Mittwoch, Februar 10

Wiederhören: Blink-182 - Enema of the State



Da wir ja ohnehin in der letzten Zeit schon so zuverlässig Posten, ist es vielleicht auch mal an der Zeit, eine neue Rubrik einzuführen. Hierbei will ich euch - nicht zwangsläufig vorstellen, denn die meisten Bands werden sicherlich den meisten Leuten ein Begriff sein - einige meiner persönlichen Lieblinge vorstellen, die mich bis in die Gegenwart verfolgt haben und immer für einen nostalgischen Flashback willkommen sind. Nennen wir es mal ganz banal "Wiederhören". Und welche Band könnte bei so einem banalen Rubriknamen wohl einen banaleren Einstieg liefern, als die banalen Blink-182?

Alt sind sie geworden und gediegen, manche würden vielleicht sogar von einem Reifeprozess sprechen. Aber ist es das, was Mensch von einer der berühmtesten und ehemals freakigsten Pop-Punk-Bands der Welt wirklich erwarten sollte? Als Blink im Sommer 2014 auf dem Highfield Festival den vermeintlichen Samstags-Headliner mimten, war vom einstigen Esprit der Band kaum bis gar nichts mehr zu verspüren. Ich will mir nicht anmaßen, zu behaupten, dass die Band mittlerweile nur noch ein Schatten ihrer Selbst ist. Aber vielleicht war es zu diesem Zeitpunkt ja auch schon beschlossene Sache, dass Tom DeLonge die Band bald verlassen würde. Es wäre wohl der perfekte Zeitpunkt gewesen, die Band möglichst ohne größeren Schaden endgültig zu Grabe zu tragen.

Mit ihrem dritten Studioalbum "Enema of the State" kehrten Blink 1999 im Mainstream-Olymp ein. Es war eine Zeit, in der pubertäre Teenieklamotten á la "American Pie" eine Ära begründeten - und Bands wie eben jene Blink, die den passenden, feucht-fröhlichen Soundtrack dazu ablieferten. Unbeschwerte Musik, zu der man sich nicht unnötig das Hirn zermatern musste. Musik, die konservative Konventionen mit gesellschaftlicher Antitüde entgegneten. Songs wie "Adam's Song", "What's My Age Again" und natürlich "All the Small Things" rotierten auch außerhalb der dreckigen Rockspelunken auf den Plattentellern, dröhnten aus jeder heruntergelassenen Autoscheibe, trieben die Nachbarn zur Weißglut, waren einfach in aller Munde und Ohren, und sollten auch heute noch fester Setlist-Bestandteil einer jeden vernünftigen 90er-Jahre-Party sein.

Glücklicher Zufall oder auch nicht: SRCVinyl ist gerade dabei, "Dude Ranch" und "Enema of the State" neu aufzulegen. Passt, da die ersten Vinylpressungen mittlerweile dem Kapitalismus zum Opfer gefallen sind (178,- EUR für eine Schallplatte?! Ich hoffe ein Hurricane verwüstet euren Plattenschrank!). Leider vorerst nur in Amerika, was zusätzlich nochmal einiges an Versand kostet. In FB-Gruppen wie CD & LP Börse oder Vinyl Preorder kann man sich diese mit Gleichgesinnten aber auch gerne teilen.



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