Freitag, Mai 17

Fading Halo Records - Der Einstieg in den rumänischen Untergrund


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Bogdan und Adrian, zwei rumänische Untergrundmusiker, die sich ihre musikalischen Hörner bereits in so einigen Bands abgestoßen haben (u. A. AKU, HAOS), mussten sich bereits frühzeitig mit den Schwierigkeiten einer kaum beachteten Musikszene herumärgern. Rumänien - nicht gerade das Mekka für kulturelle Musikbegeisterte. Wie schwer hat man es denn erst, gehört man nun auch noch ausgerechnet dem musikalischen Untergrund an? Um sich die mühsame Labelsuche zu ersparen, gründeten sie zusammen mit einigen Freunden 2011 das kleine DIY-Label Fading Halo Records, dass sein Hauptaugenmerk auf den Hardcore legt, aber auch anderen Genres offen gegenüber tritt. Vornehmlich sind somit erstmal die Releases der eigenen Bandprojekte gesichert, was sich später jedoch auf externe Bands erweitern soll. FHR ist noch immer auf Sponsoren angewiesen und profitiert zudem aus einer engen Zusammenarbeit mit anderen regionalen Labels (z. B. Gluga Neagra) und Buchungsmanagements (z.B. Play Or Die Booking). Für's Aufnehmen, Mixen und Mastern konnte man Marius Costache in seinem Next Dog Studio gewinnen.

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Coins As Portraits:

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Coins As Portraits treiben seit 2006 ihr Unwesen, ihr Debüt- und bislang einziges Studiorelease "Form and Structure. Storm and Fracture" erschien allerdings erst 2011 als Co-Release zwischen Fading Halo Records und dem Non-Profit-Netlabel Asiluum. Die vier Rumänen um Gitarrist Bogdan von Fading Halo Records spielen chaotischen, dennoch technisch versierten Grindcore, der sich mit seinen 7 Songs und 16 Minuten Spielzeit außergewöhnlich viel Zeit lässt. Wohl auch, weil mit Progressive und Metal der Zutritt für andere Genres gewährleistet werden soll. Für ihre dissonanten und unkonventionellen Songs, lässt sich die Band von der Klassik, Electronic, der Avantgarde und vom Jazz inspirieren.



Stuck in a Rut:

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Kapitalistisches, rassistisches und homophobes Gedankengut lehnen sie ab, genauso wie geografische Grenzen. Sie setzten sich für Menschen- und Tierrechte ein und lassen keine Gelegenheit aus, sich als Stimmungsanheizer bei Demonstrationen zu präsentieren. Das Trio Stuck in a Rut aus Cluj verkörpern den Hardcore-Punk der rumänischen DIY-Underground-Szene. Auf ihrem Album "No Future" und dem Debüt-Demo "First Years" verbinden sie catchige Gitarrenmelodien mit trashigem Blast-Beats-Geschreddere und füllen die Lücken des Deathcore-Gekeifes mit einigen Sprachsamples auf. Außerhalb der Akustik versprühen sie ihre Attitüde über das rumänische Magazin Leave Me Alone.   




I Started Into the Forest:

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Hardcore ist eine Hure, daraus wollen die vier Rumänen um die beiden FHR-Mitglieder Adrian und Bogdan auch kein allzu großes Geheimnis machen. Immer wieder setzen sie zu Seitensprünge in den Grind- und Mathcore an und schlagen somit selbst dem motorischten Headbanger ein gehöriges Brett vor den Latz. Dass sie sich regelmäßig geradezu in einen Metalrausch spielen, sei laut der Band auf ein dynamisches Eigenlieben beim Einspielen der Songs zurückzuführen. So soll der Metalanteil beim nächsten Release deutlich geringer sein. "Unframed Pictures of Our Epilogue", das zweite Bandrelease und in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Ein-Mann-Label Ulterior Tapes entstanden, räumt den Gitarrenmelodien immerhin schon mehr Freiräume ein, bleibt aber ein garstiges Biest. Es ist auch das erste Release mit dem neuen Drummer Claudiu von der Progressive-Metal-Band The Dignity Complex. Aktuell arbeitet die Band an neuen Songs, die in diesem Jahr entweder auf mehreren Splits verteilt oder auf eine LP versammelt werden, in jedem Fall jedoch erstmalig auf Vinyl erscheinen sollen. Ulterior kündigte für den Frühling schon mal eine 7" an.



Expectations:

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Ebenfalls nach Rumänien und auf CD haben es Expectations aus Sofia geschafft. Auch die fünf Bulgaren verstehen es blendend, den Hörer auf eine falsche Fährte zu führen. Ihre s/t-Debüt-EP sammelt und steigert sich zu Beginn in atmosphärischen Sludge, ehe wenig später treibende Melodien und Riffs aus dem Versteck geholt werden und Hardcore-Punk- sowie Emocore-Fans von Ruiner oder besseren (und somit älteren) Funeral for a Friend ihre Tanzwut ausleben können. Ihr Debüt gibt's im schicken Digipak über FHR. Über den Bigcartelshop der Band ist zusätzlich ihre zweite EP "Gone" ebenfalls als Digi erhältlich.



The Boy Who Cried Wolf:

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TBWCW ist Bogdan's drittes Bandprojekt, das er über FHR an den Mann bringt. Involviert sind Mitglieder von CHESTER, Breathelast, White Walls, The Backstage Heroes und Perfect Zero For Infinity, die 2012 zusammengezogen wurden, mit einigen Proberaumsongs noch im selben Jahr zur Herbsttour aufbrachen, und sich 2013 zur Fertigstellung ihres Debüt-Albums "Bedtime Stories" im Studio einfanden. Ihre Gute-Nacht-Geschichten verpacken sie in kompromisslosen Hardcore und Metal. Kate Ashton für Erwachsene, sozusagen.

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