Montag, November 19

Pterodactyl Squad - Chiptune-8bit-Label, nicht nur für Nerds


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Fühlst du dich ausgelaugt und antriebslos? Meiden dich deine Freunde und dancen lieber ohne dich in diversen Nobeldiskotheken ab? Du hast niemanden mit dem du darüber sprechen kannst? Und wenn das alles so ist, liegt es daran, weil du auf Chiptune und 8bit-Musik abfährst? Tut mir leid, aber dann bist du wirklich am A***h! Bei diesen Problemen kann ich dir leider auch nicht helfen. Aber ich kann dir ein kleines Netlabel zeigen, spezialisiert auf die Adaption von Videospiel-Mucke und Ähnliches, dass all ihre Releases kostenlos rausschmeißt. Ins Leben gerufen 2008 von den beiden Briten Joe Allen und Ross Murdoch. Pterodactyl Squad ist ein reines Internet-Label, geografisch dort angesiedelt, wo sich die beiden Videospiel-Fans nunmal gerade so herumtreiben. Soll heißen, dass die Releases in keinem wirklichen Studio entstanden sind, vielmehr läuft das alles über E-Mail, Skype und der gleichen ab. Allen lebt derzeit in Japan - na klar - in dem Land, wo man wahrscheinlich noch die wenigsten schiefen Blicke für derartige Musik einfangen muss und/oder damit sogar den Kultstatus abgreifen kann.

Neben diversen Tribute-Cover-Samplern - Pink Floyd's Dark Side of the Moon (Download hier), John-Carpenter-Themes (Download hier) und Weezer-Cover (Download hier) -, das griechische 8bit-Duo Videogame Orchestra (Download hier und hier), den Trash-Chiptunern Slime Girls (Download hier), die in der Tat brachialeren NESMETAL (Download hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) und vielen mehr, finden sich auch die eigenen Bands der beiden Gründer in der Label-Diskographie wieder. Während sich Murdoch mit seinen Arcadecoma. (Download hier, hier und hier) voll und ganz dem 8bit unterworfen hat, verbindet Allen und seine Spheres of Chaos seinen Chiptune mit Classic Rock (Download hier) und sucht somit sogar die Nähe zum Instrumental-Rock.

Über Allens Gamewave Podcast kann man sich das dann auch als zusammengemixte "Radioshow" mit einigen Kommentaren anhören und herunterladen -> Gamewave Podcast Downloadliste 1 und 2

Komplette Release-Download-Liste Pterodactyl Squad

Freitag, November 16

2x Melodic-/Pop-Punk

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Chase This City sind ein Quintett aus den Staaten. Sie spielen Melodic-/Pop-/Fun-Punk der Marke Blink 182 und Artverwandte. "Nicht mehr, und nicht weniger." Kann man schlichtweg so stehen lassen.

Tomahawk Chop, ebenfalls aus den Staaten, benötigen für selbigen Pop-Punk nur vier Leute und hinterlassen uns schonmal zwei EP's zum kostenlosen Download.
 
Klingen beide irgendwie gleich, aber das scheint ja sowieso ein generelles Problem dieser Sparte zu sein. Solange es Leute gibt, die sich für derartige Sprösslinge interessieren...bitte schön!

Buy CTC Here and Here

Pavement Poetry - einfach nur Punk


Kann man als Punkrock-Band eigentlich großartig was falsch machen? Was kann man unternehmen, um den Punkrock zu revolutionieren? Muss man das denn überhaupt? Wie unterscheidet sich guter von schlechten, konventioneller von unkonventionellen? Natürlich muss das jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil denke, man hört es einfach, auch wenn man nicht einmal genau erklären kann, woran das nun liegt. Pavement Poetry aus Niedersachsen jedenfalls werden auf diese Fragen keine Antworten geben. Sie zwingen sich nicht auf, werfen uns keine halbgaren Brocken vor, ebenso wenig verabschieden sich mit einem Knall. Nach sechs Tracks und 19 Minuten hat man einfach nur das Bedürfnis die Repeattaste drücken zu müssen. Und während man auf der Suche nach diesem einen Song ist (es könnte der fünfte sein??), der beim ersten Rotationslauf durch die Anlage in den Hirnwindungen hängen blieb, merkt man plötzlich, dass da noch fünf andere, nicht weniger treffsichere Punknummern sind. Mitreißende Songs, irgendwo in der Schneise von Hardcore- und Melody-Punk. Der erschöpfende, sich fast duellierende Gesang der beiden Frontmänner, der hundert mal mehr Emotionen transportiert, als es Hass und Galle jemals könnten. 
Da wo andere Bands zu Beginn mit stampfendem Schlagwerk den Angriff einläuten, lässt sich bei PP erst gar nicht einschätzen, wo die Reise hinführen soll. Das nennt man unberechenbar, trotz konventioneller Strukturen. Das ist simpel, wie klever. Im Übrigen die selbe Klevernis, die auch das Songwriting auszeichnet. 
Die oben aufgeworfenen Fragen bleiben somit erstmal unbeantwortet. Antworten zu finden, war aber eigentlich auch gar nicht meine Absicht. Hört lieber in diese EP rein und kauft euch dieses verdammte Teil. Kommt zudem im hübsch gestaltetem Digipak.       

Donnerstag, November 15

No Weather Talks - neue Supergroup


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Deutsche Supergroup aus Mitgliedern von Just Went Black (Demo-Download hier), Matula, Tackleberry, Juri Gagarin und Talk Radio Talk, stilistisch vom Hardcore-Punk bis zum Synthesizer-Pop. No Weather Talks ließen die Einflüsse ihrer vergangenen Bands vor der Studiotür und einigten sich schlichtweg auf Punk. Eventuell noch mit einem Pop davor, denn neben eingängigen Melodien ist es vor allem die dynamische und vertraute Stimme des Sängers, die das Ganze zu einem verträglichen und eher massenkompatiblen Kosumgenuss werden lässt. Neben gemeinsamen Bühnenshows mit nationalen Größen wie Todd Anderson, Grand Griffon (aktuelle Band des ehemaligen Escapado-Sängers) und Captain Planet, dürfte wohl das Gainesville Fest 11 in diesem Jahr größtes Highlight der Band darstellen. Mal abwarten was da noch kommt.

DL More Passion, Less Paycheck EP

Savage and the Big Beat - Spaß an Nostalgie


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Man hätte von einem Spaß-Duo aus Texas mit so einem Bandnamen wirklich so ziemlich alles erwartet. Beim Abspielen des ersten Songs der "The Comet Cometh"-EP muss man jedoch erst einmal nachschauen, ob da nicht jemand versehentlich ein altes Erbstück aus Urgroßvaters Rumpelkiste auf den Plattenteller gelegt hat. Es könnte aber auch bloß eine falsche Fährte der Band sein. Pustekuchen! Die meinen das ernst. Um ihre Faszination für nostalgische 20ger-, 30ger-Jahre-Pianomusik auszuleben, brauchen die beiden auch gar nicht mehr, als ein Klavier (bzw. Keyboard), ein Schalgzeug und zwei Mikrofone. Die Melodien ergeben sich praktisch fast von alleine, manche klingen bekannt, stets fröhlich, unbeschwert und luftig leicht. Dazu ein Gesang, der manchmal etwas unklar, an anderer Stelle scheinbar ganz weit hinten in den Boxen festhängt. Wie die Ur-Ur-Ur-Ur-Urvariante heutiger Keane, nur besser. Im selbstinszenierten Musical "JP: The Musical" bekommt man dann auch den Spaß zu spüren, indem der Gesang klarer, aber kabarettistischer klingt und einige Slapstickeinlagen eingebaut werden. Nichtsdestotrotz eine tolle Idee. Die Umsetzung sowieso.      



DL The Comet Cometh

Typisch untypischer Indie aus UK















Herrlich unprätentiöser Indierock, der mit seinem Standbein fest im melancholischem Pop aufstampft und mit dem Anderen vorsichtig im Mathrock auftritt. Vier Engländer stecken hinter der Band Tusk, die uns auf ihrer 2-Song-Single stolz ihren Inselsound präsentieren. Die Single-CD im handgemachten Pappschuber ist bereits vergriffen, die "Lives-Collide-EP" bekommt ihr über Bear/Love Records, während die "Boy Bruce, The Mighty Atom/Subtle Fun"-Single nur als digitaler Download über Bandcamp erhältlich ist.

Wesentlich verspielter und gewisser Maßen wüster war da noch die Vorgängerband Runwells, aus der Tusk im Jahr 2010 mit lediglich anderem Drummer resultierten. Die verzichteten weitgehendst auf Pop, gingen dafür alternativer zu Werke. Mit Piano und Mundharmonika mischten sie auch immer wieder "externe" Instrumente unter ihre Songs. Zwei EP's gibt's für lau über Bandcamp. 


DL Tusk - Before the End/As You Begin-Single

Apropros Dinosaur Jr.


Diejenigen, die Nirvana lediglich mit ihren "Nevermind-Hits" kennen und lieben gelernt haben, werden wohl immer noch stur behaupten, sie seien die Urväter des Grunge. Ok, dass dürfte heutzutage nur noch Leute betreffen, die denken, Rockmusik fängt bei Nickelback an und hört bei den Ärzten auf, und dazwischen ist Grauzone. Aber mal ernsthaft: es ist schon wahnsinnig schade, dass Dinosaur Jr. erst ewig im Schatten einstiger Nirvana standen und somit erst über ein Jahrzehnt nach Bandgründung und einer zehn-jährigen Bandpause die Aufmerksamkeit erlangte, die sie eigentlich schon von Beginn an verdient hätte. Die Dino-Kids gab es immerhin schon drei Jahre früher - bei Bandgründung noch unter dem Namen Dinosaur (ohne Jr.) - , wenngleich auch sie nicht die Begründer des Grunge waren. Den Stil des "schmutzigen" Schrammel-Hardrocks gepaart mit Melodiebögen zelebrierten sie jedoch von Anfang an grundsolide. Es fehlte ihnen eben nur dieser EINE Hit, und die MTV-Gönner. Mittlerweile ist die Musikwelt 28 Jahre weiser und weiß, was sie an Dinosaur Jr. hat. Und wir natürlich auch. Im September diesen Jahres erschien ihr zehntes Studioalbum "I Bet On Sky". Wem das nicht reicht, der kann sich jetzt ihre (wahrscheinlich) komplette Live-Diskographie und einige Akustik-Sessions kostenlos downloaden. Und darüber hinaus: sämtliche Live-Auftritte von J. Mascis', darunter auch einige seiner Nebenprojekte wie Broken Mascis Scene (mit Broken Social Scene-Gründer Kevin Drew), Cobra Verde, Sweet Apple und J. Mascis & The Fog. Gleiches gilt für Dinosaur-Bassist Lou Barlow und dessen Projekte Sebadoh, Folk Implosion, Witch und seine Zusammenarbeit mit Mike Watt & The Missingmen, sowie die Supportband Dead Meadow. 
 
 
Um dieses enorme Arsenal an Songmaterial herunterladen zu können, muss man sich nun also auf der Dinosaur-Bandpage einfinden und sich unter der Kategorie "Free So Free" einen Account anlegen (Anmeldung Freesofree.net hier). Einzige Voraussetzung ist eine gültige E-Mail-Adresse, über die dann auch der Bestätigungsprozess abläuf. Alle anderen Pflichtangaben kann man sich mehr oder weniger zurechtbasteln. Danach seid ihr angemeldet und könnt unter der Kategorie "Audio/Video" die Künstler, welche ihr herunterladen wollt, auswählen. Feine Sache also.
    

Planes Go Faster - Leider nur Indie


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Die dreiköpfige Band aus Pinckney, MI macht mit ihrer Musik fast alles richtig. Aber eben bloß fast. Sänger und Gitarrist Joey Klein besitzt eine Stimme mit enorm hohen Wiedererkennungswert und weiß diese auch sicherlich gut einzusetzen. Das Problem ist nur, dass diese Stimme für Indierock zu unterfordert ist. Planes Go Faster sind nämlich in erster Linie eine Indierockband, die zwar auch liebend gern zu Alternative-Explosionen neigt. Dies geschieht aber weitgehendst auf instrumentaler Basis. Stellenweise erinnert mich der unbekümmerte, irgendwas zwischen nasalen und kratzenden, Gesang an den eines J. Mascis. Möchte man Klein mal außerhalb seiner eher zurückhaltenden und stoischer Haut erleben, kann man das nur, wenn man im Song "Wait" buchstäblich Ausdauer beweist. Und dieses letzte kurze Stück hat es echt in sich und lässt leider nur erahnen, was da noch alles möglich gewesen wäre, hätten sich PGF dazu entschlossen, eine Grunge-Band zu sein. Nun gut, ihre Musik macht das natürlich nicht schlechter...        

Mittwoch, November 14

Eight Two - The Band


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Eight Two aus Brooklyn, New York sind eine wahrhaft kuriose Kombo. Würde man es sich einfach machen wollen, könnte man sie schlicht als Electropop-Band bezeichnen. Im Sound des Quartetts finden sich jedoch eine Menge mehr Details, z. B. im LoFi-Indierock-Song "Don't Feel Sorry for Lovers" oder im noisigen Artpop von "Sweet to Me". Mit Gesang, der von frenetisch, über fast schwebender Harmonie, bis hin zu vollkommen und zichfach durch den Verzerrer gejagt, reicht. Ihre Debüt-EP "You're Too Wonderful" erschien in Eigenregie und ist als physikalisches Exemplar mittlerweile eine Rarität. Die digitalen Releases (EP + einige Singles) erschienen beim, ebenfalls in Brooklyn sesshaften, Independent-Label Electric Diving School. Eight Two hätten es sich einfach machen können und die nette Electropop-Band von nebenan sein können. Aber wer möchte schon "nett" sein?! 

Dienstag, November 13

Greyline bieten LP (fast) kostenlos an


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Quartett aus Groningen, Niederlande mit gewöhnungsbedürftigen Mix (und Gesang) aus Metal und Progressive-Rock. Seit 2001 ihr Unwesen treibend, supporteten sie u. A. schon Größen wie Mastodon, Kylesa, Dillinger Escape Plan, Slayer und Converge. Vor kurzem bot die Band ihr 2010 erschienenes Album "Behind the Masquerade" in physikalischer Form (Limited Edition Gatefold-Vinyl, 500 Stück) kostenlos via Bandcamp an, lediglich Versandkosten waren zu berappen. Neben dem kostenlosen Download des Albums, ist die LP derzeit immer noch für 0,40 EUR zu haben. Wer also Interesse hat, sollte schnellstmöglich zugreifen, da die LP auf Bigcartel und anderen Band- und Reocrdstores erheblich mehr kostet und der Fehler bald auffliegen könnte.

Buy and DL Behind the Masquerade

Masakari-Disko kostenlos, Alpinist-Mitglieder mit neuem Nebenprojekt


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Zur Hardcore-Punk-Band Alpinist aus Münster muss eigentlich gar nicht mehr viel gesagt werden. Außer: ihre zuletzt veröffentlichte Split mit den Jungs von Masakari (Diskographie gibt's kostenlos auf Bandcamp) gibt's nun kostenlos zum Downloaden. Viel Spaß.

DL Masakari-Diskographie via Bandcamp
DL Alpinist/Masakari - Split
Buy Here and Here

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3/4tel Alpinist nutzten ihre Bandpause sinnvoll und riefen kurzerhand ein neues Projekt ins leben: Jungbluth, benannt nach einem 1945 von den Nazis hingerichteten Widerstandskämpfer, setzt die Tradition des Hardcore-Punks ihrer Hauptband fort. Diesmal bekennen sich alle Mitglieder zur politischen Attitüde. Am 16.11.2012 erscheint ihr Debüt-Tape mit sechs Tracks, limitiert auf 200 Stück (100 transparent-schwarz, 100 grau). Den Download gibt's vorab schonmal kostenlos.

P.S.: Danke an Railway, der in der Shoutbox auf diese Band aufmerksam machte. 

Montag, November 12

End is Forever


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Dieses Jahr machte die Band End is Forever ihren Titel buchstäblich zum Programm, als sie im März die Nachricht um ihre Auflösung verkündeten. Einen Monat später folgte dann auch schon das Abschiedskonzert. Traurig müssen die beiden Mädels und die drei Jungs nicht sein, denn für eine DIY-Band können sie auf eine beeindruckende Diskographie zurückblicken: 4 Demos, eine 4-Way-Split, zwei Alben (zum kostenlosen Download) und etliche Kompilationsbeiträge innerhalb von neun Jahren. Auch wenn es insgesamt sicherlich einige Shows hätten mehr sein können, teilten sie sich dennoch die Bühne mit Größen wie Agnostic Front, Mörser, Alpinist, Born From Pain oder Narziss. Hätte ich den Metalcore durch dieses Quintett und nicht durch die absolut ärgerlichen Bullet for My Valentine kennengelernt, müsste ich heute auch nicht zwanghaft versuchen, mich von meinem Vorurteil gegenüber dieses Genres zu lösen. Denn EIF zelebrieren/-ten ihn dermaßen kompromisslos, dass es einem schwer fällt, die Gliedmaßen unter Kontrolle zu halten. Keine Popausflüge, keine Tränenausbrüche. Nur die Wucht der eisernen Härte, mit - wenn überhaupt - einigen Punkeinlagen, was sich vor allem in den Themen Anti-Faschismus, Tier- und Umweltfreundlichkeit, sowie dann äußert, wenn Sängerin Janina rotzig und angepisst ins Mikro bläkt. Den Rest erledigen dann die beiden Shouter/Growler. So sollte Metalcore klingen, wenn er ernst genommen werden will.

(Übrigens ist das Youtube-Video unten ein Live-Mitschnitt aus den Anfangsjahren der Band und nicht mehr stellvertretend für ihren Albumsound :)    


DL Eiszeit
 

Huhnmensch – „we will rap for food, you will pay for wasted talent!"


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Hip-Hop-Trio aus Wien, bestehend aus Rapper Huhnmensch (halb Huhn, halb Mensch), Beatbastler Emil F. und DJ Stanley Stiffla, der zuvor schon mit Huhnmensch zusammen als Thin Tower-Duo unterwegs war. Hip Hop, der es sich zur Aufgabe macht, sich selbst zu rechtfertigen, über Zweierhopp zurück in die 90ger springt und auf die Ursprünge des Rap schielt. Ein paar Samples aus der Nostalgiekiste gekramt, staubige Drumbreaks und Beats, zusammengebastelt aus den Jahrhundertchartlisten des Soul, Funk und Jazz'.  


DL Die fabelhafte Welt der Amnesie EP

Die Legende von Svartby


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1. Regel: 
Svartby schreiben keine Songs über Trolle. Sie haben ihre eigene Welt und die darin existierenden Kreaturen erschaffen.
2. Regel:
Svartby-Musiker sind in keiner religiösen, politischen oder sozialen Vereinigung vertreten. Die Texte sind unheimliche und lustige Märchen, ohne tieferen Sinn. Svartby glauben nur an Ti**en, Bier und Rock'n'Roll.
3. Regel:
Nenne Svartby niemals "Pagan" oder "Viking". Svartby machen "Svartcore".
4. Regel:
Erwarte von Svartby nicht das, was du von einer gewöhnlichen Folk-Metal-Band erwarten würdest.
5. Regel:
Svartcore till Death!

Svartby aus St. Petersburg, Russland sind kreativ genug, um sich nicht bereits zichfach zitierter Mythologie bedienen zu müssen. Sie erschaffen lieber ihre eigene Welt, was eigentlich vielmehr ein dunkles Dörfchen ("Svartby") ist, bewohnt von einer Vielzahl magischer Kreaturen wie besenstilreitende, kinderfressende Hexen, Zwerge, und plündernde Kobolde. In diesem Rahmen veröffentlichte die Band bereits drei Konzeptalben, jedes einer bestimmten Kreaturengattung gewidmet, wie das zuletzt erschienene "Elemental Tales", welches die sechs Elemente von "Svartby" (Feuer, Wasser, Luft, Erde, Wald, Pilze) in Form von personifizerten Teufeln, behandelt. Svartby selbst sehen sich als Spaßband und versuchen dies mit ihrer Death-Metal-Vergangenheit (Keyborder und Songwriter Giftsvamp und Gitarrist Lindwurm spielten bei der Death-Metal-Band Nordlicht) im Einklang zu bringen. Heraus kommt Brutal-Death-Gekotze (mit schwedischen Lyrics), gepaart mit orchestralen Synthies und Monsterriffs. Death-Metal meets Black-Metal meets Progressive-Metal meets Folk-Metal. Einzig die gelegentlichen Slapstickeinlagen der Keys bringen den angekündigten Humor mit sich. Kann der geneigte Metalhead also für sich entscheiden, ob er einen Hörversuch wagt. Auch wenn es seitens der Band kategorisch ausgeschlossen wurde, dürften wohl auch einige Pagan-, Celtic- oder Viking-Metal-Fans auf ihre Kosten kommen, da sich ja bekanntlich der Unterschied hauptsächlich in der Thematik und nicht unbedingt in der Musik wiederspiegelt.   

DL Elemental Tales

Pan - Post Rock is Not Dead


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Mit ihrer Debüt-EP "Post Rock is Not Dead" schaffen sie es zwar nicht, den Post Rock zu revolutionieren. Aber immerhin gelingt es ihnen, den EP-Titel als selbstsicheres Statement zu repräsentieren und vor Falsifikationsangriffen abzusichern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, denn leider hat die vierköpfige Band aus Columbia nicht mehr preiszugeben, als das ihrer Vorbilder bereits vor einigen Jahren. Das ist natürlich euphorischer Post Rock der Marke Explosions in the Sky, und ihre sommerliche Schwärmerei inklusive Chorus ("Seeking" und "Seeking Half Time"), ruft den Feel-Good-Sound grandioser Fang Island zurück ins Vorderhirn. Das ist gekonnt kombiniert und bringt mit "The Highlands", bei dem zum Ende hin sämtliche Glückshormone vollkommen durchdrehen, oder "Found the King", das sich erstmal durch sämtliche Radiofrequenzen schlängelt, eine Menge Abwechslung mit. Von daher ist "Post Rock is Not Dead" weder Lob noch Tadel auszusprechen. Einfach bloß ein anständiges Stück Post-Rock, schwerelos umhertreibend in den unendlichen Weiten dieses Genres. 



DL Post Rock is Not Dead
Buy
DL via Post Echo (weitere Free-Downloads anderer Labelvertreter)

Donnerstag, November 8

Zwischenstand: Gerdas Tanzcafé Jahressampler



Es ist gerade mal eine Woche vergangen seit ich meinen Aufruf bezüglich des ultimativen und ultrakrassen Tanzcafé Samplers gepostet habe. Innerhalb dieser kurzen Zeit erhielten wir schon satte 13 Songs, die mit einer Gesamtspiellänge von 51 Minuten bereits eine CD füllen könnten.
Das ist doch eine starke Leistung für einen Independent-Blog wie unseren. Vielen Dank an die Bands, die uns schon kontaktiert haben. Ich bin gespannt, welche obskuren Bands noch folgen.
Es freut mich ganz besonders, dass sich so viele Künstler gemeldet haben, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Genau das war (neben bloßer Promotionsarbeit) das Ziel unserer Aktion. Wenn sich jetzt noch ein paar Kleinstadtrapper und Electrokinder melden würden, wäre das Ding ja fast perfekt.

Ihr könnt noch bis Weihnachten teilnehmen, also lasst von euch hören ;-)

Hier erfahrt ihr, wie ihr am Sampler teilnehmen könnt !!!

Geiz ist geil!!!

Für das Gesamtbild direkt auf's Bild klicken.
Leute, haltet euch fest! RELAPSE RECORDS ist mal wieder auf Kundenfang und wirbt mit "Special Prices". Das Label, was für gewöhnlich Leuten unterhalb der oberen Mittelschicht nicht mal einen festen Account anbietet, zeigt sich versöhnlich und lockt mit Sparangeboten. Wie im Bild oben zu sehen, könnt ihr euch u. A. die drastisch reduzierte Converge/Dropdead-Split 7" für sagenhafte 7,00 $, statt vorherigen 7,01 $, angeln. Wer hier nicht zuschlägt - am besten gleich ein ganzes Dutzend kaufen - , ist selber schuld! Da haben sich die Verantwortlichen mal wirklich etwas tolles einfallen lassen. Also lieber schnell zugreifen, denn es gilt wie immer - NUR SOLANGE DER VORRAT REICHT!

P.S.: Womöglich steckt ja sogar noch mehr dahinter: wer in der Lage ist, das Ersparnis in Prozent oder besser noch, in Euro umzurechnen, der bekommt die 7" vielleicht sogar bloß für 6,99 $. Ich werd mal nachfragen...

Kings of the City - zurecht!


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Ein Bandname, der die Befürchtung um eine neue Super-Proll-Gruppe um Curtis James Jackson III, Cornell Haynes Jr. und Shawn Corey Knowles-Carter erwecken könnte. Auf dem Cover sechs düster gekleidete junge Typen, hinter denen man eher eine Industrial-, Emocore- oder Nu-Metal-Band vermuten würde. Und eine Vorahnung, dass diese oberflächlichen Vermutungen doch eigentlich viel zu einfach wären...
Während eines Busta Rhymes Konzertes in London, traf Rapper und Produzent Ali Bla Bla den Sänger und Gitarristen Danny Wilder. Begeistert von der Idee, ihre eigenen Ideen und Stile im Einklang zu bringen, gründeten sie die Band Kings of the City, zu der wenig später Ali's ehemalige Schulfreunde Rich Pun (Gitarre), Memari Man (Bass), KoKen (Rapper) und 8bit (Synthies, Electro) hinzustießen. Sie selber beschreiben ihren Stil als einen Mix aus Blues Rock'n'Roll, Hip Hop und Grime. Das ist aber längst nicht alles, denn der Sound wechselte von EP zu EP (allein drei Stück in diesem Jahr veröffentlicht). So finden sich auf der "No Glory EP" Versatzstücke von Western-Twang, Düster-Folk und Crossover, während die "No Guts EP" einige Country- und Southern-Rock-Ausflüge unternimmt. Nebenher gab's noch 'ne Single mit Londons Rapper-Ikone Klashnekoff und eine "Cover-EP", mit Songs u. A. von White Stripes und Fleetwood Mac.  Die sechs Jungs im Alter von 17 und 25 Jahren legen somit eine Vielfältigkeit an den Tag, die nicht mal die Ost- und Westküste Amerikas zusammen hinbekommen würden. Das muss sicherlich nicht jedem gefallen, zumal sich Sänger Wilder manchmal auch wie ein pubertärer Boygroupler anhört. Aber wer will schon kleinlich sein, wenn man hier eine komplette Diskographie geschenkt bekommt?!  


DL No Glory EP
DL No Guts EP
DL No Rules to the Game EP
DL Covers EP
DL Darkness Single (ft. Klashnekoff)
DL Listen to the Old Man EP

Stressed Sumo Records - Nur verschenken ist günstiger


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Im Grunde ist die Entstehungsgeschichte eines kleinen DIY-Labels immer die gleiche: Typ hat es satt, mit eigener Band vor den Toren diverser Produktionsfirmen um Audienz betteln zu müssen und gründet kurzerhand eine eigene, über die er dann die Musik der eigenen und die befreundeter Bands releasen kann. Im Falle von Stressed Sumo Records wäre das allerdings nur die halbe Wahrheit.
Das Label ist Resultat des Zusammenschlusses zweier Labels: Phil Rhodes' 2004 gegründetes Stressed Records und Therapy?-Drummer Neil Cooper's Sumo Records. Die Kompromisbereitschaft der beiden dürfte dann wohl die Namensgebung ihres, 2007 gegründeten, gemeinsamen Labels praktisch von selbst erklären. Mit der Alternative-Mathrock-Combo You Slut!, welche Rhodes bereits durch Compilationsbeiträge seines alten Labels und aufgrund kollektiver Fußballbegeisterung kannte, nistete sich gleich der erste Stammgast bei dem Label ein. Damit war auch die Grundrichtung des Labels bestimmt, denn mit Swound! (ebenfalls von Rhodes direkt von Stressed Records transferiert), We'll Go Machete und den Death Letters. folgten ähnliche Gewächse. Der Großteil, der auf SSR vertretenen Bands, fragten nicht selber bei dem Label nach, sondern wurden von Rhodes oder Cooper eingeladen. So waren beispielsweise Nazca Lines und The Sound of the Mountain Myspace-Entdeckungen von Rhodes. Kidnapper Bell bekamen eine Einladung zu einem Gig in Derby, wobei die damals noch Go Faster Turbo benannte Band die beiden dermaßen überzeugen konnte, dass diese sie gleich mit ins Studio nahmen.
Unten findet ihr die Sachen, die das Label kostenlos (ihr könnt natürlich auch eine kleine Spende hinterlassen) zum Download anbietet. Das wirklich Kuriose aber ist, dass einige physikalische Releases für unwesentlich mehr erhältlich sind. So z. B. Die! Chihuahua Die! und Kidnapper Bell, deren Alben für 0,40 GBP (umgerechnet ca. 50 Cent), oder Whores., deren CD "Ruiner" auch nur schlappe 0,99 GBP (ca. 1,20 EUR) kostet. Selbst das Topalbum "Hyperventilation" von Nazca Lines ist mit 1,99 GBP (ca. 2,50 EUR) mehr als erschwinglich. Man, man, man...

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Der Genrecocktail, den uns Die! Chihuahua Die! mit "Bitch Songs" hier mixen, ist mindestens genauso seltsam wie ihr Bandname. Hardcore, der sich - abgesehen von Davies unentwegten Hysterieausbrüchen - nur selten aus seine schüchterne Haut heraus traut. Punkrock ohne Attitüde. Rock'n'Roll, der sich seine Akkorde lieber für schlechte Zeiten aufhebt. Und Garage und Stoner spielen auch noch irgendwie eine Rolle. Am Ende des Albums weiß man dann auch, warum die neun Songs in gerade mal 25 Minuten durchgeprügelt werden, denn noch mehr hätte wohl einen unmittelbaren Hörsturz zur Folge. Aber irgendwie auch interessant das Ganze, mit etwas sympathisch Britischem anhaftend. 
 

Myspace
Vorab-EP zum wenig später erschienenem Album "Hyperventilation", dass seiner Zeit den Sprung in die "Visions"-Schönheiten schaffte. Die Roh- und Unbekümmertheit einstiger Fugazi und At the Drive-In, gepaart mit dem Seattle-typischen Sound und gespickt mit einigen Crossoverausflügen. Also all das zusammenferchend, was die 90ger so sympathisch machte, ohne angestaubt oder übertrieben Retro zu wirken. Das ist Musik ohne Zeitgefühl, bei der sich jeder der vier Beteiligten auf lediglich ein Instrument konzentriert, das dafür umso besser beherrschend. Unter einigen Kritikern gelten sie als Seattle's Antwort auf die Post-Punk-Bewegung. 


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Kidnapper Bell ist die Zusammenkunft dreier, aktuell nur noch zweier, Engländer und eines Amerikaners. Einflüsse von früheren R.E.M., Replacements, über Piebald, bis hin zu Pavement liegen tief im Sound der Band verwurzelt. Klingt trotzdem frisch und unbeschwert, mal verspielt, mal verträumt, jedoch niemals den Song als solchen aus den Augen verlierend. Aufgepeppt mit Samples, elektronischen Einlagen und gelegentlicher Gesangsunterstützung von Bassistin Jenny. Der Bandname ist übrigens einem Song der Band Mono entnommen, welche ebenso den Einflüssen zugefügt werden kann. Über Bandcamp kann man sich auch noch die 4-Track-EP "Less Me, More Sky" kostenlos downloaden. Ihre neue Single bekommt ihr über Bigcartel.


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Hier ruft nicht nur der Berg, "The Child of Stereo in Mono" könnte auch als genereller Soundtrack für die Natur durchgehen. Die 2008 gegründete, instrumentale Post-Rock-Band ist hier mit ihrem Debüt-Album vertreten. Einzige "Gesangseinlage" ist ein Stammeschor im Song "I Could Use a Little Help", der dann konsequenter Weise mit einem Bonanza-Riff fortsetzt. Der Rest ist nicht zimperlicher Post-Rock, der in seinen wuchtigsten Momenten mit einem Bein im Post-Metal steht. Verträumter Shoegaze und verspielter Psychedelic komplettieren schließlich den spannenden und abwechslungsreichen Gedankentripp.  



Neun-Song-Label-Sampler. Neben den üblichen Verdächtigen von Stressed Sumo Records, ist die rifflastige, zwischen Metal und Stoner pendelnde Instrumental-Band Megachurch mit ihrem Song "Teabaggars" vertreten.










Neues 'Feine Sahne Fischfilet' Album noch 11 Stunden im Stream



Das Noisey Webmagazin hat gerade das neue Album der Audiolith Labelneulinge im Vorabstream, bevor morgen hoffentlich bei euch allen die CD oder LP eintrudeln sollte. (Diejenigen unter euch, die von der Band nix mehr hören wollen, dürfen das gerne als Sarkasmus betrachten!) Der Stream ist zeitlich begrenzt und funktioniert jetzt nur noch um die 11 Stunden.

Für die ganz Fiesen unter uns gibts hier einfach mal einen Scene-Release-Titel. Einige wissen sicherlich damit etwas anzufangen.
Feine_Sahne_Fischfilet-Scheitern_Und_Verstehen-WEB-DE-2012-SDR
Wünsche ich euch viel Spaß beim Hören.

Hier noch die Links...

Jahres-Sampler