Donnerstag, September 20

FESTWUCHSERWILDFESTE - Festwuchs



Kurzinfo:

Das Vogtländer Label Børwærk Records kam ja in letzter Zeit bei uns etwas häufiger zur Ansprache. Ein Grund dafür ist eben auch das rege Treiben auf dem sprießenden Label, das jüngst ein weiteres Inzest-Projekt in seiner Familie begrüßen dürfte. FESTWUCHSERWILDFESTE ist die Verschmelzung der beiden Label-Sprosse FESTEFESTE und WILDWUCHS, die in erster Linie nach genau dieser Quintessenz klingt: bissiger Noise-Rock gepaart mit rauhem Schrammelpunk.


Band: FESTWUCHSERWILDFESTE

Titel/Release: Festwuchs/EP (CD; Digital)

Label: Børwærk Records

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Noise-Rock, Punk, Hardcore

FFO: HAIK, Dÿse, Specht Ruprecht

Links: --II--II--II--II--II--II--




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Dienstag, September 18

Gluthoden - Hepatitis G



Kurzinfo:

Also nunja...an einigen Stellen fällt es mir wirklich schwer, die Seesener Punk-Band Gluthoden ernst zu nehmen. Klar, ein Song wie "Refugees Welcome" hat inhaltlich sicherlich seine Notwendigkeit, in seiner musikalischen Umsetzung wirkt er allerdings etwas platt. Generell schwebt über dem Debüt des niedersächsischen Quartetts ein roher Proberaum- und Lass-uns-jetzt-einfach-mal-drauf-losspielen-Charme. Punk, der sich den zerzausten Iro eben nicht unnötig an Schönspielereien aufreibt und Freischnauze vorausstürmt, egal ob das nun schon zum 1312-ten Mal wiederholt wird. Da Atti- und Plattitüde hier aber dicht beieinander liegen und sich die Band für die Aufnahme und den Mix Kevin von den nicht mehr anspruchsvollen Spülung Defekt zu sich einluden, lässt sich "Hepatitis G" ohnehin am besten mit drei Atü aufm Kessel genießen.


Band: Gluthoden

Titel/Release: Hepatitis G/EP (100x Vinyl; Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Punk, Deutschpunk

FFO: Spülung Defekt, Ille Tanten, The Gunflowers

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DL "Hepatitis G"

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Sonntag, September 16

Video Kills The Radio Star Vol. 7


Street Fighter



2017 gegründet und dann gleich mal so ein Brett wie "Hidden Knife" rausgehauen?! Ich denke, der Weg der Berliner Band Street Fighter ist vorprogrammiert. Von den knapp 1700 FB-Likes mal ganz abgesehen, die wir hier höchstens mal mit einem Gerdas-Farewell-Post abgreifen könnten. Alles aber wahrscheinlich zurecht, denn das Quartett liefert mit ihrer Debüt-EP "The Show" unpeinlichen Crossover - früher hätte mensch vielleicht auch NuMetal oder Rapcore gesagt - im internationalen Format ab.




Treptow



Entgegen dem Albummotto "Besser selbst als gar nicht", gehe ich den Weg des geringsten Widerstands und behaupte einfach mal, dass manchmal andere Worte so viel mehr sagen können als die eigenen:

"Deutschsprachiger Indie-Rock unter rauer Oberfläche, mit Sehnsucht im Kern, vorgetragen von drei schlagfertigen Kindsköpfen."


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And The Golden Choir


Als Tobias Siebert, ex-Delbo, Klez.e und Betreiber des Radiobuellebrueck Studios, 2015 mit seinem Solo-Projekt And The Golden Choir debütierte, war es vor allem die unkonventionelle Live-Performance (Siebert + Gitarre + Schallplattenspieler), die die gespannte Hörerschaft aufhorchen ließ. Trotz Anraten eines guten Freundes, mit "Breaking With Habits" genauso weiterzumachen, wie auf dem Vorgänger, geht Siebert nun einen Schritt weiter. Mit einer Armee aus verschiedensten Instrumenten und nunmehr auch digtitalen Spielereien, erlangt sein Indie-Pop eine enorme Vielschichtigkeit, ohne dabei zu überladen zu wirken.


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FESTEFESTE


In der tief-schwarzen Mitte zwischen BluNoise und Exile On Mainstream, schiebt sich allmählich das kleine Label Børwærk Records nach oben. Eine der ersten Bands des Vogtländer Labels ist das sächsische Trio FESTEFESTE, das nach zwei Alben jüngst eine 2-Track-Single nachlegte. "Faltscherfufftscher" ist ein grooviger Hardcore-Noise-Rocker, der sich reibungslos an seine Kollegen DŸSE, Tschaika 21/16, Rotor und HAIK anschmiegt.

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Schelm


Nach einer gemeinsamen Split-EP mit Die Braunen Raketen im Jahr 2016 und einer anschließenden Deutschland-Tour, veröffentlicht die Baseler Band Schelm im September ihr Debüt-Album "ein bisschen mehr..." auf Vinyl im Eigenvertrieb und digital über das Label Sportklub Rotter Damm
Viel Eingewöhnungszeit verlangt die Vorab-Single "Schallalala" (lasst euch vom Titel nicht abschrecken) nicht ab, reicht ihr ungenierter Indie-Punk mit rauem Unterton doch verdammt nah an die wohl unpeinlichste Indie-Punk-Band, Muff Potter (da lehne ich mich mal weit aus dem Windows, is aber nunmal meime Meimung), heran und mogelt dem Ganzen noch eine nostalgische Hamburger Schulnote unter.



Freitag, September 14

Suetterlin - Deine Zeit / Sujet



Kurzinfo:

"Suetterlin hat den Krach von früher im Herzen." Ich bin da eher der Meinung, dass die beiden beteiligten Musiker Daniel Senzek und Sebastian Wahle mit ihren früheren Kombos Thoughts Paint The Sky, Kosslowski, Nora Yeux und episodes. mehr Lärm veranstaltet haben, aber nun gut. Mit Suetterlin schlagen die beiden Essener ohnehin in eine andere Kerbe. Statt Screamo, Post-Punk und -Hardcore gibt's Indie-Rock, der mal alternativ nachdrückt oder ungeniert mit dem Pop flirtet. Und so wirkt ihre zweite, wesentlich kürzere EP tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen. Kein Schnick-Schnack und kein lästiges Genre-Kauderwelsch. Der erste Song "Deine Zeit" ihrer 2-Track-EP "Deine Zeit / Sujet" galoppiert auf einer eingängigen Melodie und trägt viel Sehnsucht im Herzen. "Sujet" drosselt das Tempo etwas Richtung Melancholie und lässt im Hintergrund schwelgende Synthies kreisen. Bisweilen erinnert das an eine Zeit, in der Tomte und die Sportis noch nicht so peinlich waren. 
Bereits die Debüt-EP erschien digital über Midsummer Records, von der die Band allerdings auch 50 CD-Exemplare in Eigenregie produzierte. Ihre zweite gibt's derzeit ausschließlich zum Downloaden und Streamen.


Band: Suetterlin

Titel/Release: Deine Zeit / Sujet/EP (Digital)

Label: Midsummer Records

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Alternative, Indie, Indie-Pop

FFO: Minitimer Katzenposter, Macky Messer, Felias

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Mittwoch, September 12

Raucнen - Tabakbörse



Kurzinfo:

Schon wieder so eine garstige Frontfrau, die sich hemmungslos und wutentbrannt über die deutsche Gesamtscheiße auslässt. Da Bandnamen und eigens kreierter Stil ("Mopedpunk") in Besprechungen einschlägiger Webzines schon genug Wortspielereien über sich ergehen lassen mussten, beschränke ich mich auf das Wesentliche. Sieben Songs schmücken das Debüt des Hamburger Quartetts, die knapp zehn Minuten von der Hörerschaft einfordern. Auf der Basis von mal schnelleren und mal langsameren, in jedem Fall aber treibenden Hardcore-Punk-Melodien, erbricht sich die Sängerin u. A. über "deutsche Tugenden", Mackertum, Junggesellenabschiede und dem post-modernen Hassobjekt Schrebergartenkolonien. So und nicht anders sollte wütender, ernstzunehmender Punk klingen. Hoffentlich kommt da noch mehr.


Band: Raucнen

Titel/Release: Tabakbörse/EP (100x Mint Green & 200x Vinyl w/ Screenprinted B-Side; Digital)

Label: Zeitstrafe

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Powerviolence, Hardcore-Punk

FFO: Strafplanet, Boston Curtis, Slow Meth, Sacridose

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DL "Tabakbörse"

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Montag, September 10

Jesus Fucking Christ - Chemical Teeth, Wires For Veins



Kurzinfo:

Was Remi Semshaug Langseth alias Jesus Fucking Christ auf seiner zweiten EP vom Stapel lässt, entzieht sich zunächst einmal jeglichen Vergleichen. Der derzeitige ATTAN-Sänger offenbarte ja bereits mit seiner ehemaligen Band Like Rats From A Sinking Ship sein Faible für wahnwitzige Synthie-Spielchen. Auf dieser Basis tobt sich der Norweger mit seinem Solo-Projekt nun auch gehörig aus. War das Debüt "Homophobia Is Like Totally Gay" in seiner Gesamtheit noch etwas soliderer, verschmelzen auf "Chemical Teeth, Wires For Veins" nun klare Elemente á la Beastie Boys und Death Grips mit experimentellen Electronicas der Marke Aphex Twin oder Björk. Die Auswahl an plötzlich aufkeimenden Referenzen ist groß, die Art der Zusammensetzung einzigartig. Tolles zweites Release, seit 2016 aber leider auch das Letzte.


Band: Jesus Fucking Christ

Titel/Release: Chemical Teeth, Wires For Veins/EP (50x Tape; Digital)

Label: Venn Records, Loyal Blood Records

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Electro, Punk, Hardcore

FFO: Malakwa, Dot Dot Curve, Beastie Boys

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Stream "Chemical Teeth, Wires For Veins"

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Samstag, September 8

Varan - Lachen Auf Zeit



Kurzinfo:

Lange Zeit habe ich es vor mich hin geschoben, nun aber fühle ich mich doch genötigt, ein paar Worte über Varan's Album "Lachen Auf Zeit" zu verlieren.
Zwar liegt das Album-Debüt des 2012 zusammengefundenen Quintetts aus Merseburg nun auch schon fast zwei Jahre zurück, an Wichtigkeit und Valenz es aber keineswegs eingebüßt. Beeindruckend ist vor allem die Vielseitigkeit der Band, die im Vergleich zum raueren Debüt "Fremde Spiegel" eine gehörige Schippe Melodie draufpacken und vor allem cleanen Gesangspassagen mehr Freiräume geben. Kein Schritt zurück, sondern vielmehr eine Steigerung der Intensität auf der emotionalen Ebene. Wahnsinn, wie melodische als auch melancholische Gitarrenlinien, hartes Metalriffing, leidenschaftlicher Gesang und wütendes Geschreie auf "Lachen Auf Zeit" zu einer glühend-heißen Symbiose verschmelzen. Ich verspreche euch: wer Varan bislang noch nicht auf dem Schirm hatte, hat was verpasst im Post-Hardcore-Sektor! Folgerichtig konnten die Sachsen-Anhaltiner für ihr zweites Werk auch einige Labels finden, die dem Album nebst zweier Tape-Varianten auch das erste Vinyl-Release der Band (in drei Farbvariationen) bescherten.

Band: Varan

Titel/Release: Lachen Auf Zeit/Album (100x Green Clear Vinyl; 100x Orange Clear Vinyl; 300x Black Vinyl; 40x "Anarchy Red" Tape; 40x "Anarchy Black" Tape; Digital)

Label: SM Musik (Vinyl); United Blood Records (Vinyl); Mustard Mustache (Tape); Hardcore 4 Losers (Tape); Pogohai Records (Tape)

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Post-Hardcore, Punk, Emo

FFO: Start A Fire, Reznik Syndrom, SparkleDrivenFairytale

Links: Facebook\\//Last.fm\\//Bandcamp




DL "Lachen Auf Zeit"

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Donnerstag, September 6

BØRLAUB - RØH



Kurzinfo:

Nichts Neues, aber dafür Gutes aus dem freigeistlichen Hause Børwærk Records. Gegenüber dem epischen Debüt, ist BØRLAUB's zweites Release "RØH" nun wesentlich kompakter ausgefallen. Auf einer ausgedehnten Basis aus Drone- und Post-Rock, mäandert zwar auch der Opener "Fundament" über neun Minuten durch sanfte bis noisig-aufgekratzte Soundscapes. Die beiden folgenden Songs "Still" und "Rise & Shine" fallen in ihren Längen dagegen fast schon in Radio-taugliche Formate und erhalten vor allem durch den nunmehr nicht unerheblichen Anteil von Gesang greifbarere Strukturen, als dies noch auf dem experimentierfreudigen Vorgänger der Fall war. So oder so schaffen BØRLAUB eine tolle Symbiose aus einer intensiven atmosphärischen Dichte und druckvollen Klanggewalt.


Band: BØRLAUB

Titel/Release: RØH/EP (Digital)

Label: Børwærk Records

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Ambient, Drone, Post-Rock, Experimental, Noise

FFO: Constant Structures, Contra, Witch Hazel

Links: Facebook\\//Bandcamp\\//Soundcloud




Stream & Buy Digitally "RØH"

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Dienstag, September 4

Drux - Drux LP



Kurzinfo:

Leipzig ist das neue Boston: das sächsische Quintett Drux beweist nun auch endlich auf Albumlänge sein rauhes Händchen für straighten 80er-Hardcore mit wenig dezenter 80er-UK-Streetpunk-Note. Keine 15 Minuten benötigt die Band, um ihre zehn Songs über die Bühne zu ballern. Straight in your face! Die knackigen Gitarren, die dumpfen Basslinien, das echauffierte Schlagwerk und das wütende Gebrüll klingen nach blutigen Widerstand und Moshpit-Exzesse, straight mit dem Bein voraus versteht sich. So herrlich ehrlich klang Hardcore schon lange nicht mehr.


Band: Drux

Titel/Release: Drux/Album (100x Limited Clear Vinyl w/ Silkscreened Cover;  Regular Edition Vinyl; Digital)

Label: Static Shock Music

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Hardcore, Punk

FFO: Death Before Dishonor, Have Heart, Slapshot

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Stream & Buy Digitally "Drux"

Buy Here, Here, Here, Here & Here

 

Sonntag, September 2

Der Bandcamp-Hardcore Vol. 39


Lesser Lights - Glass Lungs And Paper Lungs



Als What We're Afraid Of  haben 3/4tel-Lesser Lights 2012 bei uns einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Leider weilte die Euphorie nicht sehr lange, denn 2014 trug das Quartett aus Okeechobee, Florida seine gemeinsame Band zu Grabe. Mit neuem Mitglied, agierten die Amis zumindest die nächsten zwei Jahre weiterhin zu viert und bewegten sich nicht allzu weit weg von ihrem zuvor praktizierten Mathcore. Immer noch bissig genug, technisch hyperventilierend und somit ein lohnenswerte Ergänzung für die Mediathek zwischen The Dillinger Escape Plan und The Chariot.

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Fero Lux - Cheap Funeral: For You

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Auch sechs Jahre, zwei Alben, eine Split-EP und eine EP nach dem farmosen Debüt der amerikanischen Band Fero Lux, weiß uns das Quartett immer noch zu überraschen. Ein stetiger Geheimtipp, wenn mensch so will, denn die Jungs aus Florida vermischen in ihrem Stil Elemente des Emorocks und -Cores, Math- und Post-Hardcores - und klingen dabei wie eine ausgewogene Kreuzung aus At The Drive-In, Glassjaw und On The Might Of Princes.




Montagne - Spring Birds

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Auch das Pariser Trio Montagne will sich nicht so recht auf etwaiges Schubladendenken einlassen und kreiert auf der Basis von Post-Metal seinen ganz eigenen Sound. Neben ambienten Momenten und Blastbeat-Attacken, sind es vor allem die groovigen wie psychedelischen Stoner-Metal-Ausflüge, die Montagne's zweite EP "Spring Birds" zu einem wahren Ohrenschmaus werden lassen.
Kommt als Tape u. A. über Dingleberry Records und Hardcore 4 Losers.

DL "Spring Birds" Here & Here

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Atavistic Traits - Demo

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Eines vorweg: ich bin eigentlich kein großer Ska-Fan. Etwas Rantanplan oder Ginsengbonbons, ein bisschen mehr noch Shandon, reichte für meine gelegentliche Dosis an Offbeat-Trompeten-Punk vollkommen aus - bis ich kürzlich Atavistic Traits aus Graz entdeckte. Das österreichische Quintett spielt - nunja - eine Art Ska-Crust-Punk, was mir in dieser Form noch nicht vor die Lauscher gekommen ist. Simpel wie originell, schüttelt die Band auf ihrem Demo-Debüt neun lockere und eingängige Melodien aus dem Handgelenk und schreit sich dazu die Seele aus dem Leib. Großes Kino. Ich hoffe, dass da noch mehr kommt und sich das eine oder andere Label erbarmen wird, Atavistic Traits unter ihre Fittiche zu nehmen.



Error37 - Error37

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Was diese vier australischen Emos vor drei Jahren mit ihrer dritten EP ablieferten, eröffnete dem geneigten Nintendocoreler wahrlich keine neue Welt. Angereichert mit Pop-Punk, Metalcore und ganz viel Teenage Angst, könnte das Quartett aus Melbourne Fans von All Time Low, I Set My Friends On Fire und Moshing Samurai gleichermaßen beglücken. Wer mit diesem post-bewährten Mix leben kann, startet die ausgelassene Teenieparty am besten mit den Stücken "xXCactaurXCoreXx" und "Chinese Warlord".

DL "Error37"

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Zombieshark! - The Digital Sea

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Wesentlich atmosphärischer, düsterer und bedrohlicher wirkt da schon Zombieshark!'s letzte EP "The Digital Sea". Nach zuvor drei Alben, einer EP, einigen Compilation-Songs und Game-Scores, ist das Duo aus Philadelphia um Cory Swope und Jeff Brown nun auch auf dem Szene-Label Kitty On Fire Records gestrandet, das die von der Band selbstveröffentlichten, standesgemäßen Cartridge-Version (Sold Out!) noch um ein CD- und Tape-Release erweiterte. Mit Unterstützung ihrer Kollegen Steven Dunn aka Got Item! und Skylah Pendall aka Go:Eskimo, haben Zombieshark! ein intensives Werk in der Zwischenwelt von Digital und Analog geschaffen.

DL "The Digital Sea"

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 Potato Hate Machine - Glittergrind

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Hinter Potato Hate Machine verbirgt sich einzig und allein der Amerikaner Colton Gast aus Bowling Green, Missouri, nicht zu verwechseln mit Bowling Green in Kentucky, dem Ort, der für das fiktive Massaker des irrigierenden US-Präsidenten Trump herhalten musste, um seine rassistische Einwanderungspolitik voranzutreiben. Genug abgedriftet. Auf seinem siebten Album zeigt er sich gewohnt angriffslustig auf Genre-Grenzen. Zwischen Cybergrind, Metalcore, Ambient, Hip Hop und ganz vielen Broken Beatz, bedient Potato Hate Machine ein vielleicht auch etwas zu überambitioniertes Reportoire.

DL "Glittergrind"


Ashes Of Pompeii - Sea Of North

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Die einstige Marburger Post-Hardcore-Hoffnung Ashes Of Pompeii hatte eigentlich niemand mehr so richtig auf dem Schirm, lag ihr letztes Album bis dato stolze vier Jahre zurück, zumal sich Kopf Tobi Mösch und einige andere Bandmitglieder zwischenzeitlich mit Yellowknife lieber im Indie-Pop ausprobierten. Vollkommen unverhofft also, veröffentlichte die Band 2016 die EP "Sea Of North" in Eigenregie und erlebte zusammen mit der gemeinsamen Herbsttour mit Fjørt eine Art zweiten Frühling. Angesichts der Tatsache, dass es bis heute das so ziemlich letzte Lebenszeichen der Band war und sich die andere Bandhälfte mittlerweile bei Hector Savage herumtreibt, vielleicht auch eher ein letztes Aufbäumen. Wer weiß. Die zwei darauf enthaltenen Songs "Galeere" und "Marabu" spiegelten jedenfalls eine Band am Ende ihrer Entwicklungsphase wider. Vom experimentellen Emocore ihrer Anfangstage, fand die Band schlussendlich ihren Platz im routinierten Post-Hardcore. Und so verabschiedem sich AOP wohlmöglich nochmal mit einem emotional tiefschlagenden und einem im Shoegaze umherflirrenden Song. Vielleicht melden sie sich im Jahr 2020 aber auch mit ihrem vierten Album zurück.

Stream "Sea Of North"

Buy via PM on Facebook or Mail to: mail@ashesofpompeii.com


Argos - Argos






Facebook\\//Youtube


Noch länger zurück als oben genannte EP, liegt das Debüt der Berliner Band Argos. Bereits 2013 im Hidden Planet Studio (das Studio, in dem sich u. A. The Ocean scheinbar ganz wohl fühlen) aufgenommen, folgte das digitale Release ihrer selbstbetitelten EP erst zwei Jahre später, während die Tonträger dazu seit jeher in der Planung feststecken. Aber digital ist immerhin noch besser als fiktional, und so überzeugt uns das Hauptstadt-Trio mit sechs metaphorisch-resignierenden Post-Hardcore-Songs, die ihre düster-melancholische Atmosphäre vor allem aus post-rockigen Soundscapes saugen.
Nachdem es zeitweise recht still um die Band gewesen war, spielten Argos zum Ende des letzten Jahres hin wieder vermehrt Live-Shows und kündigten zuletzt die Arbeiten an neuen Songs an.


DL "Argos"

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Freitag, August 31

Farrokh Bulsara - Nieder mit den Thujahecken



Kurzinfo:

Keine Sorge: weder ist Freddie Mercury von den Toten auferstanden, noch ist das hier eines seiner verschollenen Homerecording-Demos und erst recht kein glamouröser Avant-Stadionrock.
Farrokh Bulsara kommen aus Zürich und haben sich Anfang 2014 gegründet. Einige von ihnen kannten sich bereits aus diversen Vorbands, was nicht weiter überrascht, mischen die fünf Schweizer_innen immerhin schon seit Ende der 80er-Jahre die heimische Hardcore-Underground-Szene auf. Never Built Ruins, Dying In Motion, Morgen, Profax, Mr. Willis Of Ohio, Ferguson, Sundowner, Ghettohund und The Rabbit Theory, konnte ich auf die schnelle in Erfahrung bringen, aber da gibt/gab es bestimmt noch einige hundert andere. Letztgenannte Band musste 2013 den tragischen Tod ihres Sängers Nino Kühnis verkraften, was sich auch in Form einer Widmung im Inneren des Tape-Releases von Farrokh Bulsara's erstem Album "Nieder mit den Thujahecken" wiederfindet und sicherlich auch im Song "Am Ende lacht der Geist" verarbeitet wird:

"was bleibt ist so viel grösser als der abschied / der war zwar kurz und schmerzhaft, doch vorbei / was sind schon 28 tonnen / gegen einen geist von deiner dimension? / ich halt mich fest an dem, was überlebt hat".

Der Albumtitel bereitet aber auch schon angriffslustig darauf vor, dass es in den acht übrigen Songs ebenso ungemütlich zugehen wird. Arm und reich, Gleichgültigkeit, Ober- und Unterschicht vs. Punk, Liebe und Menschlichkeit. "Nieder mit den Thujahecken" bietet eine Menge Zündstoff, der in teils zynischen aber nie ganz hoffnungslosen Texten zur Explosion gebracht wird.
Musikalisch bewegt sich das Quintett recht homogen und zugänglich zwischen den Hauptpfeilern Punk, Post-Hardcore und Screamo. Plänkelnde Passagen mit aufgeregtem Gesang treffen auf stürmische Hardcoreeruptionen mit noch wesentlich mehr aufgeregterem Gesang, die im Zusammenspiel den musikalischen Kern der Band freilegen - das altbewährte Laut-Leise-Spiel.
Wie anfangs erwähnt, verbergen sich hinter Farrokh Bulsara aber alte Hasen, die der mutmaßlichen Routine mit viel Feingefühl wie auch Herzblut und vor allem treibenden Melodien trotzen.

Neben dem Spendendownload, erscheint "Nieder mit den Thujahecken" als schwarzes Tape im schwarzen Case mit zusätzlichem Slipcase und enthält ein Textblatt sowie einen DLC. Ebenso wie die in bester und liebevoller DIY-Manier aufgemachte Debüt-EP "Aussterben", erscheint das Album über die bandinternen Labels Ape Must Not Kill Ape und Markus Records.


Band: Farrokh Bulsara

Titel/Release: Nieder mit den Thujahecken/Album (100x Tape; Digital)

Label: Ape Must Not Kill Ape, Markus Records

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Post-Hardcore, Screamo, Emo, Punk

FFO: Kepler, Karina Kvist, Masada

Links: Bandpage\\//Bandcamp




DL "Nieder mit den Thujahecken"

Buy Here

Mittwoch, August 29

Wiederhören: Help She Can't Swim - Fashionista Super Dance Troupe



Zwar war das ehemalige Quintett Help She Can't Swim nicht sehr lange aktiv (um die vier Jahre), dafür umso produktiver. Zwei Alben und etliche EP's und Singles stehen der Band aus Southampton zu Buche. Ihr erstes "Fashionista Super Dance Troupe" hält neben den beiden Single-Auskopplungen "I Don't Need You" und "Bunty Vs Beano" noch neun weitere extrovertierte, keyboard-lastige Indie/Art-Rock-Perlen parat, die zwar heutzutage im Je-ausgefallener-desto-besser- oder Geht-nicht-gibt's-nicht-Konsens wohl eher - wenn überhaupt - belächelt werden würden, im Jahr 2004 allerdings für eine willkommene Abwechslung sorgten. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass ihr Mix aus ungestümer Roughness und rockigen Sex-Appeal vielleicht auch Pate für später in Erscheinung getretene Bands wie Be Your Own Pet oder Pulled Apart By Horses stand.

>>>Myspace<<<


Montag, August 27

HAUNA - Leave Me Behind



Kurzinfo:

2015 als Duo gestartet, veröffentlichte die Band aus Wien im folgenden Jahr ihre Debüt-EP "Dunkelkrach", die mensch auch durchaus beim Wort nehmen und als limitiertes Tape über das ortsansässige Label Hardcore 4 Losers ergattern konnte. Um ihren neuen Songs etwas mehr Kontur zu verleihen, entschieden sich die zwei Ösis Florin und Dmitrij ihre Band um eine Bassistin zu bereichern, die mit Julia im Jahr 2017 auch recht schnell gefunden wurde. 
Zu dritt hämmerte die Band also fünf neue Songs ein, die vereint auf der zweiten EP "Leave Me Behind" noch immer düster und bedrohlich durch Blackened Hardcore walzen, durch die straighten Basslinien und sicher auch dem Master der Tonmeisterei nun aber wesentlich druckvoller daherkommen. Songs wie "Die" und "War|Me" machen HAUNA greifbarer, heben sich allerdings auch etwas von den restlichen EP-Songs ab, in denen die Band noch immer viel Spaß am strukturiertem Chaos offenbart. So ist "Leave Me Behind" zwar einen Quantensprung entfernt von seinem rohen und mathig-destruktiven Vorgänger, aber dennoch ein forderndes Werk geworden.


Band: HAUNA

Titel/Release: Leave Me Behind/EP (Digital)

Label: Hardcore 4 Losers, No Firecracker, Please, Iltis Records

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Blackened Hardcore, Post-Hardcore, Noise

FFO: Birds In Row, Alpinist, Ekkaia

Links: Facebook\\//Bandcamp




Stream & Buy Digitally "Leave Me Behind"

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Samstag, August 25

Platte des Monats 08/2018: Lost Boys - Fun



Kurzinfo:

Seit ihrem Demo-Debüt 2016 hat sich beim Nürnberger Trio Lost Boys ja nun doch so einiges getan. Julian (Masada), Nico und Oli (beide ex-Lilith und Todlowski) lassen sich mittlerweile gelegentlich auch im World Wide Web blicken und für ihren ersten Longplayer konnten sie neben zwei einheimischen Labels auch gleich mal sechs internationale begeistern. Mit jeder Menge "Fun" und den Amis Gillian Carter im Schlepptau, geht es ab Ende August für zwei Wochen auf Europa-Tournee, die die Verlorenen Jungs von Deutschland aus in die österreichische, ungarische und französische Hauptstadt lotst.
Am krachigen Sound der Band hat sich hingegen recht wenig geändert, auch wenn die Platte insgesamt eine gute Produktion durchlief. Der Bass knarzt tief, die schrammeligen Gitarrenläufe dürften dem Gitarristen wohl die Nägel bis runter zu den Nieten geraspelt haben und das hektische Schlagwerk stachelt herrlich das mehrstimmige Gekreische an. Die Lyrics, die trotz aller kryptischen Emotionalität den Kern immer noch erkennbar lassen, lassen sich übrigens auf der Bandcamp-Seite der Band nachlesen.
Auch wenn sich "Fun" im ersten Durchlauf wie ein willkürliches Instrumentengeschreddere anfühlt, lohnt es sich an vielen Stellen genauer hinzuhören. "Punk Singer", der mit einem eingängigen Akkord einstimmt und mit schwelgerischen Uuh-Uuuh-Chören ausklingt, sticht vielleicht noch am markantesten heraus. Ansonsten gilt es mit vielen Breaks, anlaufenden Riffs und Melodiewechseln die Spannung möglichst weit oben zu halten und aus der eintönigen Strophe-Refrain-usw.-Schablone auszubrechen. Der Mittelteil von "Every Now And Then" verliert sich gar mal kurz im fast schon jazzigen Geplänkel, was damals schon Lilith zu einer Koryphäe des Screamos herausstechen ließ.


Band: Lost Boys

Titel/Release: Fun/Album (100x Mint Green Marbled Vinyl; 400x Black Vinyl; Digital)

Label: u. A. I.Corrupt Records, Dingleberry Records, Désordre Ordonné

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Screamo, Punk, Hardcore

FFO: Louise Cyphre, Einermusstot, Pg.99

Links: Facebook\\//Tourpage\\//Bandcamp




DL "Fun" Here, Here & Here

Buy Here, Here, Here or via Mail to: lostboyz@gmx.de


Donnerstag, August 23

Footgang - Tacoma EP


Kurzinfo:

Geschlagene sechs Jahre ist es her, als wir letztmalig von der Footgang berichteten, damals etwas ausführlicher als eine Art Diskografie-Post zu den auffindbaren Releases der Band. Schon zu dieser Zeit machte sich die Band sehr rar und lehnte sogar Label-Angebote ab. Dabei hätten ihre Alben "Trashcam Cyberdolls" (2008), "Warson Hells" (2011) und vor allem ihre wahnwitzige EP "Paralyzer" (2010) ein offizielles Release mehr als verdient, war die Band mit ihrem unberechenbaren Stil hierzulande schier konkurrenzlos. Dass sie mit "Paralyzer" an den Redaktionstoren der Visions anklopften, die ihre EP dann folgerichtig zur "Demo des Monats" der Ausgabe 222 kürten, war schon etwas überraschend. Ob es nun an der eigenen Bequemlichkeit, internen Differenzen oder schlichtweg an unpassenden Vertriebspartnern scheiterte, weiß ich nicht. Erstgenanntes wäre zumindest eine Erklärung dafür, dass mich die Band bereits seit Jahren auf die Frage nach käuflich zu erwerbende, selbstproduzierte CD-r-Releases hinhält oder ignoriert. Aber gut...

Im Jahr 2016 angekommen, hauen Footgang ohne Vorwarnung und spärlichen Vorabaktivitäten eine neue EP raus, die somit schonmal einer vorprogrammierten Erwartungshaltung einen Riegel davorschiebt. Nach der amerikanischen Küstenstadt "Tacoma" benannt, sollten typisch-hafenstädtische Themen wie Besiedlung und Vertreibung, ur-stämmiger Aberglaube und Industrialisierung eigentlich die richtige lyrische Basis bilden für den musikalisch-grenzenlosen Raum der bayerischen Band.
Der Opener "Failed" steigert behutsam die Spannung, sodass noch nicht so recht zu erkennen ist, in welche Richtung die sechs neuen Songs ausschlagen. Und vielleicht ist es ja eben die selbstgegebene Freiheit, dass die folgenden 3½ Minuten, die beiden darauffolgenden Tracks sowie der Closer "The Wisenheimer", die wohl eingängisten Stücke der Band geworden sind, seit ihrer Gründung im Jahr 2001 (auch, wenn ich nicht alle Stücke kenne). Von gelegentlichen progressiven Ausreißern der Gitarren abgesehen, suhlen sich diese Songs im fast schon herkömmlichen Beatdown, Metalcore und Downtempo-Hardcore. Und auch wenn es irgendwie falsch klingt, muss ich beim Hören der EP nicht selten an Slipknot denken, denn dem früher zitierten und chaotischen Dillinger-Escape-Plan- oder progressiven Fall-Of-Troy-Wahnsinn. Der ausdauernde und düster-atmosphärisch ausklingende Titeltrack, der sehnsüchtig mit einem "Show Me The Way To Go Home"-Bandchor einstimmt, bleibt in der ganzen Routine vielleicht am ehesten im Hinterkopf hängen.
"Tacoma" ist dennoch ein technisch-versiertes und tolles Werk geworden, auf dem die Band allerdings weitestgehend auf elektronische Spielereien, einer digitalen Glasur und dem ganz großen Wahnsinn verzichtet und die eigenen Aufnahmen roh belassen hat. Ob das nun ein neues Gesicht oder lediglich ein weiteres Experiment ist, bleibt abzuwarten.

Nach und nach haben Footgang ihre Releases (und mit Audrey Headburn auch das Solo-Projekt von Sänger Breuker) zum kostenlosen Download bereitgestellt. Hier für euch gesammelt:



Band: Footgang

Titel/Release: Tacoma/EP (Digital)

Label: DIY

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Hardcore, Metalcore, Progressive









Montag, August 20

Schwache Nerven - Für "Wehret den Anfängen" ist es zu spät



Kurzinfo:

Auch das zweite Release der Göttinger Knüppeltruppe Schwache Nerven läuft unter dem Motto "Gegen die gesellschaftliche Gesamtscheiße". Neben Schrebergartenkolonien und maschinellen Arbeitern, geht es vor allem der gleichgültigen und desillusionierten, oberen Mittelschicht an den Kragen - und mittendrin ein Kracher wie "Burn Your Flag". Ansonsten fegt das Quartett auch weiterhin mit einem Affenzahn und voller Wucht durch Fastcore und Hardcore-Punk, denen auch immer wieder kleine melodisch-treibende Momente entspringen. "Für "Wehret den Anfängen" ist es zu spät" zählt einen Song mehr (16) als sein Vorgänger, braucht dafür aber fast 2½ Minuten weniger (nicht mal zehn Minuten) bis zur Ziellinie.


Band: Schwache Nerven

Titel/Release: Für "Wehret den Anfängen" ist es zu spät/Album (Tape & Vinyl in Planung; Digital)

Label: Pain Of Mind (Vinyl), DPG Records (Tape)

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Fastcore, Punk, Crust, Hardcore-Punk

FFO: Cave Canem, ill!, Ersatz, Weak Ties

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DL "Für "Wehret den Anfängen" ist es zu spät"

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Samstag, August 18

Mosaikh - Oneiroi



Kurzinfo:

Von einem Extrem in das nächste: wurde das rein instrumentale Geflecht aus Alternative und Post-Rock auf dem Debüt "Dim Nachttag" noch von einer schwelgenden Violine in geordnetere Bahnen gelenkt, regiert auf dem Nachfolger "Oneiroi" nun vollkommen der Freigeist. Ohne Violine, dafür mit neuem Gitarristen und Sänger, öffnet sich ihr Sound über weite Strecken dem Progressive Rock, der durch viele Post-Rock-Momente ent- und einigen wilden Mathrock-Frickel-Attacken beschleunigt wird. Dasz sich das Oldenburger Trio beim Titel auch noch der griechischen Mythologie bedient, dürfte das erwartete Gesamtbild einer nicht allzu leichten Kost abrunden.


Band: Mosaikh

Titel/Release: Oneiroi/Album (Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Progressive Rock, Post-Rock, Alternative, Math Rock

FFO: Somali Yacht Club, The March On Kazan, Kopf hoch.

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Donnerstag, August 16

Oat - Oatism



Kurzinfo:

Stoner Rock gepaart mit altehrwürdigem Heavy Rock gibt es ja wie Sand am Meer, vor allem in der Post-Moderne. Zwar kann auch das Leipziger Trio Oat nicht ganz seine Berechtigung im Hier und Jetzt verleugnen, wie die beiden Pop-Punk-infizierten Songs "Mimicry" und "Witchcraft" ungeniert zeigen. Ansonsten, vor allem der tolle Closer "Sifter", versucht sich die Band schon nah an den Anfängen des Stoner Rocks zu orientieren, in denen eben nicht immer alles auf Hochglanz poliert wurde. 
Die erste Auflage an selbstproduzierten CDr's aus dem Jahr 2015 ist bereits restlos vergriffen. Pünktlich zum Release ihrer neuen EP "Hardy", die auf Vinyl über Lala Schallplatten (kaufe HIER) erscheint, bringen Oat auch eine zweite Auflage an CDr's ihrer Debüt-EP unter die Leute.

Band: Oat

Titel/Release: Oatism/EP (1st & 2nd Edition DIY-Digipak-CDr; Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2015/2018

Genre: Stoner, Punk, Hardcore

FFO: Death Yak, So Long Albatross, The Gingerdead Men

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DL "Oatism"

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Dienstag, August 14

Alteri - Miseria



Kurzinfo:

Zur Abwechslung mal etwas Düsternis zur hellen Jahreszeit. Mit neuem Shouter begründen vier ex-Graben unter dem Namen Alteri einen Neuanfang, der die alten Fans schnell hinwegzutrösten vermag. Tolles D-Beat-Crust-Punk-Gewalze mit kleinen Metal-Ausreißern und einem Hammond-orgelnden Interlude.


Band: Alteri

Titel/Release: Miseria/Album (500x Black Vinyl; Digital)

Label: Sengaja Records, Holy Goat Records

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Crust-Punk, (Death) Metal, D-Beat

FFO: Weekend Nachos, Wolfbrigade, Ruins

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Sonntag, August 12

Danijel Zambo - Bliss



Kurzinfo:

Es kommt einen so vor, als würde der Augsburger Singer/Songrwiter, Multiinstrumentalist und Produzent Danijel Zambo doch tatsächlich versuchen dem Release-Marathon von Omar Rodriguez-Lopez Paroli bieten zu wollen. Allein innerhalb des letzten Jahres veröffentlichte er drei Alben und zwei EP's, darunter das Hip-Hop-Beat-Fundament "Playground", das post-rockige "This World Is Too Fast", der Chillout-Trance-Monolith "Transcendence" und das Piano-balladeske "Childhood Dreams". Und da sind die Arbeiten seiner Neofolk- und Black Metal-Projekte Walden und Skognatt noch nicht mal mit reingerechnet. 
"Bliss", sein bis dato 12. Album, lässt sich entgegen den vorstehenden Releases nicht so leicht auf den Punkt beschreiben, da es sich als ein schizophrenes wie episches Stück Experimentalmusik entpuppt, in dem bedächtige und ambiente Post-Rock-Sphären, akustische Folk-Spielereien und balladeskes wie progressives Geplänkel immer wieder durch metallische Eruptionen zerrüttelt werden. "Split" wäre wohl der treffendere Album-Titel gewesen....


Band: Danijel Zambo

Titel/Release: Bliss/Album (Digital)

Label: DIY/Bandcamp

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Instrumental, Experimental, Post-Metal, Progressive Rock, Post-Rock, Acoustic

FFO: Ares One, Norio, Maeth

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