Freitag, Dezember 1

mira - mira



Auf dem kleinen aber feinem Label mum says; be polite rec. scheint wohl nichts so beständig zu sein, wie der stetige Wechsel. War vor einigen Jahren Manku Kapak noch die einzige Label-Konstante, treibten sich die befreundeten Musiker mittlerweile in kurzlebigen Seitenspung-Projekten wie Cetacea, ilill, Fljora oder They Sleep We Live herum. Aus Mitgliedern eben jener Gruppen setzt sich auch die Bremer Band mira zusammen, die Anfang des Jahres mit einer Drei-Song-EP debütierte und hoffentlich etwas langlebiger ist.
Natürlich spielt sich das auch diesmal wieder im großen Kosmos des Emos ab, allerdings etwas retrospektiver in Richtung 90er. Schön analog roh und rau. Dabei ist der wilde Start vom Opener "Trembling" sicherlich nicht stellvertretend für die kompletten 7½ Minuten Spielzeit, denn überwiegend schlagen die vier Musiker hier melancholische Töne an, teils sehnsüchtig verträumt wie im spacigen "Among Stars" oder auch mathig verspult wie im abschließenden "Abyssal".
Dass Band und EP nach einem 300 Lichtjahre entfernten Feuerschweif-Stern (Omikron Ceti), einen sogenannten Roten Riesen, aus dem Sternbild Wal benannt sind, wird nicht nur in den Lyrics verbaut, sondern ist auch durch liebevolle Zeichnungen der Band im allseits linol-berdruckten 7"-Klapp-Cover mit eingetackerten Booklet ersichtlich. Alles D.I.Y und für wenig Geld zu erstehen. Zuschlagen, solange der Vorrat reicht!

Band: mira

Titel/Release: mira/EP (150x CDr & 250x Black 7inch + CDr in Linoprinted FOC)

Label: mum says; be polite rec.

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Emo, Hardcore, Emocore, Screamo

FFO: Indian Summer, Yaphet Kotto, Kaywinnet, Torpedo Holiday

Links: Facebook



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