Freitag, September 8

Video Kills the Radio Star Vol.4


Kratze - Meter


"Eine pelzige Kreatur auf der Suche nach sich selbst." ...???... Ihr merkt also schon, dass es mit Kratze nicht einfach werden wird. Das Berliner Quintett, nach eigenen Angaben seit 2014 aktiv, legt nach der letztjährig erschienenen Zwei-Song-EP "Muteroom Reels" nun mit "Meter" ihren dritten digitalen Song nach. Auch hier verwursteln die Hauptstädter_innen rhythmisch sprunghaften wie treibenden Metal und Post-Hardcore und bringen sogar noch eine plänkelnde Jazz-Pause unter. Sollten aufgeschlossene Hörer_innen vielleicht im Auge/Ohre behalten.



Forkupines - By The Sea


Dass Midsummer Records auch außerhalb seiner Steckenpferdchen Punk und Post-Hardcore ein glückliches Händchen für tolle Bands beweist, zeigt sich am Beispiel des Braunschweiger Trios Forkupines. Deren Debüt-Album "Here, Away Fom" wird nämlich am 29.09.17 über das saarländische Label erscheinen, als limitierte blau-schwarz marmorierte (100x) oder weiße (400x) Vinyl. Ihre erste Single-Auskopplung "By The Sea" lässt erahnen, warum die Band vor ein paar Jahren noch mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, mittlerweile aber enorm wichtig geworden ist für die Emo-Rock-Szene. Vor allem, weil Größen wie Jimmy Eat World scheinbar zunehmend die Ideen ausgehen und somit unfreiwillig die Bühne räumen für schlecht geschminkte Teenager.





The Hirsch Effekt - INUKSHUK


Ich brauche wohl niemanden mehr vor die drei progressiven, mathigen, chaotischen, konzeptionellen, melodischen Metal-Artcoreler aus Hannover warnen. Entweder man mag The Hirsch Effekt oder man mag es eben geradlinig. Nach der "Holon"-Album-Trilogie folgt im August nun mit "Eskapist" das vierte Studioalbum der Band. Mit "LIFNEJ" ließ die Band bereits im Juni den ersten Vorreiter auf die Hörerschaft los, ein wild-zerhackter und störrischer Brocken, der seine Schönheit erst im Endspurt offenbarte. Der zweite Song "INUKSHUK", in dessem Video DŸSE's Jaari van Gohl zu sehen ist, baut sich da schon wesentlich bedächtiger auf und wölbt sich im Quasi-Refrain gar heroisch auf. Kein Licht und Schatten, eher Genie und Wahnsinn. Wie gewohnt.




Haik - Strich (Liebe-Hass-Frieden)



Bereits im April letzten Jahres veröffentlichte das von An3 Dietrich (DŸSE, Volt, Roerhedds) ins Leben gerufene Musik-Projekt Haik ihre erste Single "Strich". Danach legte das Quartett, dem außerdem noch Tim Menzel (Rotor, Tschaika), Joh Weisgerber (Flo Mega, The Ruffcats) und Onkel (Ohrbooten, Alligatoah) beiwohnen, eine noch längere Pause ein, als wir zwischenzeitlich.
Nach eigenen Angaben, schrieb An3 den gesellschaftskritischen Song innerhalb einer Stunde, was man der vergleichsweisen (zu seinen anderen Projekten) einfachen Struktur auch irgendwie anhören kann. Nichtsdestotrotz hoffentlich erst das Start- und nicht bereits das Schluszsignal des All-Star-Ensembles.

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