Mittwoch, Juni 5

Funeral Sounds - Arizona Dreaming


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Das Zwei-Mann-DIY-Label Funeral Sounds wurde 2012 von Chase Jennewine und Mark Garza ins Leben gerufen. Neben dem viel vertretenen Hardcore-Genre, kann man den Labelsprossen vor allem einen Hang zur Experimentierfreudigkeit nachsagen. Anscheinend ein willkommener Umstand für die beiden Label-Chefs. Darüber hinaus versuchen die beiden über ihren Blog (Tumblr), einige Band durch Interviews und Reviews zu promoten. Inklusive Bandcamp-Verlinkungen, wo man ja bekanntlich die größten Schnäppchen schlagen kann. Ein Besuch lohnt sich also so oder so.

DL Funeral Sounds Winter Sampler 2013



Nouns:

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Das Debüt-Album "Still Bummed" der drei Amerikaner aus Little Rock, Arkansas ist ein exotischer Bastard aus Fuzz Rock, Dream- und Noise-Pop, welcher in die wohlfühlende Decke des Lo-fi gewickelt wurde. Aber auch andere Einflüsse, wie der Song "Conch", der sich ungeniert an chaotischere Pixies orientiert oder die Quasi-Piano-Ballade "Dumped", das mit krampfhaft lächzenden Gesang eher an ein Totenlied erinnert oder einige Chiptune-Elemente. Über Funeral Sounds ist "Nouns" als CD oder blaues Tape erhältlich. Wer ein rotes haben möchte kauft bei Driftwood Records.




Soft Talk:
 
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Ihre Musik könnte auch als Fundament einer längst fundamentlosen Jugend herhalten, so ehrlich und roh, emotional und aggressiv zugleich. Songs wie "Stanley Killed Himself, So He is Going to Hell" und "Distract Me" packen den Hörer und reißen ihn mit hinein in die emotionale Sintflut, könnten Hymnen sein, wäre da nicht dieses vollkommen quer schießende Saxophon, das die Songs dann doch irgendwie wieder aus der Bahn lenkt. Tolles Debüt der fünf Amerikaner aus Ashville, das als blaues Tape zu ergattern ist.






Shark Bait:

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Ähnlich hält es auch das Quintett Shark Bait aus Louisiana, die allerdings auf externe Instrumente verzichten und auch mal die ruhigeren Töne suchen. Ihr Experiment liegt vielmehr darin, die Genres Screamo, Post-Hardcore und die Modeerscheinung Skramz auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Ihre 2012er EP "Phantom Feelings" ist jeweils über Funeral Sounds und Carucage Records als CD und über Haunt Yourself, ebenfalls in Shark Baits Heimatstadt Lafayette daheim, als weißes oder graues Tape erhältlich.




Alaurabyrd:

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Das Quintett Alaurabyrd aus Phoenix spielt hoch melodiösen (Post-)Hardcore, der seine Gitarren auch gerne mal auf eine Post-Rock-Wanderung schickt. Sänger/Shouter Matt Hawkins wühlt sich mit seinem erschöpfenden Sprechgesang dabei tief in die Songs und schießt nur unter Begleitung eines Chores wieder empor. Nach der Aufnahme ihrer bislang letzten EP "Brief History of the Dead" verließ Nick Raimo die Band und veröffentlichte gerade erst mit seiner neuen Emo-Punk-Band Merit deren eigentliche Debüt-EP (kostenloser DL HIER).




I Would Run That Stoplight For You:

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Nicht nur aufgrund seiner ungestümen, wilden, aber unbekümmerten Art, erinnert der zeitlose und vollkommen unterproduzierte Emo von IWRTSLFY an die wilden Eskapaden des Chicagoer Tausendsassas Tim Kinsella und seinen ehemaligen Cap'n Jazz. Über Funeral Sounds erscheint mit "Lameography" nun ihre (nicht vollständige) Discography auf CD.

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