Sonntag, November 30

Crows-An-Wra - Kalopsia 12"



Zu vielschichtig und experimentell war ihre selbstbetitelte Debüt-10", um Crows-An-Wra langfristig in die Screamo-Schublade zu quetschen. Ihr erster Longplayer "Kalopsia" verlangt nun nach einem noch größeren Spielfeld - und die Kompromissbereitschaft des Hörers. Ist das überhaupt noch Screamo?
Mit ihrer LP lädt das kornische Quartett Crows-An-Wra, bestehend aus 3/4-tel Ravachol und 1/4-tel Crocus, jedenfalls zur munteren Genre-Schnitzeljagd ein. Bereits das unterschwellig verzerrte Intro macht klar, dass uns auf "Kalopsia" keine Fließbandware erwartet. Doch anstatt mit dem zweiten Song gleich mal in die Vollen zu gehen, schieben Crows-An-Wra mit dem nahtlos anknüpfenden "Perseus" lieber noch ein weiteres Intro nach. Ist das Shoegaze-Core? "Vibrant Colours", das fast schon fröhlich-indierockend losstürmende "Dismay! The Seconds Slow" und das mit Crossover-Halleffekten aufpolierte "Constraint in Secrets" verlieren sich in komplexeren Gitarrenfiguren, verzichten aber trotz erkennbarer Tendenzen auf den progressiven Wahnsinn, wie ihn beispielsweise The Fall of Troy oder The Mars Volta konstruierten. Ist das Progressive(-Core)? Die von Elizabeth Birchley bittersüß vorgetragene Akustikballade "Heavy Heads (i)", die im Duett mit CAW-Sänger Greg im folgenden Song "Blossom (ii)" schon wieder relativiert wird, kann man immerhin für sich selbst stehen und einfach mal auf sich wirken lassen. Eine kurze Verschnaufpause, bevor die Band mit dem spacigen "Ataraxia" und dem nochmals alles abverlangenden Closer "This Will Soon Be Forgotten" zum Endspurt ansetzen. Ist das Space(-Core)?
Wie auch immer man dieses Kind nun nennt, Freunde experimenteller Prog-Musik können sich mit diesem Release sicherlich schneller anfreunden, als der gemeine Screamo-Hörer.
Um die Aufnahme und den Feinschliff dieses Spektakels kümmerte sich The Long Haul-Gitarrist Lewis Johns im The Ranch Production House.




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