Freitag, Oktober 26

Hella Wahnsinn



Hella existieren seit über einem Jahrzehnt und bilden im Kern das Duo Zach Hill und Spencer Seim. Wie der unendliche Kampf zwischen Schlagwerk und E-Gitarre wirkt ihr instrumentaler, progressiver Mathrock, der mittlerweile den Kultstatus längst übertroffen hat. Als mit Aaron Ross erstmalig ein Sänger auf einem Album ("There's No 666 in Outer Space") von Hella zu hören war, konnte die Band einen Großteil der Mars-Volta-Fangemeinde für sich gewinnen. Ein guter Schritt, denn auf rein instrumentaler Basis wäre ihre Musik auf Dauer wohl doch etwas zu anstrengend, wenngleich Hella später auch mit Synthesizern und 8-bit-Sound herum experimentierten und nicht selten ganze Sternenkriege entfachten.
"Hold Your Horse Is" ist ihr Debüt-Album und es beginnt mit dem Sound der nostalgischen Konsole. Das war es dann aber auch schon, denn der Rest ist zappeliger, Primus-esquer (das Wort taucht wirklich öfter auf) Mathrock, der Eingängigkeit bis ins tiefste verachtet und nicht nur die stetige Aufmerksamkeit der Hörer fordert, sondern vor allem deren Nerven auf eine harte Zerreißprobe stellt. Es ist vielleicht nicht das beste und auch nicht das abwechslungsreichste Album, aber es ist der Anfang der geradezu schon wahnwitzigen Diskographie der Band Hella, als auch der Person Zach Hill.  

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Neben seinen unzähligen Kollaborationen ist Zach Hill seit 2011 an einem neuen Projekt beteiligt. Zusammen mit Tera Melos (echt geile, experimentelle Indie-Whatever-Band - checkst du hier) Nick Reinhart bildet er das Duo Bygones, natürlich wieder nichts für zart besaitete Gemüter. Hill wie gewohnt hinterm Schlagzeug, Reinhart schrubbt die Gitarre, beide keifen in bester Grindcore-Manier ins Mikro. Chapeau, Herr Hill!
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