit galant durch den Äther schickt", muss ich stets an den Film "Dark Star" denken, was nicht nur an den eingeschobenen Laser-Synthies im folgenden, äußerst schizophren umherspringenden "Oberon, Titania, Miranda" liegt oder der unterkühlten Atmosphäre in "Pyramids in Uranium", das sich nach zwei Minuten Geplänkel erst einmal selbst eine kreative Auszeit nimmt und Dürrenmatt's "Physiker" zu Worte kommen lässt. Beide Meinungen müssen sich ja auch nicht vollkommen voneinander ausschließen, wie das abschließende "Gold und Schoß" unter Beweis stellt, das zu Beginn erst noch gute Laune á la Macky Messer verbreitet und zum Ende hin doch wieder in alte Hardcore-Gewohnheiten verfällt.
Das klingt dann summa summarum nach ziemlich viel gewollt und vermag den gemeinen Post-Hardcoreler sicherlich auch an einigen Stellen zu verärgern, vielleicht sogar zu vergraulen wissen. Aber wie auch shon in den meisten iher o. g. Vor- und Nebenprojekten, vestehen es auch Paulinchen Brennt dem experimentellen Wahnsinn fast immer auch eine treibende und hängen bleibende Melodie zu entlocken.

Aufgenommen und abgemischt hat das gute Stück übrigens Ralf Rossbach (u. A. Thoreau und Bait), das Digipak wurde von der Band in Eigenregie veröffentlicht.


DL & BUY Digipak-CD


Donnerstag, Februar 18

Traktor - Mean Business LP



Als ich Traktor mit ihrem Album "Lights" kennenlernte, erinnerte mich das damals ganz stark an den früheren Post-Hardcore-Punk der Schwedenlegende Refused. Klar, als schwedische Hardcoreband wird man an einen solchen Vergleich wohl nur schwer vorbeikommen können. Das Stockholmer Quartett wollte es auf diesen Vergleich ohnehin nie so wirklich drauf ankommen lassen. Zwischen Postcore und Hardcore-Punk versteckten sich die raffsüchtigen Melodien meistens unter einer viel-verknoteten Math-Schicht, was sie eher zu einer schwer verdaulichen Kost werden ließ, als zu bedingungslose Mitstreiter einer Jugendrevolution. Vielleicht bewegten sich Traktor auch deshalb, zumindest nach meinem Eindruck, stets im Schatten der großen Namen des Genres.
Mit ihrem neuen Album "Mean Business", ihr viertes, konnten sich die vier Schweden nun endgültig aus dem Fahrwasserstrudel ihrer Vorbilder befreien. Mit den anfänglich genannten Refused haben Traktor nunmehr relativ wenig am Hut (ok, nach "Freedom" haben sich Refused ja sogar selbst von ihrer eigenen Referenzliste geschossen). "Mean Business" beherbergt zehn dynamische Songs, ohne Ausnahme, die sich irgendwo zwischen Alternative, Punk und Indie ein- und auspendeln, und in denen nur selten ein wütender Hardcoreansatz durchschimmert. Eine 360°-Drehung, denn in diesem Maße mitgröltaugliche Refrains, gab es bei Traktor noch nie. Ein Hitalbum? - Vielleicht. Auf jeden Fall eines, das in Erinnerung bleibt. Und um mal meinen Vergleichseinstieg wieder aufzunehmen, das erinnert mich stark an den frenetischen Indiecore von Goodbye Fairground, als diese noch Paraquat hießen und ein viel zu wenig beachtetes Album namens "Goodbye Fairground" veröffentlichten.

Aus ökologischen Gründen erscheint "Mean Business" vorerst nur digital über das eigene Label Atlas Records. Sollte die 150-Download-Marke geknackt werden, wird's auch eine Vinylpressung geben, die dann die Downloadkäufer lediglich zum Preis der Versandkosten ergattern können.


DL "No Filter" & "When Light Comes"

Sonntag, Februar 14

Der Bandcamp-Hardcore Vol.32

BETTYŒTKER



Oetker und Hamburg, das passt. Dennoch reagiert der Hanse-Vierer BETTYŒTKER ausgesprochen allergisch auf Vergleiche mit dem Lebensmittel-Riesen. Ihren Namen nämlich entlieh sich die Band aus Siegfried Lenz' Roman "Deutschstunde". Wusste ich natürlich auch schon vor dem Bandinterview mit dem Bizarre Radio... . 
Bis zu ihrem 2014er Debüt "Barricades" musste sich die Band als solche erst einmal finden, was vielleicht auch die Vielseitigkeit ihrer EP erklärt. Vom anfänglichen, Kyuss-beeinflussten Steinmonument steht nur noch ein fragiles, wenngleich tief wummerndes Grundgerüst, das von außen mit viel Düster-Hardcore bzw. Hardcore-Punk verkleidet ist und oberflächlich melodisch aufpoliert oder mit etwas Noise zerkratzt ist. Klingt doch nachvollziehbar, oder?! Zumindest aber nicht ganz unbekannt, denkt mensch zum Beispiel an Dead Flesh Fashion oder Younger Us. Kein Wunder also, dass sich bei einer derartigen musikalischen Willkür Nils Wittrock (The Hirsch Effekt) und René Pablotzki (GREY, Benthic) nicht zweimal bitten ließen, die Aufnahme, den Mix und das Mastering der EP zu übernehmen und dabei in einigen Songs auch noch selbst Hand anzulegen.

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DL Barricades

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Meraine

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Als Akela-Schreihals Samuel Anfang des letzten Jahres seinen Abschied bekannt gab, war für die fünf Lüdenscheider klar, die Band gemeinsam und vor allem würdevoll zu Grabe zu tragen. Ans Aufhören dachte das verbliebene Quartett nicht, sodass sie mit neuem Bandnamen und neuen Songs nahtlos in ein neues Bandkapitel übergehen konnten.
Als Meraine knüpfen nun also ehemalige 4/5tel-Akela mit ihrem Demo-Debüt genau dort an, wo der einstige Midsummer-Sprössling nach zwei Alben, einer EP und einer Split-7" aufhörte. Vier Songs, vollgestopft mit düsterem Post-Hardcore, der mächtig viel Zerstörungswut im Bauch trägt, post-rockig anschwillt oder mit noisiger Zerfahrenheit durchberstet und sich auch einige Experimente gönnt, wie das versteckte Geplänkel am Ende von "Floatage". Das ist genau der atmosphärische Stoff, der sich hervorragend auf einer Langrille machen würde. Auf eine entsprechende Lobby dürften sie ja bereits zurückgreifen können, zumal sich Meraine für ihre Promo-Tour gleich mal an die Versen der fränzösischen Hardcore-Punk-Größe Birds in Row hefteten. 
Ihr Demo erscheint in einer kleinen Auflage von 50 Silberlingen, die in einem besiebdruckten Cardboard untergebracht sind und von der Band in Eigenregie veröffentlicht wurden. Wie schon zu Akela-Zeiten, geht der Erlös an die Hardcore Help Foundation.




EXTINCT

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Na das wurde ja verdammt nochmal auch höchste Zeit, dass die Querfurter Powerviolence-Legende Extinct nach dem 2015er Debüt-Demo endlich mal ein "Greatest Hits" raushaut. Darauf enthalten sind sämtliche Songs, die die Band seit ihrer Gründung im eigenen Slacker-Studio eingehämmert hat. Macht Sinn, denn Songanzahl und Spielminuten steigen dadurch gleichermaßen auf zehn an.
Zehn Songs fei(n)stes Geballere, dass auch wegen der strikt antifaschistischen Attitüde direkt ins Herz der San-Diego-Connection trifft und mit beißenden Riffs, fiesen Breakdowns, sludgigen Momenten und wütendem Gekeife kein Genrewunsch offen lässt und darüber hinaus für eine Menge Abwechslung sorgt.
Demo-Phase überstanden, würde ich mal behaupten. Es darf beherzt mit einem "Longplayer" nachgelegt werden.

DL Greatest Hits - The Early Year



Okilly Dokilly

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Ok, sie sind nicht die erste Band, die die kultige Zeichentrickserie "The Simpsons" als Thema aufgreift. Und geht man in den direkten Vergleich zur australischen Stoner-Doom-Band Dr. Colossus, ist sie wahrscheinlich auch nicht die Beste. Dennoch - wer es noch nicht mitbekommen haben sollte - hat das amerikansiche Quintett Okilly Dokilly im letzten Jahr innerhalb kurzer Zeit einen Riesen-Hype ausgelöst, der auch zu uns hier in Deutschland herüber geschwappt ist. Egal ob das Rolling Stone Magazine, Billboard oder Der Spiegel - sie alle hatten die Ned-Flanders-Tribute-Band auf ihren Programmzetteln. Dabei war der Aufwand, den die fünf Freunde aus Phoenix betrieben, vergleichsweise recht marginal: vier Homerecord-Demos eingespielt (wovon "Nothing at all" nicht einmal der eigenen Idee entstammt), einigen Freunden davon erzählt, ein paar Konzerte absolviert - und schon hatten sie quasi über Nacht 30000 Facebook-Likes. So etwas klappt wohl bloß in Amerika.
Musikalisch bewegt sich die Band irgendwo zwischen Alternative, Metal- und Nintendocore. Entgegen ihres fiktiven Vorbildes, scheint Okilly Dokilly dabei nichts heilig zu sein. Auf akustischen Parts mit zart-schmelzender Indiepop-Stimme folgen niederschmetternde Metaleskapaden und wahnwitzige Synthiefeuerwerke. Nicht gerade das, was einen derartigen Hype rechtfertgien würde. Egal. Einem Album dürfte ja somit nichts mehr im Wege stehen.

DL Okilly Demos

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Whalehunter

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Einfacher wird's auch nicht mit der Münsteraner Band Whalehunter, hinter der sich ehemalige GILF-Mitglieder sowie der aktuelle Narconaut-Schreihals verbergen. Aus konversativer Sicht liefern die vier mit ihrem Demo-Debüt wohl genau den Stoff, der perfekte Schwiegersöhne in eiskalte Killer verwandelt. Aber auch Hartgesottene brauchen für dieses Teufelsgebräu ein dickes (Zwerch-)Fell, denn Whalehunter lassen einem kaum Zeit zum Durchschnaufen. Das ist hyperaktiver Mathcore, der sogar den Godfathers dieses Genres, The Dillinger Escape Plan, Verdauungsprobleme bescheren dürfte. Hinzu kommt eine dezente Prise San Diegoer Trash-Grind á la The Plot to Blow Up the Eiffel Tower wie in "Trashbag Full of Wonders" oder "Pursesnatcher" und quengeliger Noise-Punk der Marke Dmonstrations in "Set Panzers to Stun".
Für ihr 2015er Demo haben Whalehunter ein eigenhändiges CD-Release geplant, das neben den sieben Songs auch einen Bonussong enthalten soll.

DL Demo 2015


Naechte

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"Die Stadt gehört den Besten" betitelte die Münchener Post-Hardcore-Band Marathonmann einen Song aus ihrem Debüt-Album "Holzschwert". Und weil das nunmal so ist, zog sich Gitarrist Tom Fischer, als er die Band im Jahr 2013 verließ, auch nicht aus dem Musikgeschäft zurück, sondern gründete mit befreundeten Kollegen aus der Münchener Punkszene eine neue Kombo. Die hört auf den ungooglebaren Namen Naechte und wird vermutlich nicht all zu lange im städtischen Untergrund verweilen. Naechte's Debüt-EP "Irrlichter" läuft getrost unter dem Motto "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", z.B. von Hardcoregewächsen wie Turbostaat, Edgar R. und Frau Potz. Melodischer Post-Hardcore, der mit viel Dynamik nach vorne peitscht, sich für einige Plänkelpausen und Breaks aber auch nicht zu schade ist und mit einer wohlwollenden Produktion daher kommt. Das dürfte für die eingeschworene Kellergemeinschaft wohl etwas zu rund sein, für die breite Masse widerum vielleicht dann doch etwas zu sperrig. Eine typische 13-Uhr-Band auf dem Highfield-Festival eben. Und wenn letztendlich nicht mehr, als der kleine Bruder von Marathonmann dabei herausspringt, dann ist das eben so. Mit ihrem Konzept, die Hörerschaft auf Bandcamp mit lediglich zwei Songs ihrer EP anzufüttern, geht jedenfalls auf, denn die machen eindeutig Lust auf mehr.


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Republic of Dreams

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Republic of Dreams - klingt irgendwie nach bitterer Enttäuschung und Unerfülltheit. Wer der Band um den React With Protest - Kopf und nebenher bei unzähligen Bands mitmischenden Lars Ulbrich (u. A. The Apoplexy Twist Orchestra, Resurrectionists) und ehemaligen Louise Cypher- und Tristan Tzara-Mitgliedern ein Ohr leiht, wird schnell feststellen, dass die Band ihren Namen den passenden und verstörenden Soundtrack liefert. Hektischer und chaotischer Emoviolence, der trotz des überwiegend rasanten Tempos immer wieder melodische Lichtblicke durchschimmern lässt. Um Einiges direkter kommen da schon die Lyrics rüber, mit denen das deutsch-polnische Trio auf kritischer, mahnender und verzweifelter Art die gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme auseinandernimmt, ohne viel Zeit und Worte zu verlieren. Erinnert mich stark an die im letzten Jahr auftrumpfenden kishote.

DL Split 7" w/ Autarkeia
DL Split-LP w/ Cloud Rat

Stream Split 7" w/ Beau Navire
Stream Republic of Dreams Compilation

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20 Liter Yoghurt

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20 Liter Yoghurt, ein Bandname, mit dem man vielleicht eher klassischen und dreckigen Deutschpunk assoziieren würde. In Wahrheit allerdings zieht das Grimmaer Quartett eher eine tiefe Schneise durch das weite Spektrum des Hardcores und tangiert dabei auch einige Randzonen. Ihre EP "HeartCore", mit der die vier Sachsen Ende 2014 debütierten, tobt sich somit noch eher unentschlossen auf der Experimentierwiese aus: post-rockiges Instrumental-Intro; Hardcore-Punk mit Heavy-Metal-Anleihen; Grunge; melancholischer Post-Hardcore. Und dazwischen eine Menge Melodic Hardcore. Das ist legitim, denn schließlich ist man als Band mit einem derartigen Namen an keine Erwartungshaltungen gebunden.
Auch das 2015er 2-Song-Demo lässt mit dem düsteren "Aryan, hau ab!" und der räudigen Fastcore-Nummer "Schule" noch keinen roten Faden erkennen. Immerhin konsequent.

DL Demo 2015
DL HeartCore EP


Pale Prophet

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Das für amerikanische Verhältnisse fast schon überschaubare Athens, Georgia kann unlängst auf eine eigene und solide Metalszene zurückgreifen, auch wenn sich nach wie vor Vieles im Untergrund abspielt. Als Zach Thrower im Jahr 2010 seine Gitarre für die - meiner Meinung nach viel zu unterschätzten - Screamoviolencer NATIONALE ablegte, stand mit Pale Prophet bereits sein neues Projekt in den Startlöchern, für das er diesmal allerdings gehörig das Schlagzeug vermöbelte.
Ihr 2012er Demo-Debüt gestalteten die drei Amis mit Songlängen zwischen einer Minute und dreieinhalb Minuten recht kurz, aber auch kurzweilig. Pale Prophet hängen lose zwischen Black- und Post-Metal rum, ohne sich vollendst manifestieren zu müssen und verleihen ihren düsteren Sound eine dezent-skandinavische Death- und Trash-Note. Klingt gelesen chaotischer, als es sich Anhören lässt.

DL & BUY Demo 2012


ACxDC

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2003 gegründet; 2005 beendet; 2006 Reunion für ein Konzert; Besetzungsrad dreh dich; 2010 Comeback; Besetzungsrad dreh dich. Auch mit der zwischenzeitlichen Unterbrechung und davon abgesehen, dass mittlerweile nur noch die Hälfte der 2003er Originalbesetzung übrig ist, kann die Los Angelesser Powerviolence/Grindcore-Truppe Antichrist Demoncore, kurz ACxDC, auf eine verhältnismäßig überdurchschnittlich lange Bandgeschichte zurückblicken. Dabei scheint es vor allem nach der Neugründung erst so richtig zu laufen, nachdem sich die alten und neuen Mitglieder zwischendurch bei artverwandten Genrevertretern wie ¡Libérate!, Hit em Where It Hurts, Shoes of Cement, Despise You, Asshole Assassination Squad, Ruptures oder NOMADS reichlich austoben konnten. Vielleicht liegt es ja auch daran, weil die Band während ihrer Pause scheinbar in der Zeit stehen blieb und nahtlos an ihren anfänglichen Releases anknüpft. Das klingt dann herrlich old-schoolig, räudig, brutal und trashig. Typischer Californicore, wenn man so will, der sich hervorragend in der San Diegoer Ecke machen würde.

DL Antichrist Demoncore
DL Second Coming EP
DL He Had It Coming EP
DL 3-Way-Split 10" w/ Magnum Force & Sex Prisoner ->ACxDC-Seite
DL Split 7" w/ To The Point ->A-Seite
DL TBFH Live Session
DL Jack Trippin Demo
DL Live Noise/Demos/Unreleased Compilation

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Mittwoch, Februar 10

Wiederhören: Blink-182 - Enema of the State



Da wir ja ohnehin in der letzten Zeit schon so zuverlässig Posten, ist es vielleicht auch mal an der Zeit, eine neue Rubrik einzuführen. Hierbei will ich euch - nicht zwangsläufig vorstellen, denn die meisten Bands werden sicherlich den meisten Leuten ein Begriff sein - einige meiner persönlichen Lieblinge vorstellen, die mich bis in die Gegenwart verfolgt haben und immer für einen nostalgischen Flashback willkommen sind. Nennen wir es mal ganz banal "Wiederhören". Und welche Band könnte bei so einem banalen Rubriknamen wohl einen banaleren Einstieg liefern, als die banalen Blink-182?

Alt sind sie geworden und gediegen, manche würden vielleicht sogar von einem Reifeprozess sprechen. Aber ist es das, was Mensch von einer der berühmtesten und ehemals freakigsten Pop-Punk-Bands der Welt wirklich erwarten sollte? Als Blink im Sommer 2014 auf dem Highfield Festival den vermeintlichen Samstags-Headliner mimten, war vom einstigen Esprit der Band kaum bis gar nichts mehr zu verspüren. Ich will mir nicht anmaßen, zu behaupten, dass die Band mittlerweile nur noch ein Schatten ihrer Selbst ist. Aber vielleicht war es zu diesem Zeitpunkt ja auch schon beschlossene Sache, dass Tom DeLonge die Band bald verlassen würde. Es wäre wohl der perfekte Zeitpunkt gewesen, die Band möglichst ohne größeren Schaden endgültig zu Grabe zu tragen.

Mit ihrem dritten Studioalbum "Enema of the State" kehrten Blink 1999 im Mainstream-Olymp ein. Es war eine Zeit, in der pubertäre Teenieklamotten á la "American Pie" eine Ära begründeten - und Bands wie eben jene Blink, die den passenden, feucht-fröhlichen Soundtrack dazu ablieferten. Unbeschwerte Musik, zu der man sich nicht unnötig das Hirn zermatern musste. Musik, die konservative Konventionen mit gesellschaftlicher Antitüde entgegneten. Songs wie "Adam's Song", "What's My Age Again" und natürlich "All the Small Things" rotierten auch außerhalb der dreckigen Rockspelunken auf den Plattentellern, dröhnten aus jeder heruntergelassenen Autoscheibe, trieben die Nachbarn zur Weißglut, waren einfach in aller Munde und Ohren, und sollten auch heute noch fester Setlist-Bestandteil einer jeden vernünftigen 90er-Jahre-Party sein.

Glücklicher Zufall oder auch nicht: SRCVinyl ist gerade dabei, "Dude Ranch" und "Enema of the State" neu aufzulegen. Passt, da die ersten Vinylpressungen mittlerweile dem Kapitalismus zum Opfer gefallen sind (178,- EUR für eine Schallplatte?! Ich hoffe ein Hurricane verwüstet euren Plattenschrank!). Leider vorerst nur in Amerika, was zusätzlich nochmal einiges an Versand kostet. In FB-Gruppen wie CD & LP Börse oder Vinyl Preorder kann man sich diese mit Gleichgesinnten aber auch gerne teilen.



Jahres-Sampler