Mittwoch, November 20

Kennt ihr die schon?


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Nichts schweißt enger zusammen, als ein gemeinsamer Feind. Joe La Mouk machen aus Hip-Hoppern, Punks und Hardcorelern sicherlich keine dicken Freunde, dürften die drei unterschiedlichen Parteien aber immerhin gleichermaßen auf die Palme bringen. Ihren anarchistischen Comedy-Gangster-Hip-Hop weiteten sie mit ihrem letztjährigem Release "F*** the Money" auf die Bereiche Punk und Hardcore aus, nur dass sich ihre darauf enthaltene Musik (?!) so simpel leider nicht erklären lässt. Den Ein-Sekunden-Song "Bonjour" könnte man mit zwei zugedrückten Augen auch als Versuch ansehen, Napalm Death den Rekord für den kürzesten Song abzuluchsen. Der darauffolgende Titeltrack und "Du Fric et des Clopes" sind zweifelsfrei Hardcore-Punk, letzterer sogar mit einem freidrehendem Saxofon. Alles andere dazwischen verlangt dem Hörer nicht nur ein dickes Fell, sondern vor allem auch eine hohe Toleranzbereitschaft ab. Und Toleranz kann vielleicht noch derjenige am ehersten aufbringen, der sich von sinnfreien bis derben Klamauk gut unterhalten sieht, wie etwa "Beurp" - der Rülps-Song, "Prout" - der Furz-Song oder "Atchoum" - der Hatschi-Song. "666 dans ton Cul" möchte gern Proll-Hardcore sein, "DSKKK" nimmt sich Melt Banana zum Vorbild, "Ton Camel Toe" hingegen Daft Punk, und "Sur la route de Tourette" ist - nun ja - eine Tourette-Ballade. Eben genau so, wie man es vom französischem Trio um Mectoob, Sachamouk und Martyn Circus gewohnt ist, das einmal mehr ordentlich auf den Putz und manchmal auch daneben haut. Also: Hip-Hopper, Punks und Hardcoreler dieser Welt vereinigt euch - um Joe La Mouk zu lieben oder zu hassen. Beides dürfte ihnen recht sein.


DL F*** the Money
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